Aktuelles

Bericht zur Wahlveranstaltung im Feuerwehrhaus Oberweißenbach

„Die Gewerbegebiete im Westen von Selb lagen in den letzten 20 Jahren brach“, erinnerte Dr. Klaus von Stetten, der Sprecher der Aktiven Bürger, bei der Wahlveranstaltung der kommunalpolitischen Interessengemeinschaft im Feuerwehrhaus Oberweißenbach. Es sei eine hervorragende Leistung von Oberbürgermeister Pötzsch und der Bauverwaltung gewesen, die Grundstücke zu erwerben und so zusammenhängende Flächen in der Hand der Stadt anbieten zu können. Dabei sei mit den Grundstückbesitzern fair und auf Augenhöhe verhandelt worden. Dass jetzt der erfolgreiche Mittelständler RAPA und ein Investor aus der Autohofbranche dort bauen wollen, sei der Erfolg jahrelanger, gut durchdachter Vorbereitungen.

 

 Oberbürgermeister Uli Pötzsch verdeutlichte, dass ein gesunder städtischer Haushalt Grundlage allen Handelns in der Stadt sei. „Nur miteinander kann man nachhaltige Projekte auf die Füße stellen“, so Pötzsch weiter. Die Stadtentwicklung basiere im Wesentlichen auf drei großen Standbeinen: dem Masterplan Innenstadt, den Projekten der Bayerisch-Tschechischen Freundschaftswochen und dem Zusammenspiel der beiden Outlets im Westen und Norden der Stadt.

 

Für die privaten Immobilienbesitzer seien in den letzten sechs Jahren zwei Förderprogramme geschaffen worden. „Damit kann die Stadt die energetische Sanierung und die Instandsetzung von Fassaden der privaten Eigentümer unterstützen“, erläuterte der Oberbürgermeister. Aus der Förderung für die Bayerisch-Tschechischen Freundschaftswochen würden mit den abgeschlossenen Planungen für innerstädtische Radwege, die Aufwertung des Rosenthal-Parks und des Grafenmühlweihers und die Renaturierung des innerstädtischen Selbbachabschnitts 2020 bereits vier Projekte der Sondergartenschau an den Start gehen.

„Der Bürgerpark war immer eine Zwischenlösung“, so Pötzsch weiter. Mit dem Wohnhaus, das eine moderne Stadtbücherei beherbergen werde, sei es gelungen, Wohnbebauung mit einem hochwertigen Freizeit- und Bildungsangebot zu kombinieren. „Ein bisschen Geduld bei der Umsetzung müssen wir eben haben, wenn etwas Neues entsteht.“

 

Bei der anschließenden Diskussion mit den anwesenden Oberweißenbachern wurde der Bikepark am Kornberg und der Radweg von Selb nach Großwendern als zukunftsweisend gelobt. Oberbürgermeister Pötzsch erläuterte die Entwicklung des flächendeckenden Breitbandausbaus in Selb und seinen Dörfern. Auch die Zukunft der Feuerwehrhäuser war ein Thema. „Auf die Aktiven Bürgern können sich die Feuerwehren verlassen“, ließ Pötzsch keinen Zweifel aufkommen. Das Zusammenspiel von Stadt- und Dorffeuerwehren sei für die heutigen Einsätze unverzichtbar. Außerdem seien sich die Aktiven Bürger bewusst, dass die Feuerwehren längst der soziale und gesellschaftliche Mittelpunkt der Ortsteile seien. Mit Ortssprechern für fünf Dörfer wisse man wovon man rede. „Wer die Dorffeuerwehr in Frage stellt, stellt das Dorfleben in Frage“, stellte der Oberbürgermeister fest.    

 

Selb, 12.03.2020

Dr. Klaus von Stetten


Bericht zur Wahlveranstaltung im Schützenheim Heidelheim

„Alle derzeitigen Bauvorhaben in der Stadt wurden seriös geplant und werden konsequent umgesetzt“, verdeutlichte der Fraktionsvorsitzende der Aktiven Bürger im Selber Stadtrat, Dr. Klaus von Stetten, bei der Wahlveranstaltung im Schützenhaus Heidelheim. Dazu begrüßte er zusammen mit Oberbürgermeister Uli Pötzsch die Stadtrats-Kandidaten der Aktiven Bürger und die anwesenden Gäste aus Heidelheim und der Kernstadt. Ohne die Ideen der Aktiven Bürger für eine grenzüberschreitende Landesgartenschau, einen Masterplan Innenstadt, ein Kommunales Kino oder ein neues Outlet Center auf dem Gelände der ehemaligen Heinrich-Fabrik, gäbe es auch an der Ausführung nichts herumzunörgeln. „Ich empfehle allen Bedenkenträgern und Zweiflern aus der kommunalpolitischen Szene, selbst Ideen zu entwickeln und sich nicht auf die Kritik an den entstandenen Projekten zu beschränken“, so von Stetten weiter. Es stecke viel Arbeit in den Vorhaben und die wohl aus politischen Kalkül immer wieder angebrachten Zweifel einzelner Akteure würden weder dem guten Image der Stadt dienen, noch einen besonders professionellen Eindruck bei den engagierten Investoren hinterlassen. Das Kino-Projekt wäre durch die strikte Deckelung des städtischen Anteils am Umbau auf 80.000 Euro beinahe zu Fall gebracht worden. Dem Oberbürgermeister und der Stadtverwaltung sei es zu verdanken, dass das Projekt mit der inzwischen zugesagten hohen Förderung verwirklicht werden könne. „Mit dem Versuch, sinnvolle Projekte zu bremsen oder gar zu verhindern kann man bei den Selbern keinen Eindruck schinden“, zeigte sich von Stetten überzeugt.

 

Uli Pötzsch erinnerte an die Zeit des Strukturwandels im Landkreis: „Einen so tiefen Einschnitt wie Selb hat keine andere Stadt im Landkreis Wunsiedel erlebt.“ Die Stadt habe in der Folge fast 6000 Einwohner verloren. „Die Selber Unternehmer, die damals durchgestartet sind und Mut bewiesen haben, befinden sich heute auf der Erfolgspur“, sagte Pötzsch. Das verdiene höchsten Respekt und zeige, dass die Unternehmen Vertrauen in den Wirtschaftsstandort Selb hätten. Er sehe es als essentielle Aufgabe der Stadtverwaltung, den Selber Betrieben- gleich welcher Größe- als Dienstleister zur Verfügung zu stehen. Und das sei in den letzten Jahren gut gelungen. „Wir können stolz sein auf unsere Mitarbeiter im Rathaus, die zurecht immer wieder Lob von den Unternehmen erfahren“, stellte der Oberbürgermeister fest. „Unser Ziel ist es, in Selb wieder 21.000 Einwohner zu erreichen“, ließ Pötzsch keinen Zweifel. Vor sechs Jahren habe man die Verantwortung in der Stadt übernommen und die Selber könnten sich auf die Aktiven Bürger verlassen. „Wir stehen für Stabilität in unserer Stadt“, so Pötzsch. „Jammern um Geld öffnet keine Türen.“ Man müsse Ideen liefern, die aus den vorhandenen Förderprogrammen bedient werden können.

 

Nachdem sich die Kandidaten der Aktiven Bürger vorgestellt hatten, ging es bei der anschließenden Diskussion mit den anwesenden Heidelheimern um die verbesserungswürdige Präsenz uniformierter Polizei, den geplanten Radweg zwischen Selb und Großwendern, die Zukunft des Krankenhauses, die Sanierung des Heidelheimer Spielplatzes und die Verkehrsverbindung zwischen Selb und Marktredwitz. Mit den Worten „Die kampflose Aufgabe der Bahnlinie zwischen Selb und Marktredwitz war aus meiner Sicht fahrlässig“ schloss Uli Pötzsch seine Ausführungen.

 

Selb, 07.03.2020

Dr. Klaus von Stetten


Das POLIS-Magazin für Urban Development berichtet über Selb und die AKTIVEN BÜRGER

"Die AKTIVEN BÜRGER in Selb zeigen, wie es gehen kann: Mit mutigen Projekten wird in Selb an der Stadtentwicklung gearbeitet. Dabei spielt das gemeinsame Leben in der Innenstadt eine große Rolle."


Besuch der Sultan-Ahmet-Moschee der Türkisch-Islamischen Gemeinde in Selb

„Wir fühlen uns sehr wohl in Selb“, stellte der Vorsitzende der Türkisch-Islamischen Gemeinde, Veysel Turan fest. Die Kandidaten der Aktiven Bürger für die Stadtratswahlen waren mit Oberbürgermeister Uli Pötzsch einer Einladung des Vereins in die Sultan-Ahmet-Moschee gefolgt. Dort wurden die Gäste herzlich empfangen und mit türkischen Spezialitäten bewirtet. Veysel Turan stellte die Türkische-Islamische Gemeinde vor und ging auf die Geschichte des Vereins ein, der von türkischen Gastarbeitern und deren Familien in den 70er Jahren gegründet wurde. Seitdem arbeite und lebe man friedlich und in Freundschaft mit den Selberinnen und Selbern zusammen. „Wir sind Selber mit türkischem Migrationshintergrund“, so Veysel. Man nehme auch regen Anteil am städtischen Leben und habe sich gefreut, dass der Stadtrat erst kürzlich beschlossen hat, den Anbau eines Jugendraums an die Moschee zu fördern.

 

Oberbürgermeister Uli Pötzsch erinnerte daran, dass man auf die Hilfe der türkischen Gastarbeiter angewiesen gewesen sei, als die Porzellanindustrie geboomt habe. „Ohne euch wäre es nicht gegangen." Aus den Arbeitskollegen und ihren Familien seien Freunde und Nachbarn geworden. Der Oberbürgermeister schätzte die Selberinnen und Selber mit türkischem Migrationshintergrund auf derzeit rund 1500 Menschen in der Stadt. „Insgesamt leben in Selb Menschen aus 60 Nationen friedlich und freundschaftlich miteinander“, so Pötzsch. Das zeige eine Besonderheit der Porzellanstadt. Hier werde Toleranz und gegenseitiger Respekt groß geschrieben. Darauf könne man stolz sein und das solle auch so bleiben. Darauf würden die Aktiven Bürger großen Wert legen. Die anwesenden Mitglieder der türkischen Gemeinde brachten aber auch ihre Sorge über die zunehmende Fremdenfeindlichkeit in vielen Teilen Deutschlands zum Ausdruck. Man könne nur hoffen, dass die wirklich gute Atmosphäre in Selb sich auch in Zukunft behaupten könne.

 

Nachdem sich die Kandidaten der Aktiven Bürger persönlich vorgestellt hatten, zeigten die Mitglieder der Türkisch-Islamischen Gemeinde, wie sehr sie an der Entwicklung der Porzellanstadt interessiert sind. Es gab für Oberbürgermeister Pötzsch und die Kandidaten zahlreiche Fragen, unter anderem zu den Outlets, den Bayerisch-Tschechischen Freundschaftswochen, der Baustelle Stadtbücherei, dem geplanten Autohof und den bevorstehenden Straßenbaumaßnahmen zu beantworten. Mit einem gemeinsamen Ausblick auf das diesjährige Sommerfest in der Moschee endete ein konstruktiver und freundschaftlicher Abend in der Moschee.

 

Selb, 23.02.2020

Dr. Klaus von Stetten


Bericht zur Wahlinformationsveranstaltung in der Gaststätte „Zur Grünen Au“ in Längenau

„Alle Projekte, die derzeit in Planung sind werden auch umgesetzt“, das verdeutlichte der Fraktionsvorsitzende der Aktiven Bürger, Dr. Klaus von Stetten bei deren Wahlveranstaltung in Längenau. Zu der Veranstaltung begrüßte er Oberbürgermeister Uli Pötzsch, Ortssprecher Klaus Meier, die Kandidaten der Aktiven Bürger für die Stadtratswahlen und die anwesenden Längenauer.

 

Oberbürgermeister Uli Pötzsch ging in seinem Rückblick auf die konstruktive Zusammenarbeit der drei Fraktionen im Selber Stadtrat ein. „Alle waren sich der Verantwortung für die Stadt bewusst.“ Die wichtigen Entscheidungen für die Zukunft der Stadt seien fast alle einstimmig gefasst worden, hätten aber zu mindestens eine deutliche Mehrheit erfahren. Auch die Stadträte seinen ehrenamtlich tätig. „Selb kann stolz sein auf ein überdurchschnittliches Engagement seiner Bürger“, so Pötzsch. Das mache den Wert einer Stadt aus. Besonderes würden in diesem Zusammenhang die Selber Feuerwehren leisten. Deshalb habe man in den letzten sieben Jahren begonnen, den Investitionsstau abzubauen. Mit einem Konzept für die Ausstattung und Zusammenarbeit der Wehren habe man begonnen und sei jetzt auf einem guten Weg. Vor allem in baulicher Hinsicht werde man in den nächsten Jahren noch einiges aufholen müssen. Pötzsch ging damit auch auf die Fragen zu den Erfordernissen im Längenauer Feuerwehrhaus ein. 

 

Ein weiteres Thema war Selb als Kulturstadt. „Keine Stadt in Bayern, wahrscheinlich in ganz Deutschland in unserer Größe, hat eine vergleichbare Vielfalt an kulturellen Einrichtungen und Veranstaltungen zu bieten“, stellte Pötzsch fest. Rosenthal-Theater, Porzellanikon, Kunstnacht, Festival Mediaval, Kunstverein Hochfranken-Selb, SelbKultur und die Musikschule böten ein Spektrum, das phantastisch sei. Das Kommunale Kino und eine moderne Stadtbücherei würden das Angebot in den nächsten Jahren abrunden. „Für Kulturfans hat unsere Stadt schon jetzt Außergewöhnliches im Angebot“, sagte der Oberbürgermeister nicht ohne Stolz. 

 

Bei der Diskussion mit den Längenauern ging es zunächst um die Bauschutt-Deponie des Landkreises in Längenau. Bereits vor Jahren sei ein baldiges Ende der Ablagerungen dort angekündigt worden. Nach wie vor wachse der Schuttberg in die Höhe. Bis zu zwanzig Lastwagen würden täglich Schutt anfahren und dabei den Weg durch das Dorf nehmen. Dr. Klaus von Stetten, der sich als Kreisrat angesprochen fühlte, erläuterte, dass man bisher immer nur die Informationen des landkreiseigenen „Kommunalunternehmen Umweltschutz Fichtelgebirge“ (KUFi) weitergegeben habe. Die Stadt werde das Unternehmen einladen, im 2. Quartal 2020 eine öffentliche Informationsveranstaltung zur Deponie in Längenau abzuhalten. Die Bereitschaft dazu habe die Geschäftsführung bereits signalisiert.

 

Weitere Themen waren die Bauvorhaben an der Hartmannstraße und die Polizeipräsenz in Selb. Oberbürgermeister Pötzsch verdeutlichte, dass es eine kompromisslose Entscheidung des bayerischen Innenministers Herrmann gewesen sei, die Selber Polizeiinspektion aufzulösen. Bereits die letzte Polizeiinspektion sei weit unter Soll ausgestattet gewesen. Es sei zwar viel Polizei vor Ort, diese jedoch mit Spezialaufgaben betraut. Was fehle, sei der klassische uniformierte Polizist im Streifenwagen, der auch Präsenz in der Stadt zeige. Nicht hinnehmbar sei es allerdings, wenn man die Sicherheit in Selb schlechter darstelle, als sie tatsächlich sei und damit die Bevölkerung beunruhige.

 

Zur Hartmannstraße sagte Uli Pötzsch, dass bis Sommer 2020 mit dem Bau der dort geplanten, modernen Mehrfamilienhäuser begonnen werden soll.  

 

Selb, 17.02.2020

Dr. Klaus von Stetten


Bericht zur Wahlinformationsveranstaltung im Feuerwehrhaus Unterweißenbach

„Selb wird wieder wachsen“, davon zeigte sich der Sprecher der Aktiven Bürger, Dr. Klaus von Stetten, bei der Wahlveranstaltung im Feuerwehrhaus Unterweißenbach überzeugt. Er begrüßte dazu Oberbürgermeister Uli Pötzsch, die Kandidaten der Aktiven Bürger für die Stadtratswahlen und die anwesenden Unterweißenbacher.

 

Die Porzellanstadt sei im Zuge der Strukturkrise der Keramikindustrie um rund 6.000 Einwohner geschrumpft. Man befinde sich jetzt wieder im Aufwind, habe aber noch viel zu tun, um die ursprüngliche Einwohnerzahl wieder zu erreichen. „Deshalb ist die Wirtschaftsförderung ein Schwerpunkt unserer Arbeit“, stellte von Stetten fest. Als Dienstleister habe die Stadtverwaltung mit Uli Pötzsch an der Spitze hier Großartiges geleistet. Städtische Gewerbeflächen seien für Investoren startklar gemacht worden. „Das Miteinander der örtlichen Unternehmen und der Stadtverwaltung hat in den letzten Jahren gute Fortschritte gemacht“, so von Stetten.

 

Oberbürgermeister Uli Pötzsch knüpfte an das Thema Wirtschaftsförderung an und erläuterte die bisherige Entwicklung des geplanten Autohofs an der Autobahn A93. Hier würden bis zu 140 Arbeitsplätze entstehen. „Unsere Stadt braucht auch Arbeitsplätze für Menschen mit geringerer Qualifikation“, so Pötzsch. Die seien in den Bereichen Gastronomie, Übernachtung und Service des Autohofs zu finden. Ein Hotelbetrieb mit rund 100 Zimmern werde entstehen. „Ein großes Hotel wird in Selb seit Jahren gewünscht.“ Die anfallende Gewerbesteuer werde in Selb bezahlt. Das habe der Investor bereits klargestellt. Beim Autohof würden die rechtlichen Rahmenbedingungen natürlich eingehalten. Das betreffe unter anderem die Schall- und Schadstoffemissionen.

 

Die liebgewonnenen Freizeiteinrichtungen seien auch ein Anreiz, nach Selb zu ziehen oder hier zu bleiben. Um sich ein Hallenbad, ein Waldbad, eine Eishalle und ein Theater leisten zu können, müssten die Finanzen stimmen. Und die habe man in Selb in den letzten Jahren auf Vordermann gebracht. „Von den drei größeren Städten im Landkreis weist Selb mit Abstand die niedrigste Pro-Kopf-Verschuldung auf“, stellte Oberbürgermeister Pötzsch fest. „Auf die Aktiven Bürger können sich die Selber verlassen“, so der Oberbürgermeister. Alles was hier geplant und umgesetzt werde, habe Hand und Fuß.

 

Nachdem sich die Kandidaten für den Stadtrat vorgestellt hatten, entstand eine rege Diskussion zu verschieden städtischen Themen. Eine Besucherin wünschte sich ein beheiztes Freibad, das sei wichtiger als das Waldbad Langer Teich. Uli Pötzsch machte deutlich, dass ein beheiztes Freibad zusätzlich zu den bestehenden Freizeiteinrichtungen derzeit nicht seriös finanziert werden könne. Man müsse sich in der Region vom Kirchturmdenken lösen. So wie die Menschen aus den Nachbarstädten die Spiele der Selber Wölfe oder das Rosenthal-Theater besuchen würden, so könnten die Fans beheizter Freibäder auch einmal zum Gegenbesuch dorthin aufbrechen. „Es muss nicht jede Stadt in Hochfranken alle Freizeiteinrichtungen vorhalten“, erklärte Pötzsch. Außerdem würden nicht nur die Selberinnen und Selber das „Kleinod“ Langer Teich lieben und dementsprechend frequentieren.

 

Auf die lästigen Ampelschaltungen auf dem Weg von Unterweißenbach in die Innenstadt angesprochen, erläuterte der Oberbürgermeister, dass man bereits ein flexibleres Verkehrsleitsystem plane, das auf die Bedürfnisse der Menschen besser eingehe.

 

Wie die Aktiven Bürger zum Thema Polizei stünden, lautete eine weitere Frage. „Wir brauchen vor allem mehr sichtbare Polizei in der Stadt, also mehr uniformierte Polizisten mit Streifenwagen“, antwortete Uli Pötzsch. Das verbessere die Abschreckung derer, die Gesetzesverstöße begehen würden.

 

Selb, 14.02.2020

Dr. Klaus von Stetten


Bericht zur Wahlinformationsveranstaltung im Feuerwehrhaus Lauterbach

„Gute Kontakte zur Regierung und den Ministerien bedürfen keiner Parteizughörigkeit“, stellte Oberbürgermeister Uli Pötzsch bei der Wahlveranstaltung der Aktiven Bürger im Feuerwehrhaus Lauterbach fest. Wichtiger sei es, dort gute Ideen vorzustellen, die auch in die Förderkulisse passen. Man erfahre dann wertvolle Hilfe, wenn man in der Lage sei, mit den Sachbearbeitern auf Augenhöhe und vernünftig zu kommunizieren. „So ist es gelungen, seit 2013 Fördermittel in Millionenhöhe für Selb zu bekommen.“ Anerkennung finde bei den Aufsichtsbehörden auch, dass man die Schulden der Stadt in diesem Zeitraum halbiert habe und mit Augenmaß in sinnvolle Projekte investiere. Er habe die Stadt seit seinem Amtsantritt vor sieben Jahren wie ein Wirtschaftsunternehmen geführt, sagte Pötzsch. Dazu gehöre es, Investitionen, Einnahmen und Verbindlichkeiten abzuwägen und Rücklagen für größere Vorhaben zu bilden. Im Jahr 2020 werde die Porzellanstadt mit einem genehmigten Haushalt 14 Millionen Euro in die geplanten Vorhaben investieren und gleichzeitig ohne Neuverschuldung auszukommen.

 

3. Bürgermeister Dr. Klaus von Stetten, der gleichzeitig Ortssprecher von Lauterbach ist, ergänzte, dass alle Vorhaben, die sich derzeit in Vorbereitung beziehungsweise Umsetzung befänden, seriös geplant und finanziell abgesichert seien. Schließlich seien die „großen Brocken“ mit Begleitung von renommierten Planungsbüros und  Aufsichts- und Fachbehörden entwickelt worden. Das wüssten alle Mitglieder des Stadtrates, die sich jetzt wieder um Sitze im Rathaus bewerben. Auch seien die Investoren durch die Bank seriös und finanzstark. Andere Gerüchte, die im Wahlkampf nun gelegentlich auftauchen, würden jeder Grundlage entbehren. „Wir Aktive Bürger beschränken uns darauf, die gute Entwicklung unserer Heimatstadt zu bilanzieren und den Selberinnen und Selbern Fakten zu liefern“, sagte von Stetten. Außerdem gebe man einen sehr konkreten Ausblick auf die Zukunft. Das Säen von Verunsicherung und Zweifeln schade der Porzellanstadt nur und trage nichts zur Umsetzung der breit gefächerten Pläne bei. Die Aktiven Bürger hätten stets das Image der Stadt im Blickwinkel. „Wie nehmen uns die zukünftigen Gäste wahr?“, diese Frage sei für ihn entscheidend, so von Stetten.

 

In Lauterbach seien in den letzten sieben Jahren viele längst überfällige Dinge in die Tat umgesetzt worden. Das Kriegerdenkmal sei wieder in einen ansehnlichen Zustand versetzt, das alte Feuerwehrhaus verputzt und gestrichen, ein Teil der Straßen erneuert und die Feuerwehr erstmals mit einem modernen Feuerwehrfahrzeug ausgestattet worden. „Beeindruckt hat mich, dass die Feuerwehrler die Fassade ihres Hauses selbst neu gestrichen haben“, lobte von Stetten den Einsatz. Das gute Beispiel habe inzwischen Schule gemacht. Die Anregungen der Lauterbacher zur Sicherheit von Radfahrern und Fußgängern, und zu einer separaten Zufahrt in die Staatsstraße Richtung Kreisverkehr nehme man ernst und werde die Machbarkeit prüfen lassen.  

 

Selb, 07.02.2020

Dr. Klaus von Stetten


Bericht zur Wahlveranstaltung der Aktiven Bürger im Feuerwehrhaus Wildenau

„Selb ist eine soziale Stadt.“ Mit diesen Worten begrüßte der Sprecher der Aktiven Bürger, Dr. Klaus von Stetten, der als Stadtrat gleichzeitig Ortssprecher von Wildenau ist, die Gäste zur Wahlveranstaltung im Feuerwehrhaus. Das Angebot an Kindertagesstätten werde ausgebaut, nachdem die Zahl der Kinder durch Zuzüge von Familien innerhalb kürzester Zeit deutlich gestiegen sei. „Neben dem Neubau des Erkersreuther Kindergartens werden derzeit viele Möglichkeiten geprüft“, erläuterte von Stetten die aktuelle Situation. Übergangslösungen seien dabei ebenso gefragt wie langfristige Planungen. Gut komme das innovative Familienzentrum FAM an. Der von Oberbürgermeister Pötzsch bereits 2012 organisierte Seniorenbus werde gern genutzt und vom Seniorenbeirat bestens betreut. Bei der seit kurzem begonnenen Erprobung des Bedarfsverkehrs versuche man auch auf die Bedürfnisse von Senioren einzugehen. Auf dem Vorwerk sei eine Intensivpflegeeinrichtung angesiedelt worden. Eine zusätzliche Hausarztpraxis in der Wunsiedler Straße ergänze die medizinische Versorgung. Die Übernahme der ehemaligen Hausarztpraxis am Schmiedbergl durch eine junge Ärztin sei eine gute Nachricht gewesen. Ein Ärztebus bringe Patienten zu Fachärzten im Landkreis. Mit der Neuausrichtung und Spezialisierung des Selber Krankenhauses sei ein Schritt zur Standortsicherheit getan. Sozialverbände sowie kirchliche und ehrenamtliche Einrichtungen würden ein dichtes soziales Netz in der Porzellanstadt bilden. „Das ist ein Stück Lebensqualität, wie man es in dieser Form nicht in jeder bayerischen Stadt findet“, sagte von Stetten.

 

Oberbürgermeister Pötzsch ging in seinem Referat zunächst auf die erfreuliche wirtschaftliche Entwicklung der Porzellanstadt in den letzten Jahren ein. „Unsere Kinder bekommen wieder Ausbildungs- und Arbeitsplätze in Selb“, zeigte sich Pötzsch erleichtert. Das sei jahrelang ein Problem gewesen. Deshalb hätten viele junge Selber Selb verlassen müssen. Jetzt stelle man fest, dass ein Teil davon wieder zurückkehre und sich in der alten Heimat sehr wohl fühle.

 

Die jahrelang verwaisten Gewerbegebiete seien jetzt von Investoren begehrt. Die Flächen hätten in den letzten Jahren nur entwickelt werden können, weil mit den Grundbesitzern auf Augenhöhe verhandelt worden sei. “Es wurde ein Vertrauensverhältnis geschaffen, mit dem Ergebnisse erzielt werden konnten“.

 

Mit Blick auf Wildenau stellte Pötzsch fest: „Die Aktiven Bürger stellen den Ortssprecher in fünf unserer Ortsteile.“ Deshalb kenne man die Bedürfnisse der Ortsteile sehr gut. In Wildenau sei es auch mit Hilfe der Bahnreaktivierung gelungen, die Bahnunterführung und die Ortsstraße zu erneuern, ohne die Anwohner finanziell belasten zu müssen. Längst fällig sei die Anschaffung eines modernen Feuerwehrautos gewesen. Ein Nebeneffekt sei die Begeisterung der jüngsten Feuerwehrleute gewesen. „Die Wildenauer Kinderfeuerwehr ist eine hervorragende Errungenschaft“, so Pötzsch. So beginne Nachwuchsarbeit, die Erfolg haben werde. Auf Vorschlag eines Wildenauers seien Schilder mit dem Hinweis auf die Hausnummern angebracht worden. Das Feuerwehrhaus sei mit WLAN ausgestattet, die Heizung erneuert worden. „Großes entwickeln und das Kleine nicht aus den Augen verlieren“, das sei der Weg, an dem er auch in Zukunft festhalten werde, versicherte Pötzsch. Man werde auch den Zustand der Wirtschaftswege und der Straßen im Dorf im Auge behalten. Im Zusammenhang mit den grenzüberschreitenden Radwegeplanungen sei man an einem guten Zustand derselben interessiert.

 

Selb, 03.02.2020

Dr. Klaus von Stetten


Bericht zur Wahlveranstaltung der Aktiven Bürger im Restaurant „Kreta“ am

Die Wahlveranstaltung der Aktiven Bürger im Hallenbadrestaurant „Kreta“ stand ganz im Zeichen der freundschaftlichen Beziehungen zwischen Selb und der tschechischen Nachbarstadt Asch. Als Gast begrüßte der Sprecher der Aktiven Bürger, Dr. Klaus von Stetten, den 2. Bürgermeister der Nachbarstadt, Pavel Klepacek und interessierte Selberinnen und Selber.

 

Oberbürgermeister Uli Pötzsch bezeichnete den 1. Bürgermeister von Asch, Dalibor Blazek und Pavel Klepacek als „Macher“, wenn es um die Verbesserung der bayerisch-tschechischen Kooperation und Freundschaft gehe. Von der Ernennung zum Oberzentrum würden beide Städte profitieren. „Zu einem  Oberzentrum gehören Einrichtungen wie ein Krankenhaus und bedeutende kulturelle Einrichtungen“, so Pötzsch. Begonnen habe die enge Zusammenarbeit mit dem gemeinsam verfolgten Ziel der Reaktivierung des historischen Bahnabschnitts zwischen Selb und Asch. Der Erfolg des Projekts habe die Nachbarn zusammengeschweißt. Die Bayerisch-Tschechischen Freundschaftwochen seinen ein weiterer Baustein bei der grenzüberschreitenden Entwicklung der Region. Pötzsch erinnerte sich an einen Besuch der Landesgartenschau in Bamberg im Jahr 2012: „Damals ist bei uns die Idee entstanden, eine zweite Landesgartenschau mit einer tschechischen Partnerstadt durchzuführen."  Hartnäckig sei man der Idee dann nachgegangen. Schließlich habe der damalige bayerische Ministerpräsident Horst Seehofer im Rosenthal Theater die Sonderform einer Landesgartenschau mit einer Sonderförderung zugesagt. Für eine übliche Landesgartenschau hätte die  Porzellanstadt damals die Eigenmittel nicht aufbringen können. „So sind die Bayerisch-Tschechischen Freundschaftswochen 2023 in Selb und Asch entstanden“, erläuterte Pötzsch. Insgesamt elf Infrastruktur-Projekte würden im Rahmen der Freundschaftswochen verwirklicht. Dazu gehöre auch die Gestaltung des Rosenthalparks zu einem Sport- und Erlebnispark. Das Bahnhofsareal werde von Altlasten befreit und wird sich nach Abschluss der Maßnahme attraktiv präsentieren. Die Renaturierung des Selbbachs mit Anlage eines Wasserspielplatzes in der Pfaffenleithe gehöre ebenso dazu, wie ein Radweg entlang der komplett sanierten Christoph-Krautheim-Straße. „Wir dürfen für dieses Entgegenkommen der bayerischen Staatsregierung dankbar sein“, sagte Pötzsch abschließend.

 

2. Bürgermeister Pavel Klepacek bedankte sich für die deutlich bessere Zusammenarbeit mit Asch seit 2013. Vorher habe Asch gemeinsame Projekte mit Bad Elster und Rehau durchgeführt. „Mit Selb war das nicht möglich“, bedauerte Klepacek. Leider würde den Bayerisch-Tschechischen Freundschaftswochen von der tschechischen Regierung nicht die Bedeutung zugemessen wie in Bayern. In Asch seien dazu 20 Projektideen ausgearbeitet worden. Man müsse um jede Krone mühsam kämpfen. Allerdings sei es der Stadt jetzt gelungen, ein Herzensprojekt gefördert zu bekommen. Auf dem ehemaligen evangelischen Friehof in Asch werde jetzt ein historischer Park angelegt, der mit Hilfe digitaler Präsentation auch an die Geschichte erinnern werde. Der Baubeginn sei für März 2020 eingeplant. Man wünsche sich auch eine Sanierung oder einen Neubau des Ascher Bahnhofs und den Bau von Radwegen und werde darum kämpfen.

 

Oberbürgermeister Pötzsch sprach das geplante BMW-Werk in Sokolov an. Beide Bürgermeister erwarten, dass Mitarbeiter des Werks im Bereich von Asch und Selb nach Wohnmöglichkeiten suchen werden. Auch vor diesem Hintergrund sei die Bedeutung einer durchgängigen Bahnlinie nicht hoch genug einzuschätzen.

 

Die anwesenden Besucher interessierten sich für die Zukunft des ehemaligen Wirtshauses am Ascher Hainberg. Bürgermeister Klepacek erläuterte, dass das Haus renoviert worden sei und der Besitzer eigentlich eine Eröffnung im November 2019 geplant habe. Er rechne jedoch mit einer Verögerung des Vorhabens. Sorge machte sich eine Besucherin über die Sicherheit in Selb im Zusammenhang mit der Auflösung der Selber Polizeiinspektion.

 

Die Zahl der Polizeikräfte in der Region mit verschiedenen Aufgaben sei gar nicht so klein, antwortete Oberbürgermeister Pötzsch. „Was wir allerdings vermissen sind mehr wahrnehmbare, also uniformierte Polizeikräfte in der Stadt“. Diese hätten seiner Auffassung nach abschreckende Wirkung, wenn es um Einbrüche und Vandalismus gehe. 

 

 

Selb, 01.02.2020

Dr. Klaus von Stetten


Bericht zur Wahlveranstaltung der Aktiven Bürger in Erkersreuth

„Wir haben viel bewegt in Selb“, stellte der Sprecher der Aktiven Bürger, Dr. Klaus von Stetten, bei deren Wahlveranstaltung in Erkersreuth fest. Und das obwohl man sich erst 1995 gegründet habe. Ziel der Aktiven Bürger sei es damals gewesen, auf dem Boden einer seriösen Finanzpolitik die attraktiven Kultur- und Sporteinrichtungen der Porzellanstadt zu erhalten und einen gut strukturierten Wiederaufbau zu verfolgen. Das Ziel sei heute fast erreicht. Zu verdanken sei das in den letzten sieben Jahren vor allem einem engagierten jungen Oberbürgermeister Pötzsch, der zusammen mit der Stadtverwaltung und dem Stadtrat Wege aufgezeigt habe, wie man die Stadt modernisieren könne, ohne Bewährtes aufzugeben. 

 

„Wo kommen wir her?“ Diese Frage müsse man sich heute stellen, knüpfte Oberbürgermeister Uli Pötzsch an die Ausführungen von Stettens an. Vor sieben Jahren habe er die Führung einer hoch verschuldeten Stadt übernommen. Es sei gelungen, die Verschuldung der Stadt zu halbieren und man sei wieder handlungsfähig. Die Zahl der Menschen ohne Beschäftigung sei auf einem historisch niedrigen Stand. Dabei biete Selb Attraktionen wie kaum eine andere Stadt vergleichbarer Größe in Bayern. „Die Selber sind zurecht wieder stolz auf ihre Stadt“, so Pötzsch. Beeindruckend sei schon, dass die Agentur für Arbeit erst kürzlich festgestellt habe, dass sich Selb vom einstigen Sorgenkind zur neuen „Boomtown“ in der Region entwickelt habe. So habe man inzwischen im Bereich „Verkauf“ die Spitze im Landkreis Wunsiedel übernommen.

 

Gleichzeitig könne man im Landkreisvergleich günstige Baugrundstück anbieten. Selb liege beim Quadratmeterpreis nach wie vor unter 100 Euro.

 

Auch den Breitbandausbau und damit schnelles Internet habe man flächendeckend verwirklicht. Das sei keine leichte Aufgabe gewesen, da Selb mit einer Fläche von 86  Quadratkilometern eine größere Flächenausdehnung als zum Beispiel Bayreuth (67 Quadratkilometer) und Bamberg (Bamberg 55 Quadratkilometer) aufweise. In diesem Zusammenhang sei auch die Leistung des städtischen Bauhofes zu würdigen, der auf der gesamten Fläche unter anderem für die städtischen Straßen zuständig sei.

 

In den nächsten Jahren sei es das Ziel, die Geschwindigkeit des Internets weiter auszubauen. Dazu müsse man die Anbieter überzeugen, die Kupferkabel zu den Häusern durch Glasfaser zu ersetzen.

 

Die Versorgung der Stadt mit regenerativer Energie sei auch auf einem guten Weg. „Inzwischen können wir alle Privathaushalte und ca. 30 Prozent der Wirtschaftsunternehmen in Selb mit grünem Strom versorgen“, erläuterte der Oberbürgermeister. Eine weitere Tatsache, auf die man in Selb durchaus stolz sein könne. „Hätten alle Kommunen in Bayern wie Selb gehandelt, müsste man über eine HGÜ-Trasse durch das Fichtelgebirge gar nicht diskutieren.“ Die Aktiven Bürger sehen Selb als Modellstadt, die ökonomische Entwicklung mit Umweltbewusstsein kombiniere.

 

Die Kandidatinnen und Kandidaten legten bei der anschließenden Vorstellung Wert auf Transparenz in der Stadtpolitik. Mit Uli Pötzsch fühle man sich in dieser Hinsicht mitgenommen.

 

In der folgenden Diskussion mit den anwesenden Erkersreuthern schlugen diese vor, den Rad- und Fußweg, der von den Rosenthal-Gärten kommend an der Reuth-Kreuzung ende, in Richtung Erkersreuth fortzuführen. Sorge würden den Anwohnern zudem die Aktivitäten in einer ehemaligen Lagerhalle an der Jahnstraße bereiten. Oberbürgermeister Pötzsch zeigte Verständnis für die Sorge. Derzeit würden die Nutzung und die damit verbundenen Emissionen vom Landratsamt Wunsiedel als zuständige Behörde geprüft. Eine für alle Beteiligten einvernehmliche Lösung sei auch der Wunsch der Stadtverwaltung. 

 

Selb, 25.01.2020

Dr. Klaus von Stetten


Bericht zur Wahlveranstaltung der Aktiven Bürger in Vielitz

Oberbürgermeister Uli Pötzsch und Ortsvorsitzender Dr. Klaus von Stetten konnten im Feuerwehrhaus eine ganze Reihe kommunalpolitisch interessierte Vielitzer begrüßen. Mit den Kandidatinnen und Kandidaten für die Stadtratswahl am 15. März waren die Aktiven Bürger vor Ort, um über die zahlreichen Themen zu informieren und Rede und Antwort zu stehen.

 

„Die jungen Selberinnen und Selber ernst nehmen und etwas für sie tun“, das sei den Aktiven Bürgern wichtig. Und da habe es in den letzten sieben Jahren nicht nur Lippenbekenntnisse gegeben, es sei tatsächlich einiges geschehen, stellte Klaus von Stetten fest. Nachdem der Wunsch der Veranstalter des Seifenkistenrennens, die Bahnhofstraße für diese Veranstaltung nutzen zu dürfen, damals nicht genehmigt worden sei, habe Oberbürgermeister Pötzsch dafür gesorgt, dass das Rennen seit 2013 dort und auch in der Hohenberger Straße stattfinden konnte. Er habe dafür gesorgt, dass ein Jugendbeirat installiert wurde, der seitdem sehr aktiv sei und das Stadtleben bereichere. Für die Kids sei ein neuer Skatepark entstanden. „Beeindruckend war, wie die Jugendlichen beim Bau begeistert mit angepackt haben“, erinnerte von Stetten. Sponsoren hätten sich beteiligt, es seien Graffiti-Wände aufgestellt worden. Der Skatepark sei inzwischen eine Attraktion für die Skaterszene der ganzen Region. Eine weitere Idee sei mit  dem Pumptrack an der Ascher Straße verwirklicht worden. Auch dieses Projekt  - überwiegend von Sponsoren aus der heimischen Wirtschaft finanziert – werde von Bikern, Rollerfahrern und sogar Rollstuhlfahrern sehr gut angenommen und habe weit über die Region Aufsehen erregt. „Die Stadt hat in die Eishalle investiert, weil dort auch Schüler und Jugendliche Eissport treiben“, stellte von Stetten klar. Das kommunale Kino mit Designcafé werde zwar ein Angebot für alle Altersklassen vorhalten, solle aber auch eine besondere Anziehung auf Kinder und junge Selberinnen und Selber ausüben. „Dafür haben wir gekämpft, und den Stadtrat schließlich überzeugt“, waren sich Pötzsch und von Stetten einig. Gegenüber des Kinos werde eine moderne Stadtbücherei entstehen, mit Zugriff auf ein großes Spektrum von digitalen Medien. Das Jugendtaxi sei von den Aktiven Bürgern im Stadtrat beantragt worden. Gleichzeitig habe man im Kreistag das landkreisweite Fifty-Fifty-Taxi eingebracht. Nach einer erfolgreichen Probephase habe das Fifty-Fifty-Taxi inzwischen das Jugendtaxi abgelöst und werde unbefristet forstgesetzt. „Will man etwas für die Jugend tun, darf man nicht nur reden, man muss auch handeln. Und das haben wir getan“, fasste Klaus von Stetten die Projekte zusammen.

 

Anschließend ging Oberbürgermeister Uli Pötzsch auf die Besonderheiten von Vielitz ein. Es sei ein Dorf mit gewachsener Struktur, die erhalten bleibe müsse. Über die Jahre hinweg sei die Zufahrt von Selb aus in so schlechtem Zustand gewesen, dass man sich entschlossen habe, diese von Grund auf zu verbessern. Dabei sei es gelungen, die stadtbildprägende Baumallee zu erhalten und so den ersten Abschnitt eines Rad- und Fußweges einzurichten. „Das ist eine Aufwertung für Vielitz, nicht nur für die Anwohner sondern auch für die Gäste des Hotels und der Ferienwohnungen“, sagte Pötzsch. Auch ein zeitgemäßes Feuerwehrfahrzeug sei, nicht nur wegen des Gefälles der Dorfstraße, längst überfällig gewesen. Zum immer wieder monierten Durchgangsverkehr habe man zunächst alle Optionen geprüft. Die Geschwindigkeits-messungen hätten so geringe Abweichungen ergeben, dass regelmäßige Radarmessungen durch die Polizei nicht gerechtfertigt gewesen seien. Bodenschwellen wären nicht auf die Begeisterung der Landwirte gestoßen. Die bestehende Rechts-vor-Links-Regelung sei durch die Beschilderung jetzt verdeutlicht worden und helfe mit, die gefahrene Geschwindigkeit im Dorf zu verringern. Die Maßnahme sei mit Anwohnern, Fahrlehrern, Polizei und Ortssprecher abgestimmt worden. Man werde aber von Seiten der Stadt die Entwicklung des Verkehrsaufkommens auch im Zusammenhang mit dem derzeit wachsenden, neuen Outlet-Center sehr genau beobachten und sich eventuell weitere Maßnahmen vorbehalten. Zum Vorschlag der anwesenden Vielitzer, zumindest einen einseitigen Fuß- und Radweg entlang der Ortsdurchfahrt zu ermöglichen, wies Uli Pötzsch auf die beengten Stellen hin. Es gebe Abschnitte, an denen Privatgrundstücke und darauf stehende Häuser bis an den Straßenrand reichen würden. Eine Umsetzung sei deshalb derzeit nur schwer vorstellbar. „Bei allem was wir in Selb tun, zählen wir auf die Mitarbeit der Selberinnen und Selber, auch auf unseren Dörfern“, erklärte der Oberbürgermeister abschließend.

 

Selb, 25.01.2020

Dr. Klaus von Stetten


Bericht zum Auftakt der  Wahlinformationsveranstaltungen in Silberbach.

„Die Aktiven Bürger treten nicht nur mit einer vollständigen Liste, sondern auch mit einem Oberbürgermeisterkandidaten Uli Pötzsch an, der die Stadt in den letzten sieben Jahren erfolgreich geführt hat."  So begrüßte Stadtrat Dr. Klaus von Stetten die Gäste der Wahlversammlung in Silberbach. Uli Pötzsch sei eine Persönlichkeit, die integrieren und begeistern könne. Polarisieren läge im fern. So sei es auch zu erklären, dass der Stadtrat in den letzten sieben Jahren sehr konstruktiv und sachlich zum Wohle der Stadt gearbeitet habe. Fast alle wichtigen Entscheidungen, insbesondere zu den großen Zukunftsprojekten der Porzellanstadt seien in dem Gremium einstimmig ausgefallen.

 

Am 15. März würden sich 24 Kandidatinnen und Kandidaten der Aktiven Bürger für ein Mandat im Stadtrat bewerben. „Erfreulich ist, dass zehn engagierte Frauen dabei sind“,  so von Stetten. Dafür wurde keine Quote benötigt.

 

In seinem kurzen Referat ging Oberbürgermeister Pötzsch auf seine erste Amtszeit ein. „Opposition ist leichter als regieren“, bemerkte er mit einem Augenzwinkern. Das hätten die Aktiven Bürger in den letzten Jahren realisiert, sich aber davon nicht irritieren lassen. Bei seinem Amtsantritt sei die wichtigste Aufgabe gewesen, mit einer vernünftigen Finanzpolitik den städtischen Haushalt zu sanieren. Ein genehmigter Haushalt sei eine Voraussetzung, die Eigenmittel für die zahlreichen Projekte der Stadt zu stemmen. „Nur Geld fordern, kommt bei den Ministerien nicht gut an“,  so Pötzsch. Man erwarte dort ausgereifte Ideen, die aus den Fördertöpfen bedient werden könnten. Das sei in den letzten Jahren gelungen. Dankbar sei er für die hohe Förderung mit bis zu 90 Prozent für verschiedene Vorhaben.  „Wir sind nicht nur auf einem guten Weg, wir können uns den Weg auch leisten“, stellte der Oberbürgermeister fest. In Silberbach seien drei größere Themen zu bearbeiten gewesen. Die Breitbandversorgung, die Radwegeanbindung und die Zukunft der Dorffeuerwehr.

 

Silberbach sei inzwischen mit schnellem Internet versorgt. Beim Radweg nach Selb habe man geduldig verhandelt, mit dem Ergebnis, dass der Bau zu 100 Prozent vom Freistaat finanziert werde. Bis Herbst 2020 soll der Radweg fertiggestellt sein. „Man muss auch einmal Geduld beweisen, gerade wenn es um die Finanzierung von Projekten geht“, kommentierte Pötzsch den zeitlichen Verlauf der Planungen.

 

Eine funktionierende Feuerwehr, auch auf den Dörfern habe für die Aktiven Bürger hohe Priorität. Dort sei sie nicht nur für den Brandschutz und technische Hilfeleistungen zuständig, sondern sei auch das soziale Zentrum, in dem ein Teil des Dorflebens stattfinde. Pötzsch sei deshalb dankbar, dass es auch auf Selbs Dörfern sehr gute ehrenamtliche Wehren gebe. Deshalb arbeite man schon länger an einer Lösung, wie man die Räumlichkeiten des Silberbacher Feuerwehrhauses erweitern könne. „Wir werden das nicht auf die lange Bank schieben, der amtierende Stadtrat soll sich noch damit beschäftigen“, verdeutlichte der Oberbürgermeister.

 

Anschließend stellten sich die anwesenden Kandidatinnen und Kandidaten der Aktiven Bürger vor. Einhellig waren sie der Auffassung, dass es motiviere, in der entstandenen Aufbruchsstimmung helfen zu können, die Stadt weiter positiv voranzubringen.

 

In der regen Diskussion mit den anwesenden Silberbachern war das Stadtbild ein zentrales Thema. Wolfgang Künzel schlug vor, mit der älteren Bausubstanz vor allem in der Innenstadt sorgfältig umzugehen. Uli Pötzsch erläuterte die derzeitige Strategie. Marode Gebäude müssten weichen, da ein privater Investor und auch die Stadt hier nicht mit wirtschaftlich vertretbaren Mitteln sanieren könnten. Man werde aber stets versuchen, insbesondere für das Stadtbild bedeutende Gebäude zu erwerben und diese einer sinnvollen Nutzung zuzuführen. Ein Käufer müsse an exponierter Stelle auch die Mittel haben, von Grund auf zu sanieren. Darauf werde man achten. Er erinnerte auch an die in den letzten Jahren geschaffenen Fördermöglichkeiten für Hausbesitzer im Sanierungsgebiet Innenstadt. Mit dem Tagesmütterhaus, dem FAM und JAM habe man mit Hilfe junger spanischer Architekten moderne Gebäude geschaffen, die in Architektenkreisen weltweit für Aufsehen gesorgt hätten.

 

Erhard Maier erkundigte sich nach einem Lückenschluss des Radwegs entlang der Staatsstraße zwischen Silberbach und Sommerhau. Das sei zwar derzeit nicht konkret geplant, da mit dem Radweg von Selb nach Silberbach der Anschluss an den Egerradweg geschaffen werde solle, stellte Pötzsch fest. Es sei aber ein Vorschlag, den man im Auge behalten müsse, da der Freistaat den Radwegebau entlang der Staatsstraßen sehr gut fördere.

 

Selb, 18.01.2020

Dr. Klaus von Stetten


Bericht vom Dezember-Stammtisch

„Die gebührenfreien Parkmöglichkeiten in der Innenstadt werden von den Kunden gelobt“, stellte der Sprecher der Aktiven Bürger bei deren Dezember-Stammtisch in der Gaststätte Schützengarten fest. Zum letzten Stammtisch der kommunalpolitischen Interessengemeinschaft im Jahr 2019 konnte Klaus von Stetten Oberbürgermeister Uli Pötzsch und 25 Gäste, darunter vier Stadträte, begrüßen.

 

Die Parkmöglichkeiten und die kommunale Überwachung waren zentrale Themen des Stammtisches. Oberbürgermeister Pötzsch erläuterte, dass sich die Parksituation in der Innenstadt merklich verbessert habe. Deshalb wolle man an der kommunalen Überwachung der parkenden Autos festhalten. Gerd Bock, auf dessen Initiative sich der Stadtrat mit der Parküberwachung beschäftigt hatte, ergänzte, dass ein geordnetes Abstellen der Autos den Fußgängern zugute komme. Gerade Senioren und Müttern mit Kinderwägen falle es leichter Gehwege zu nutzen oder die Straßen sicher zu überqueren. „Mit einer kommunalen Überwachung des fahrenden Verkehrs kann ich mich nicht anfreunden“, sagte Uli Pötzsch. Das werde von der Polizei sowieso schon übernommen. Außerdem sehe er keine Häufung von Verstößen, die ein zusätzliches „Blitzen“ durch städtische Überwacher notwendig machen würde. „Wir wollen keine ausufernde Reglementierung in Selb“, so der Oberbürgermeister. Die Stammtischbesucher machten darauf aufmerksam, dass in manchen Bereichen zu wenig Parkplätze zur Verfügung stünden. Klaus von Stetten wies darauf hin, dass insbesondere viele Wohngebiete einmal auf weniger Fahrzeuge ausgelegt waren. „Während vor 40 Jahren jeder Haushalt oft nur ein oder kein Fahrzeug besessen hat, kann man inzwischen von durchschnittlich 2 bis 3 Fahrzeugen pro Haushalt ausgehen.“ Man werde künftig noch mehr darauf achten, dass unbebaute Flächen hinsichtlich ihrer Gestaltung zu Parkflächen überprüft werden. In diesem Zusammenhang wurde auch der Place de Beaucouzé in der ehemaligen „Kraft“ angesprochen. Michelle Tyroff schlug vor zu prüfen, ob man den Platz verlegen könnte. Schließlich hätten die französischen Freunde aus der Partnerstadt doch eine Vorliebe für Picknicks im Grünen. Sie regte an, über einen Standort entlang des Selbbachs nachzudenken. Jana Mundel ergänzte, dass auch ein Bayerisch-Tschechischer Themenplatz in Selb gut zu den Bayerisch-Tschechischen Freundschaftswochen 2023 passen würde.

 

Wie sich die Nachfrage nach den jetzt entwickelten Baugrundstücken und nach Wohnungen in Mehrfamilienhäusern entwickle, wollte Günther Heinrich wissen. „Die Nachfrage ist groß“, beantwortete Uli Pötzsch die Frage. Dass sich manches Bauvorhaben in Selb verzögere, sei der guten Auftragslage der Bauunternehmen und Handwerksbetriebe geschuldet. Diese hätten kaum noch Kapazitäten um derzeit neue Aufträge in kürzeren Zeiträumen auszuführen. Das betreffe auch die Bauplätze an der Hartmannstraße und im Bürgerpark. Bei letzterem habe es zusätzlich noch Verzögerungen durch das Ergebnis der Prüfstatik ergeben. Man könne eben manchmal nicht voraussehen, wie sich der Untergrund zusammensetze.

 

Bianca Thiem-Mahdavi interessierte sich für den sozialen Wohnungsbau in der Porzellanstadt. Erfreut zeigte sich der Oberbürgermeister in diesem Zusammenhang, dass ein neues bayerisches Förderprogramm den sozialen Wohnungsbau erleichtern solle. Man wolle in Selb den sozialen Wohnungsbau wieder beleben. Dass sei aber in den letzten Jahren durch die drastisch gestiegenen Baukosten kaum möglich gewesen. Gleichzeitig sei die Mietbindung an die die staatliche Förderung gekoppelt und unverändert geblieben. „Einfachen, nicht sanierten Wohnraum zu reduzieren, ohne gleichzeitig kostengünstigen Ersatz zu schaffen ist keine Lösung",  ergänzte Klaus von Stetten.

 

Auf die Frage, warum auf der Baustelle des Outlet Center Selb die Baumaschinen abgezogen worden seien, erklärte Uli Pötzsch, dass die dortigen Abrißarbeiten früher als  geplant beendet werden konnten. Deshalb habe die Firma die Baumaschinen vorübergehend an anderen Bauplätzen eingesetzt. Alles sei im Zeitplan.

 

Günther Heinrich schlug vor, zur Fassadengestaltung in Selb die Fachschule für Produktdesign einzubinden. Er nannte positive Beispiele aus der frazösischen Stadt Lyon, die von Dr. Wolfgang Kaiser um sehenswerte Lösungen in der belgischen Stadt Mons ergänzt wurden.

 

Zu den bevorstehende Kommunalwahlen wünschte sich Klaus von Stetten einen sachlichen Umgang mit den Mitbewerbern. Es sei auch nicht zielführend, bundespolitische Themen mit kommunalen Angelegenheiten zu vermengen. „Bei den Kommunalwahlen am 15. März 2020 geht es um die Städte und Gemeinden vor Ort und den Landkreis Wunsiedel und deren Belange“, so von Stetten abschließend.

 

Dr. Klaus von Stetten

Selb, 07.12.2019


Bericht von der Nominierungsversammlung zur Kommunalwahl 2020

Selb befindet sich im Aufschwung“, stellte der Sprecher der Aktiven Bürger, Dr. Klaus von Stetten bei deren Nominierungsversammlung in der Gaststätte Weismainer Stuben fest. Er konnte dazu Oberbürgermeister Uli Pötzsch, sowie 40 Mitglieder und Gäste begrüßen.

 

Die Aktiven Bürger könnten seit den letzten Oberbürgermeisterwahlen auf sieben Jahre erfolgreiche Kommunalpolitik zurückblicken. Noch nie wurden in der Geschichte der Porzellanstadt so viele positive Veränderungen auf den Weg gebracht, wie in diesem kurzen Zeitraum. Die Einwohnerzahl steige wieder, die Arbeitslosenzahl sei auf einem Tiefstand, die Wirtschaftsunternehmen hätten rund 100 Millionen Euro investiert. Konkrete Projekte der Energiewende seien verwirklicht worden. Es sei deshalb ein Glücksfall, dass diese Entwicklung von einem engagierten Oberbürgermeister Uli Pötzsch begleitet werde. Pötzsch sei ein Macher, einer der zuhören und ausgleichen könne, ein perfekter Vertreter der Stadt bei schwierigen Verhandlungen. Er genieße nicht nur bei den Selberinnen und Selbern großes Ansehen, sondern auch bei allen Verwaltungsebenen bis zur Bayerischen Staatsregierung. Das Image der Porzellanstadt habe von der Person Pötzsch profitiert.

 

„Es freut mich deshalb, dass für Uli Pötzsch kein Zweifel bestand, wieder als Oberbürgermeister zu kandidieren“, so von Stetten weiter. Die Aktiven Bürger hätten seit ihrer Gründung 1995 bei jeder Kommunalwahl einen Oberbürgermeisterkandidaten präsentieren können.

 

Auch die achtköpfige Stadtratsfraktion habe gute und sachliche Arbeit für Selb geleistet und viele Ideen in die Stadtpolitik eingebracht.

 

Bei seiner Zwischenbilanz zeigte sich der Sprecher besonders beeindruckt von der Sanierung des städtischen Haushalts und einem Konzept, das der Entwicklung der Stadt eine Struktur gegeben habe. Dabei gehe es nicht nur um den Masterplan für die Innenstadt. „Dankbar bin ich allen Mitgliedern des Stadtrats, dass sie trotz der  Auseinandersetzungen in der Sache stets die wichtigen Entscheidungen für die Zukunft der Stadt mit getragen haben“, lobte von Stetten auch die beiden anderen Fraktionen. Das sei nicht in jeder Stadt so. Es habe fast nur einstimmige Beschlüsse gegeben, weil die einzelnen Projekte und Vorlagen von der Stadtverwaltung gut vorbereitet worden seien.

 

„Unser Auftrag ist es, das Beste für Selb zu machen“, stellte Oberbürgermeister Ulrich Pötzsch im Rückblick auf seine erste Amtszeit klar. An der Spitze der Stadtverwaltung zu stehen bedeute, zweihundert Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter wie ein Unternehmen zu führen. Dazu gehöre der seriöse Umgang mit den Finanzen, aber auch, sich der Verantwortung bewusst zu sein und stets zu planen, wie es bei der Stadtentwicklung weiter gehen soll. „Bei allen Entscheidungen habe ich das Wohl der Menschen und unserer Stadt im Sinn“, erklärte Pötzsch. Er habe das Amt 2013 bei einem Schuldenstand von 40 Millionen Euro übernommen mit der Aussicht, dass die Stadt im Laufe der Jahre bei einer Verschuldung von 60 Millionen Euro landen werde. „Der Haushalt der Stadt war ein Sanierungsfall." Inzwischen habe man die Schulden der Stadt auf rund 20 Millionen halbieren können. Wichtig sei ihm zunächst ein von der Regierung anerkanntes Konsolidierungskonzept gewesen, die Grundlage für den Erhalt von staatlichen Stabilisierungshilfen in Millionenhöhe. Das sei gelungen. Selb habe inzwischen die niedrigste Pro-Kopf-Verschuldung der drei größten Städte im Landkreis.

 

„Trotz aller Sparmaßnahmen haben wir mit Augenmaß investiert“, so der Oberbürgermeister. „Wir haben einen Fahrplan für die Zukunft entwickelt." Alle derzeit laufenden oder geplanten Projekte hätten einen Mehrwert für die Stadt. Als Beispiel nannte er das gemeinsame Oberzentrum mit der tschechischen Nachbarstadt Asch. Das sei eben kein „Titel ohne Mittel“, sondern bringe deutliche Vorteile, was sich auch auf die Standortsicherheit des Selber Krankenhauses auswirke. Alle Themen, die sich die Aktiven Bürger vor sieben beziehungsweise sechs Jahren vorgenommen und auf ihrer Wahlwerbung abgebildet hätten, seien umgesetzt oder auf den Weg gebracht worden. Transparenz und die Nähe zu den Selberinnen und Selbern habe er sich auf die Fahnen geschrieben. Das entspreche seiner Überzeugung.

 

Bei der anschließenden Nominierung wurden sowohl Uli Pötzsch als Oberbürgermeisterkandidat, als auch die vierundzwanzig Kandidaten für den Stadtrat einstimmig aufgestellt.

 

Uli Pötzsch bedankte sich bei den Mitgliedern mit den Worten: „Nicht nur wir, sondern alle Selber sind wieder stolz auf unsere Stadt." Es freue ihn, dass so viele positiv gestimmte Selberinnen und Selber sich den Aktiven Bürgern angeschlossen hätten, um so an der Entwicklung ihrer Heimatstadt mitzuwirken. Darunter seien auch junge Leute, die die Stadt aus beruflichen Gründen einst verlassen hätten, aber jetzt gerne zurückgekehrt seien. Die Liste biete ein Spektrum aller Altersgruppen. Erfahrung paare sich hier mit Aufbruchsstimmung. Beachtlich sei auch der Anteil von zehn Frauen. 

 

Klaus von Stetten versprach eine Wahlwerbung, bei der nicht nur die Kandidaten, sondern insbesondere die Inhalte der Stadtpolitik im Mittelpunkt stehen würden. Die Kandidatinnen und Kandidaten der Aktiven Bürger würden sich dadurch auszeichnen, dass sie bei ihrem ehrenamtlichen Engagement wenig Aufheben um die eigene Person machen würden. Eine wesentliche Motivation der Kandidaten, die für die Aktiven Bürger antreten sei die Überzeugung: „Wir lieben Selb!“. Man wolle sich deshalb gemeinsam für eine gute Außenwirkung der Stadt einsetzen.

 

„Wir respektieren jeden, der sich mit einer freiheitlichen und demokratischen Gesinnung für ein Stadtratsmandat oder als Oberbürgermeister in Selb bewirbt“, verdeutlichte von Stetten abschließend mit Blick auf die Mitbewerber um Stadtratssitze.

 

Neben dem Oberbürgermeisterkandidaten Ulrich Pötzsch treten folgende Kandidatinnen und Kandidaten auf der Liste der Aktiven Bürger bei den Kommunalwahlen am 15. März 2020 an:

 

 

1.      Ulrich Pötzsch, 48 Jahre, Oberbürgermeister

 

2.      Ramona Jülke-Miedl, 33 Jahre, Betriebswirtin (VWA)

 

3.      Dr. Klaus von Stetten, 60 Jahre, Arzt

 

4.      Anneliese Schade, 62 Jahre, Verwaltungsangestellte

 

5.      Michael Sporer, 40 Jahre, selbst. Medienunternehmer

 

6.      Christian Pich, 41 Jahre, Speditionskaufmann

 

7.      Hans-Jürgen Hahn, 50 Jahre, Kfz-Meister

 

8.      Michelle Thyroff, 36 Jahre, Assistentin Qualitätsmanagement

 

9.      Klaus Meier, 59 Jahre, Sparkassenbetriebswirt

 

10.  Margarita Gebert, 34 Jahre, Produktdesignerin

 

11.  Sebastian Graske, 25 Jahre, Referent Vertriebsmanagement

 

12.  Martin Groeper, 45 Jahre, selbst. Geschäftsführer

 

13.  Timo Kluth, 26 Jahre, Masterstudent

 

14.  Bianca Thiem-Mahdavi, 28 Jahre, Bibliothekarin

 

15.  Joachim Benker, 30 Jahre, selbst. Veranstaltungstechniker

 

16.  Jana Mundel, 33 Jahre, Rechtsanwältin

 

17.  Sofia Bungart, 31 Jahre, Erzieherin

 

18.  Elke Schertel, 59 Jahre, Dipl.-Sozialpädagogin

 

19.  Jasmin Hoffmann, 38 Jahre, Zahntechnikerin

 

20.  Heinz Schade, 62 Jahre, Kaufmännischer Angestellter

 

21.  Gerhard Bock, 79 Jahre, Rentner

 

22.  Dr. Wolfgang Kaiser, 59 Jahre, FMEA-Moderator

 

23.  Florian Röder, 25 Jahre, Konstrukteur

 

24.  Heike Kirschneck, 47 Jahre, Auszubildende

 

 

gez. Dr. Klaus von Stetten


Bericht vom Oktober-Stammtisch

Auch das Gewerbegebiet Selb West war Thema beim Oktober-Stammtisch            (Foto: Florian Miedl)
Auch das Gewerbegebiet Selb West war Thema beim Oktober-Stammtisch (Foto: Florian Miedl)

Miteinander reden – das hat für die Stadtpolitik der Aktiven Bürger einen hohen Stellenwert“, stellte deren Sprecher Dr. Klaus von Stetten beim Oktober-Stammtisch in der Gaststätte „Eisstadion“ fest. 36 Mitglieder und Gäste waren gekommen, um mit Oberbürgermeister Uli Pötzsch über die Bedeutung der Kommunikation in der Kommunalpolitik zu diskutieren. Viele Projekte in der Porzellanstadt hätten in den letzten sechs Jahren auf der Basis vertrauensvoller Gespräche entwickelt werden können. So habe man die Weichen für eine sinnvolle Flächennutzung auf dem Gelände der ehemaligen Hutschenreuther B stellen können. In einem ersten Schritt sei so eine neue Produktionshalle der Firma Netzsch entstanden, Parkplätze für Rosenthal seien neu platziert worden und nun sollen die neuen Studios für die Fachschule für Produktdesign auf dem Gelände errichtet werden.

 

„Die Entwicklung einer großen Gewerbefläche aus einem Guss im Industriegebiet West ist durch faire Verhandlungen mit den Grundstückbesitzern möglich geworden“, erläuterte Uli Pötzsch. Gleichzeitig habe man den historisch gewachsenen Standort der Spielvereinigung Selb 1913 erhalten können. Die gesamte Innenstadt-Entwicklung zwischen dem derzeit neu entstehenden Outlet Center Selb und dem Rosenthal Outlet Center über Marienplatz, Sparkassenplatz und das ehemalige Kaufhaus Storg sei nur möglich, weil mit den Besitzern von Häusern und Grundstücken auf Augenhöhe gesprochen werde. Gleiches habe man für die Wohnbebauung zugrunde gelegt, die jetzt an den Start gehe. Ohne ein faires Miteinander wäre man im künftigen Baugebiet Stopfersfurth noch längst nicht so weit. Das gelte auch für die Neubaugebiete auf der Kappel. Mit dem Blick auf künftige Bauherren werde die Erschließung der Grundstücke mit großer Sorgfalt geplant um spätere Überraschungen zu vermeiden.

 

Ramona Jülke-Miedl erinnerte daran, dass unter anderem die solide Haushaltspolitik von Uli Pötzsch die Basis dafür sei, dass sich die Stadt die Eigenmittel für überwiegend hoch geförderte Zukunftsprojekte in Selb leisten könne. „Schuldenabbau bei gleichzeitig sinnvollen Investitionen ist das Finanzrezept der Aktiven Bürger“, verdeutlichte die Stadträtin. Zu den sinnvollen Investitionen gehöre auch das kommunale Kino in Selb, zeigte sich Michelle Thyroff überzeugt: „Für die Selber Unternehmen ist ein funktionierendes Kino ein wichtiger Standortfaktor“. Das hätten diese mit ihren Spenden in sechstelliger Höhe signalisiert. Den Mitarbeitern müssten attraktive Freizeiterlebnisse geboten werden. Auch hier habe man vom vertrauensvollen Austausch mit dem ehemaligen Kinobesitzer profitiert.

 

Ein Seifenkistenrennen in der Bahnhofstraße oder in der Hohenberger Straße sei vor Jahren noch undenkbar gewesen, erinnerte Ramona Jülke-Miedl. Die Aktiven Bürger würden stets tüfteln, wie etwas gehen könnte, und nicht von vorneherein über Hindernisse nachdenken.  

 

„Miteinander reden – dazu gehört auch die von den Aktiven Bürgern bereits vor Jahren eingeführte Bürgersprechstunde im Rahmen der Stadtratssitzungen“, erinnerte Klaus von Stetten. Es gebe darüber hinaus eine Bürgersprechstunde des Oberbürgermeisters und auch beim Stadtentwicklungsprozess habe die Beteiligung der Selberinnen und Selber einen hohen Stellenwert. Viele hätten sich bereits schon in den zahlreichen Arbeitskreisen und Gremien beteiligt. Im Gespräch mit den interessierten Selbern sei die Stadtverwaltung auch in der Informationsstelle im Gebäude Schillerstraße 1. „Die bisherigen Veranstaltungen wurden gut besucht“, berichtete Uli Pötzsch.

 

Stadträtin Anneliese Schade verdeutlichte den Wert einer positiven Medienkommunikation. „Unsere Gäste sollen sich auf den Besuch unserer Porzellanstadt freuen.“ Deshalb sei die Imagepflege auch Aufgabe der Kommunalpolitik. „Wir wollen über die positiven Dinge in Selb öffentlich reden und an den Dingen, die verbessert werden müssen, arbeiten, ohne sie immer wieder in den Medien breitzutreten“, skizzierte Klaus von Stetten das Selbstverständnis der Aktiven Bürger.    

 

Selb, 11.10.2019

Dr. Klaus von Stetten


Bericht vom September- Stammtisch

„Die rege Bautätigkeit zeigt, dass sich unsere Stadt positiv entwickelt“, stellte Oberbürgermeister Uli Pötzsch beim September-Stammtisch der Aktiven Bürger in der Gaststätte Weismainer Stuben fest. Dreißig Besucher waren gekommen, um sich über Aktuelles in der Stadtpolitik zu informieren. Natürlich seien die Bauvorhaben mit vorübergehenden Beeinträchtigungen des Verkehrs verbunden. Die erforderlichen Umwege seien jedoch zumutbar, entstehe doch eine verbesserte Verkehrsführung und Straßenqualität. Wo immer möglich würden auch Radwege entlang der sanierten Straßen eingeplant, so beidseitig entlang der zum Neubau anstehenden Christoph-Krautheim-Straße, und im Endausbau auch entlang der Hohenberger Straße. Viele Selber seien erleichtert, dass für die „Buckelpiste“ dort ein Ende in Sicht sei. Die Stadtentwicklung, die vom gesamten Stadtrat getragen werde, laufe nach Plan. Der Oberbürgermeister bat um Verständnis für die in den nächsten Jahren damit verbundenen Straßensperrungen. „Wir brauchen für die moderne Gestaltung unserer Stadt Mut, Geduld und den Willen zu Veränderungen, die unsere Stadt fit für die Zukunft machen“, so Uli Pötzsch.

 

Ein Thema waren die Veränderungen im Bereich des Gerberplatzes. Hier sei es notwendig gewesen, viele Bedürfnisse unter einen Hut zu bringen. Im Gespräch mit Anwohnern und Gewerbetreibenden sei es dort gelungen, einen Konsens für die „gute Stube“ der Innenstadt zu finden. Die Standflächen für Autos seien definiert und eingezeichnet worden. Über eine Nutzung des Platzes durch Gastronomiebetreibe würden sich die Aktiven Bürger freuen. Brigitte Heinrich schlug vor, wieder eine Schild mit der Bezeichnung „Gerberplatz“ anzubringen, wenn möglich aus Porzellan.

 

Einen Rückblick auf die Badesaison im Waldbad „Langer Teich“ gab Stadtrat Dr. Klaus von Stetten. „Im bereits zweiten trockenen und heißen Sommer in Folge ist das Naturbad bis auf die letzten drei Wochen der Saison sehr gut angenommen worden“, sagte von Stetten. Dass heuer gegen Ende der Badesaison Blaualgen die vorübergehende Schließung erforderlich gemacht hätten sei der Wasserknappheit und damit dem eingeschränkten Wasserumsatz im Teich geschuldet gewesen. Es seien in der Vergangenheit bereits verschiedene Maßnahmen ausprobiert und auch eingesetzt worden. Es gebe einen „Runden Tisch“ der sich regelmäßig mit der grundsätzlich guten Wasserqualität im Waldbad auseinandersetze. Hier sei auch das Wasserwirtschaftsamt beteiligt. Man werde auch künftig keine Chemie zur Bekämpfung von Algen und unliebsamen Wasserpflanzen einsetzen. „Wir werden weiter kontinuierlich an einer Verbesserung der Infrastruktur des Waldbades arbeiten und die Mittel dafür einsetzen“, so Klaus von Stetten. Dankbar sei man dem Förderverein für sein unermüdliches Engagement.

 

Als besonderes Ereignis im Veranstaltungskalender der Stadt lobten die Stammtischbesucher das „Festival Mediaval“ auf der Goldberganlage. Das Festival sei auch im zwölften Jahr ein Magnet für Mittelalter-Fans aus ganz Deutschland und vieler benachbarter Staaten geworden. Und die rund 25.000 Besucher von auswärts seien begeistert von der Qualität der Veranstaltung. „Das Festival sorgt für ein positives Image unserer Stadt“, zeigte sich Klaus von Stetten überzeugt. Viele Besucher würden auch außerhalb der Festivaltage wiederkommen. Die direkten Anwohner, die sich nicht zu den Liebhabern der Mittelalterkultur zählen, bat er um Verständnis und Toleranz für die Einschränkungen während des Festivals. Abgesehen von Wiesenfest und Festival Mediaval könne man die Goldberganlage an 48 von 52 Wochen im Jahr auch ohne Trubel genießen.

 

Anschließend zeigte sich Oberbürgermeister Uli Pötzsch sehr zufrieden mit dem ehrenamtlichen Engagement in der Porzellanstadt. „Viele Selberinnen und Selber verstehen, dass wir unsere Stadt nur gemeinsam weiter nach vorne bringen können“. Ideen und konstruktive Kritik von ehrenamtlich engagierten Bürgern seien bei der Stadtentwicklung von großem Wert und würden auch besonders ernst genommen. Er freue sich, dass die Stadt auch dieses Jahr wieder die Sportförderung als freiwillige Leistung an alle förderungsberechtigten Sportvereine ausbezahlen konnte. Das sei wegen des genehmigten Haushaltes nicht gefährdet gewesen.  

 

Klaus von Stetten informierte die Stammtischbesucher, dass die Aktiven Bürger im November 2019 ihre vollständige Liste nominieren und bekanntgeben werden. Man werde kontinuierlich und in Ruhe, wie schon immer in den Jahren zwischen den Kommunalwahlen, Ideen entwickeln und umsetzen. Hektisches Agieren nur in den Monaten vor einer Wahl passe nicht in das eigene Konzept einer soliden Stadtpolitik.

 

Michelle Thyroff erinnerte die Stammtischbesucher daran, dass am 26. September der nächste Informationsabend der Stadtverwaltung zur Stadtentwicklung in den Räumen des Gebäudes Schillerstraße 1 stattfinden werde.  

 

Selb, 08.09.2019

Dr. Klaus von Stetten


Bericht zur Jahreshauptversammlung im Juni 2019

Mit dieser Führungsmannschaft gehen die Aktiven Bürger in das bevorstehende Wahljahr: v.l. Sprecher Dr. Klaus von Stetten, seine Stellvertreter Ramona Jülke-Miedl und Uli Pötzsch. Neu in der Führungsriege: Michelle Thyroff als Kassiererin. Fotos: Gebert
Mit dieser Führungsmannschaft gehen die Aktiven Bürger in das bevorstehende Wahljahr: v.l. Sprecher Dr. Klaus von Stetten, seine Stellvertreter Ramona Jülke-Miedl und Uli Pötzsch. Neu in der Führungsriege: Michelle Thyroff als Kassiererin. Fotos: Gebert

Wir sind zusammen mit den Selberinnen und Selbern auf einem guten Weg“, stellte der Sprecher der Aktiven Bürger Selb, Dr. Klaus von Stetten bei deren Jahreshauptversammlung in der Gaststätte Naturfreundehaus erfreut fest. „Was von Klaus Cullmann initiiert, 1995 als Bürgerinitiative begonnen hat, ist zum Erfolgsmodell geworden“. Er begrüßte 32 Mitglieder, darunter die anwesenden Stadträte und Oberbürgermeister Uli Pötzsch zu der letzten Jahreshauptversammlung vor den Kommunalwahlen im März 2020. Rückblickend sagte von Stetten, dass Selb in den letzten sechs Jahren eine so positive Entwicklung erlebt habe, wie in den vierundzwanzig Jahren vorher nicht.

 

Auch Oberbürgermeister Uli Pötzsch zeigte sich bei seiner Begrüßung zufrieden und zuversichtlich. „Die Aktiven Bürger leisten Kommunalpolitik auf höchstem Niveau“, so das Stadtoberhaupt. Dabei habe man stets auf den direkten Kontakt zu den Bürgern geachtet. Und nicht nur das. „Wir haben nicht nur einen wirklich guten Draht zur Staatsregierung, sie kommt deshalb auch auf uns zu und unterstützt unsere Projekte.“ Die eingeleitete und umfassend geplante Stadtentwicklung würde mit großen Veränderungen einhergehen. Das verlange Mut. „Es freut mich wie die Selber mitgehen und stolz darauf sind, dass sich unsere Stadt positiv verändert“. Derzeit würden 55 Projekte mit bestem Know-How der Stadtverwaltung geplant und umgesetzt. Dabei sei es gelungen, hohe Fördersummen von Bund und Land nach Selb zu holen. Gleichzeitig habe man in den letzten fünf Jahren mit Hilfe der Staatsregierung die Schulden der Stadt um 20 Millionen Euro bis unter 20 Millionen Euro reduziert. 2013 habe er die Stadtkasse mit über 40 Millionen Euro Schulden übernommen. Die damalige Prognose habe für 2020 eine Schuldenlast von 70 Millionen Euro erwartet. „Jetzt stehen wir finanziell auf gesunden Füßen und können den Eigenanteil an unseren zahlreichen Vorhaben stemmen“, so Pötzsch. Er bedankte sich bei den Aktiven Bürgern für ihren immensen Einsatz für die Stadt und die zahlreichen guten Ideen, die fast alle umgesetzt worden seien.

 

In seinem Bericht aus dem Ortsverband und der Stadtratsfraktion zog Klaus von Stetten dann eine beeindruckende Bilanz.

Die ansässigen Wirtschafts- und Handelsbetriebe hätten große Summen investiert und viele zusätzliche Arbeitsplätze geschaffen. Sie seien dabei von der Stadtverwaltung bestmöglichst unterstützt worden. So sei zum Beispiel das ehemalige Hutschenreuther-B-Gelände für die Vorhaben der anliegenden Unternehmen aufbereitet worden. Netzsch habe eine moderne Produktionshalle errichtet. Es sei nun genügend Platz vorhanden um moderne Designstudios für die Schule für Produktdesign entstehen zu lassen. Im Westen sei direkt an der A93 ein großes zusammenhängendes Industriegebiet entstanden, für das es bereits konkrete Interessenten gebe. Weitere Unternehmen hätten in Produktion und Ausbildung investiert. Es sei Aufgabe der Stadt dafür zu sorgen, dass sich die Mitarbeiter der Unternehmen in Selb wohl fühlen könnten. Deshalb habe man für die jungen Selber einen Pumptrack und einen Wavegarden gebaut und für den Erhalt des Selber Kinos gesorgt. Ihre Dankbarkeit für die gute Zusammenarbeit mit der Stadt hätten die Unternehmen mit großzügiger finanzieller Unterstützung vieler dieser „weichen“ Standortfaktoren gezeigt. Die größte Investition seien derzeit drei Projekte zur Stadterneuerung: das Factory Outlet im Westen der Stadt, der Umbau von Marienplatz, Marienstraße und Sparkassenplatz und die „neue Mitte“ zwischen Sparkassenplatz und Rathaus. Alles sei mit einem seriösen Investor solide geplant und werde schrittweise umgesetzt. „Wer einen Blick in die Ofenhalle der ehemaligen Heinrich-Fabrik wirft, kann erahnen, was hier Großartiges entsteht“, so von Stetten. Auch die Sicherung der Selber Bahnanbindung mit der durchgehenden Verbindung von Hof über Selb nach Eger zähle ebenso zu den wichtigen Standortfaktoren wie ein Wasserspielplatz und ein attraktives Waldbad. Im ehemaligen Bürgerpark entstünden gerade eine moderne Stadtbücherei und siebzehn barrierefreie Wohnungen. Seriös geplante Baugebiete würden auf der Kappel, an der Hartmannstraße und in Stopfersfurth entstehen. Die Stadt und ihre Dörfer seien inzwischen nahezu flächendeckend mit Breitband versorgt. Hier sei man vergleichsweise schnell gewesen. In Erkersreuth und in der Jahnstraße entstünden neue Kindertagesstätten, in der Jahnstraße zudem eine moderne Pflegeeinrichtung. In die Eissporthalle sei in den letzten drei Jahren ein Millionenbetrag investiert worden.

 

Aus der Idee einer grenzüberschreitenden Landesgartenschau seien die Bayerisch-tschechischen Freundschaftswochen 2023 entstanden. Auch hier würden Förderbeträge in Millionenhöhe nach Selb fließen um zeigen zu können, wie attraktiv sich das Leben an der Grenze zu Tschechien inzwischen entwickelt habe. Die besonders guten Beziehungen zur Nachbarstadt Asch hätten zur Anerkennung eines Oberzentrums geführt.

 

Die Feuerwehren in Selb würden jetzt nach und nach mit modernen Fahrzeugen und Material ausgestattet, die Zusammenarbeit habe sich hervorragend entwickelt. Es gebe einen aktiven Seniorenbeirat und einen engagierten Jugendbeirat, neue Vereine wie SelbKultur und der Förderverein Kino seien entstanden und die Aktiven Bürger würden sich hier mit Herzblut einbringen. Der Seniorenbus und das Jugendtaxi, das jetzt auf den ganzen Landkreis ausgedehnt werde, sei von den Aktiven Bürgern entwickelt worden. Uli Pötzsch habe seine Idee des „Carsharings“ kürzlich mit Hilfe von Sponsoren umgesetzt. Zusammen mit der ESM habe man in Vielitz einen Windpark mit Bürgerbeteiligung errichtet. Der Selbbach werde renaturiert, Blühwiesen würden in den nächsten Jahren an vielen Ecken in Selb entstehen. Die innerstädtischen Parks würden aufgewertet. Man habe Selb als „Grüne Stadt“ stets im Blick. Froh seien die Aktiven Bürger, das es in den letzten sechs Jahren immer gelungen sei zu mindestens eine Mehrheit im Stadtrat mitzunehmen, auch wenn das bei einigen Projekten nicht ganz leicht gewesen sei.

 

„Gute kommunalpolitische Arbeit findet zwischen und nicht nur unmittelbar vor den Wahlen statt“, verdeutlichte von Stetten zum Ende seines Berichts. Man werde an der Seite von Uli Pötzsch mit einer kompetenten Stadtratsliste antreten mit dem Ziel, die Porzellanstadt mit Herz und Augenmaß, zusammen mit den Selberinnen und Selbern weiter zu entwickeln. „Wir lieben Selb“, schloss der Sprecher mit Augenzwinkern.

 

Bei den anschließenden Wahlen wurden Dr. Klaus von Stetten und seine beiden Vertreter Ramona Jülke-Miedl und Uli Pötzsch einstimmig in ihren Ämtern bestätigt. Neu in der Führungsmannschaft ist die ehemalige Porzellankönigin Michelle Thyroff, die ebenfalls einstimmig zur Kassiererin gewählt wurde.

 

Selb, den 30.06.2019

Dr. Klaus von Stetten