Aktuelles

Pressemitteilung zum Juni-Stammtisch

 „Nach intensiver Diskussion hat sich der Stadtrat mehrheitlich für ein kommunales Kino in Selb entschieden“, zeigte sich Dr. Klaus von Stetten, der Sprecher der Aktiven Bürger, beim jüngsten Stammtisch der Interessengemeinschaft erleichtert. Er erwarte jetzt, dass alle guten Demokraten diese Entscheidung respektieren und man sich gemeinsam für die Umsetzung dieser Idee engagieren werde. Martin Groeper regte an, bei den geplanten Baumaßnahmen im Bürgerpark auch für ausreichend viele Parkplätze für Kino und Stadtbücherei zu sorgen. Schließlich erwarte man für beide Einrichtungen auch Gäste aus dem gesamten Landkreis. Martin Pape ergänzte, dass auch das „Forum Selb erleben“ erleichtert über die Stadtratsentscheidung pro Kino sei. Das Kino mit einer neuen Ausrichtung sei zusammen mit der geplanten Stadtbücherei gegenüber ein wichtiger Beitrag für das Leben in der Innenstadt.

 

Ein weiteres Thema der Stammtischbesucher war die Attraktivitätssteigerung des Selbbachs auf seinem Weg durch die Stadt. „Wasser ist immer ein Magnet“, erläuterte Klaus von Stetten die bereits geplanten Maßnahmen. Mit von der Partie seien  das Wasserwirtschaftsamt und die Abwassergesellschaft (AWS). Die Aktiven Bürger hätten bereits Ideen entwickelt. So könnten Steintreppen direkt am Wasser zum Verweilen einladen. Auch mit Lichteffekten könne man den Selbbach besser in Szene setzen. Denkbar seien auch Wasserräder und Hinweistafeln zur bewegten Geschichte des Gewässers. Ein entscheidender Schritt sei jedoch die Verbesserung der Wasserqualität. Hier sei die Hilfe der AWS unverzichtbar.

 

 

Eine bessere Werbung für Selb und sein Eisstadion durch die Tourismuszentrale Fichtelgebirge wünschten sich die Aktiven Bürger. So würden zum Beispiel auf deren Internetseite 14 Städte aus dem Fichtelgebirge und der benachbarten Oberpfalz unter der Rubrik „Eislaufen“ aufgeführt, Selb mit seiner Eissporthalle fehle jedoch, der attraktive Eishockeysport in Selb komme überhaupt nicht vor. Es wurde vorgeschlagen, bei den auswärtigen Eishockey-Fans für Selb und den Landkreis zu werben. Die Landkreisaktion „Freiraum für Macher“ würde sich dazu eignen.

 

 

Die Stammtischbesucher diskutierten auch über den versiegelten Place de Beaucouze in der ehemaligen „Kraft“. Klaus von Stetten wies darauf hin, dass die französischen Freunde aus der Partnerstadt eine besondere Vorliebe für Picknicks in der Natur hätten. Neben Verbesserungen für den Platz solle man auch über eine Verlegung des Platzes an einen anderen Standort nachdenken.

 

Klaus von Stetten, 09.06.2018

 

Rede des Fraktionsvorsitzenden der Aktiven Bürger, Klaus von Stetten, zum Kino in der Stadtratssitzung am 16.05.2018

 „Wir beschäftigen uns seit acht Wochen mit einem kommunalen Kino mit neuer Ausrichtung, die auf die Wünsche und Bedürfnisse der kulturinteressierten Selberinnen und Selber eingeht. Seniorenbeirat, Jugendbeirat, VdK, das Grenzlandfilmtage-Team, viele Schülerinnen und Schüler, die ihr Kino neu entdecken wollen und noch mehr Selberinnen und Selber setzen sich für ein neues KinoCenter ein.

 

Die großen Selber Unternehmen machen mit ihrer stattlichen Unterstützung deutlich, dass sie die Idee eines kommunalen KinoCenters als weichen Standortfaktor für wichtig halten. Diese Unternehmen entrichten Gewerbesteuer und nehmen ihre eigentliche Aufgabe in Selb vorbildlich wahr: sie schaffen Arbeitsplätze und tragen für ihre Beschäftigten auch das Risiko. „Wir schaffen Arbeitsplätze, Infrastruktur ist Aufgabe der Politik“, das hat der leider zu früh verstorbene Selber Unternehmer Thomas Netzsch einmal  anlässlich einer Diskussion um den Hofer Flugplatz verdeutlicht.

 

Trotzdem unterstützen die Selber Unternehmen Schulen, Vereine, Veranstaltungen, städtische Freizeiteinrichtungen und jetzt auch eine Neuausrichtung des Selber KinoCenters, weil sie die Planungen der Stadt für seriös halten.

 

Vor diesem Engagement für die Stadt Selb ziehe ich im Namen der Aktiven Bürger den Hut. Wir sagen „Danke“ den Selber Unternehmen.

 

Mit dieser breiten Unterstützung stimmen wir als Fraktion im Selber Stadtrat für ein kommunales KinoCenter mit moderner Ausrichtung in unserer Stadt.“

 

Pressemitteilung zum Mai-Stammtisch

 

„Das Selber Kino hat eine Chance, wir müssen sie nur ergreifen!" Davon zeigte sich Dr. Klaus von Stetten, der Sprecher der Aktiven Bürger beim Mai-Stammtisch in der Gaststätte „Weismainer Stuben“ überzeugt. Es sei nachvollziehbar, dass der Stadtrat sich vor einer zukunftsweisenden Entscheidung intensiv mit dem Thema befasse. In der Mai-Sitzung werde eine Entscheidung fallen. Die Aktiven Bürger stünden nach wie vor hinter dem Vorschlag von Oberbürgermeister Uli Pötzsch, das Kino mit einem völlig neuen Konzept kommunal zu betreiben. „Das vorgelegte Rahmenkonzept stellt lediglich eine Basis für den künftigen Betrieb dar“, erläuterte Stadträtin Anneliese Schade. Alle Selber Institutionen, etwa politische Gruppierungen, Vereine oder Sozial- und Bildungseinrichtungen könnten sich an einer Ausgestaltung und Weiterentwicklung dieses Basiskonzeptes beteiligen. „Wir wollen keine Spaltung der Bevölkerung oder des Stadtrates bei der Entscheidung über die Zukunft des Kinos“, so Schade weiter. Der Erfolg eines kommunalen Kinos hänge auch davon ab, dass alle Selberinnen und Selber mitmachen. Die Stadträtin lobte in diesem Zusammenhang die Kooperation des derzeitigen Kinobesitzers, der der Stadt ein sehr faires Angebot gemacht habe.

 

 

Intensiv diskutierten die Stammtischbesucher das Verkehrsgutachten, das im Rahmen des Masterplanes Innenstadt von einem Fachbüro erstellt wurde. Der ehemalige Vorsitzende der Verkehrswacht Selb, Gerhard Bock, hatte sich intensiv mit den Ergebnissen und möglichen Verkehrsführungen befasst und stellte einige Schwerpunkte zur Diskussion. Interessant werde der Standort eines künftigen Busbahnhofes. Zu klären sei die Frage, ob ein Busbahnhof in der Innenstadt, zum Beispiel hinter dem ehemaligen Brauhaus oder neben dem Bahnhof, entstehen solle. Beim Standort Brauhaus wäre der Verlust von Parkplätzen zu beachten. Hier wäre unter anderem an das Grundstück zwischen Einfahrt zum Cullmann-Parkplatz und Sport-Gradl zu denken. Damit würde aber auch ein Stück Grünfläche in der Innenstadt aufgegeben, gab Dr. von Stetten zu bedenken.

 

Auch die Querung des Sparkassenplatzes durch die künftig zu erwartenden Fußgängerströme zwischen Factory In und Ludwigstraße waren ein Thema. Einig waren sich die Stammtischbesucher, dass eine Untertunnelung des Sparkassenplatzes keine Lösung darstelle.

 

Man müsse bei der künftigen Verkehrsplanung mehr Radwege einplanen. Darüber waren sich die Stammtischbesucher einig. Deutlich wurde auch, dass die Aktiven Bürger wo immer möglich eine Kreisverkehr-Regelung an Kreuzungen bevorzugen. Klaus von Stetten stellte auf Nachfrage fest, dass es in der Passage zwischen Hohenberger Straße und Marktplatz bisher keine Probleme gäbe. Hier ist seit einigen Wochen die Ampel außer Betrieb. Siegfried Glässel riet von einem Fahrradparkplatz auf der freien Fläche vor dem Naturkostmarkt „Kornblume“ ab. Dafür gäbe es bessere Möglichkeiten in unmittelbarer Nähe.

 

 

 

 

Dr. Klaus von Stetten

 

Selb, 05.05.2018

 

Pressemitteilung zum März-Stammtisch

Ganz im Zeichen von Straßen und Wegen in Selb stand der März-Stammtisch der Aktiven Bürger in der Gaststätte Eisstadion. „Das Volksbegehren gegen die Straßenausbaubeitragssatzung in Bayern geht jetzt in die 2. Phase“, erläuterte Dr. Klaus von Stetten, der Sprecher der Aktiven Bürger. Die Freien Wähler und ihre Bündnispartner hätten bereits die Rekordzahl von mehr als 60.000 Unterschriften für den Antrag auf Zulassung des Volksbegehrens gegen die umstrittenen Straßenausbaubeiträge gesammelt. Nötig gewesen wären nur 25.000. Am Montag, den 19. März sollen die Listen beim Innenministerium eingereicht werden. Im Fall der Zulassung des Antrags starte das eigentliche Volksbegehren. Dann müssten innerhalb von zwei Wochen 10 Prozent der Stimmberechtigten in Bayern sich diesmal in amtlichen Eintragungsräumen in aufgelegte Listen eintragen lassen. Sei diese zweite Hürde genommen habe der Landtag noch die Möglichkeit, dem Gesetzentwurf der Freien Wähler zuzustimmen. Tue er das nicht, komme es zum Volksentscheid, bei dem alle Stimmberechtigten in Bayern mit „ja“ oder „nein“ stimmen könnten. „Wahrscheinlich wird die Bayerische Staatsregierung unter dem Druck der Freien Wähler und ihrer Bündnispartner spätestens in Phase 2 ein „eigenes“ Gesetz präsentieren, das mit dem Entwurf der Freien Wähler übereinstimmt“, vermutete von Stetten.

 

 

Um die Staatsstraßen, die durch Selb führen, ging es auch bei einer Nachfrage von Wolfgang Achtziger. Er wollte wissen, warum das Straßenbauamt in Bayreuth keine konkrete Zeitangabe zur notwendigen Sanierung der Hohenberger Straße und der Franz-Heinrich-Straße mache. Klaus von Stetten bat um Verständnis, da das Straßenbauamt einen immensen Sanierungsstau bei den oberfränkischen Staatsstraßen habe und die Mittel dazu begrenzt seien. Die Stadt Selb pflege gute Beziehungen zu der Behörde. Das habe die Sanierung der Ortsdurchfahrt von Selb-Plößberg Richtung Erkersreuth und die Zusage, den Radweg nach Silberbach zu übernehmen, gezeigt. Auch den Pendlerparkplatz beim Kappel- Kreisverkehr und diesen selbst habe das Straßenbauamt übernommen. Bei der künftigen Verkehrsregelung zwischen ALDI und der Einfahrt nach Unterweißenbach arbeite die Behörde sehr konstruktiv mit der Stadtverwaltung zusammen. „Deshalb bitte ich um Verständnis, wenn wir mit der Sanierung der Hohenberger Straße noch etwas warten müssen“, schloss von Stetten seine Ausführungen.

 

 

Der Zustand der Straße zum Waldbad Langer Teich sollte ebenfalls verbessert werden, schlugen die Stammtischbesucher vor. Einig war man sich, dass ein breiterer Ausbau mit Gegenverkehr die Sicherheit der Badbesucher nicht verbessern würde. Eine Sanierung der Zufahrt müsse allerdings von Grund auf geschehen, stellte von Stetten fest. Damit seien erhebliche Kosten verbunden, die während der derzeit laufenden Haushaltskonsolidierung nicht aufgebracht werden könnten. „Wir müssen Prioritäten setzen, dabei steht die Erschließung von Baugebieten zunächst einmal im Vordergrund“, so von Stetten. Außerdem wolle man erst einmal in die Infrastruktur des Waldbades selbst investieren.

 

 

Günther Heinrich regte noch an, Wander- und Radwegekarten für die attraktiven Wege rund um Selb vermehrt aufzulegen. Viele Touristen würden das Internetangebot unterwegs noch nicht nutzen.

 

Martin Groeper schlug vor, den neuen Slogan „Gutes machen wir Selber“ für die private Nutzung beim Schriftverkehr und bei Internetauftritten zur Verfügung zu stellen. Oberbürgermeister Uli Pötzsch stellte fest, dass derzeit ein Schutz für den Aufdruck auf Textilien bestehe. Darüber hinaus sehe er eine Verbreitung durch Privatpersonen positiv.

 

Abschließend erläuterte Pötzsch auf Nachfrage der Stammtischbesucher den Stand der Fahrzeugausstattung für die Feuerwehren und die Einteilung der Dorfwehren in Wachzonen. Die Kommandanten hätten dazu gemeinsam ein Konzept aufgestellt, dass dem Stadtrat vorgestellt werde. Er finde es gut, dass man sich jetzt ganz auf die Fachkompetenz der Feuerwehr-Führungskräfte stütze. Das sei nicht immer so gewesen.

 

 

Dr. Klaus von Stetten

Selb, 17.03.2018

Pressemitteilung zum Februar-Stammtisch

„Die Selber Gastronomie ist gut aufgestellt“. Das stellte der Sprecher der Aktiven Bürger bei deren Februar-Stammtisch in der Gaststätte „Weismainer Stuben“ fest. Er bezog sich dabei auf den Bericht der Wirtschaftsförderin Nadja Hochmuth in der letzten Stadtratssitzung. Alle Wirte hätten die Möglichkeit, auf der Internetplattform der Stadt Selb kostenfrei für ihren Betrieb zu werben, viele würden das auch tun. Zudem werde in der Tourist-Info im ehemaligen Goldenen Löwen ein Faltblatt zur Gastronomie angeboten. Die jetzt geplanten Hinweistafeln in der Stadt würden das gute Werbeangebot ergänzen. „Die Nachfrage bestimmt das Angebot“ erläuterte von Stetten. Gastronomie unterliege den Gesetzen der Marktwirtschaft. Allerdings könne man die Betriebe unterstützen, so wie das Stadtrat Michael Sporer mit seinem Projekt der Selber Kneipennacht tue. Für 2018 hätten sich bereits wieder neun Gastwirtschaften dafür angemeldet. Der Schlemmerpass sei auch ein Versuch gewesen, die Selber Gastronomie zu unterstützen. Eine Verbesserung der Öffnungszeiten werde von auswärtigen Besuchern der Stadt gewünscht. Gastronomen, die sich schon jetzt für den Standort Factory In interessieren, könnten sich jederzeit mit dem Investor Patrick Müller in Verbindung setzen.

 

Oberbürgermeister Uli Pötzsch warb dafür, den Selber Wochenmarkt zu nutzen und damit zu unterstützen. Auch hier suche man in Abstimmung mit den Fieranten nach Verbesserungsmöglichkeiten. Der Selber Wochenmarkt nehme immer noch eine Spitzenposition in der Region ein. Hier gebe es Waren aus der Region für die Region, man habe die Möglichkeit zum Einkaufen ohne Kunststoffverpackungen.

 

Der derzeit ampelfreie Verkehr zwischen Hohenberger Straße und Ludwigstraße war ein weiteres Thema der Stammtischbesucher. Bis jetzt funktioniere das und bekomme Zustimmung aus allen Stadtratsfraktionen, stellte von Stetten fest. Auch der Versuch, den Bratwurststand beim Grünen Baum zu platzieren werde gut angenommen.

 

Zur Querung der Schillerstraße in Höhe der neuen Fußwegverbindung wurde das Aufbringen eines optisch dreidimensionalen Zebrastreifens vorgeschlagen. Oberbürgermeister Pötzsch sagte zu, die Umsetzung dieser Idee prüfen zu lassen.

 

Günter Heinrich schlug vor, die Wanderwege rund um Selb wieder stärker zu bewerben.

 

Auch die Straßenausbaubeitragssatzung wurde diskutiert. Beim Neujahrsempfang hatte Oberbürgermeister Pötzsch verdeutlicht, dass die Straßenausbaubeitragssatzung  weg müsse. Sie sei unsozial und brauche dringend eine Überarbeitung. „Jetzt sind wir schon einen Schritt weiter“, zeigte sich Pötzsch erleichtert. Der Einsatz der Freien Wähler habe sich gelohnt. Man werde weiter Unterschriften sammeln, bis das Ganze gesetzlich festgeschrieben sei, ergänzte von Stetten.

 

Abschließend erläuterte er die Haushaltssituation der Stadt, die so gut wie schon lange nicht mehr sei. „Der vernünftige Umgang mit Investitionen und die sparsame Haushaltsführung der letzten vier Jahre machen sich jetzt bemerkbar“, stellte von Stetten zufrieden fest und dankte Oberbürgermeister Uli Pötzsch für sein weitsichtiges Wirtschaften. Belasten würde die Stadt aber die hohe Kreisumlage, die sie an den Landkreis Wunsiedel zahlen müsse. Allein im Jahr 2018 werde die Stadt rund 7 Millionen Euro an den Landkreis zahlen müssen. Der Landkreis Wunsiedel habe von allen oberfränkischen Landkreisen mit derzeit 48 Prozentpunkten den mit Abstand höchsten Kreisumlagesatz. Das müsse sich zugunsten der Gemeinden und Städte im Landkreis deutlich spürbar ändern.

 

 

 

Dr. Klaus von Stetten

Selb, 09.02.2018

Pressemitteilung zum Januar-Stammtisch

Zum ersten Stammtisch im Jahr 2018 begrüßte der Sprecher der Aktiven Bürger, Dr. Klaus von Stetten, Oberbürgermeister Uli Pötzsch und zahlreiche Stammtischbesucher im wieder eröffneten Naturfreundhaus. „Wir freuen uns mit den Naturfreunden, dass für die Traditions-Gaststätte wieder ein routiniertes Wirtsehepaar gefunden wurde“, sagte von Stetten und bedankte sich bei Wirtin Christine Benker für die Entscheidung, sich in Selb zu engagieren.

 

Einhellig vertraten die Stammtischbesucher die Meinung, dass die weit über die Grenzen hinaus beliebten städtischen Veranstaltungen wie Wiesenfest, Porzellinerfest, Bürgerfest und Weihnachtsmarkt von politischen Werbeveranstaltungen frei gehalten werden müssen. „Wir begrüßen es ausdrücklich, wenn sich Privatpersonen zu wohltätigen Zwecken auf diesen Festen engagieren“, stellte von Stetten fest. Wenn der wohltätige Zweck aber als Vorwand für Parteiwerbung missbraucht werde, habe man hier vielleicht bald mit radikalen politischen Gruppierungen zu tun. Das sei auch nicht im Interesse derer, die in den Genuss der Spenden kommen.

 

In der anschließenden Diskussion über die Nutzung von ergänzendem Internethandel durch die örtlichen Einzelhändler verwies Dr. Wolfgang Kaiser auf die Praxis in Heilbronn. Über das Internet bestellte Waren könnten dort mit einem E-Mobil ausgeliefert werden. Zum Wert des Einzelhandels in Städten von der Größe Selbs regte Siegfried Glässel an, sich die Frage zu stellen, was Selb im Vergleich zur Großstadt für Vorteile biete. Es seien nicht nur die günstigeren Mieten und Grundstückspreise, sondern auch der spezielle Service kleiner Handwerksbetriebe vor Ort. In der Großstadt finde man zum Beispiel kaum noch eine Schneiderei oder einen Schuster, der auch Reparaturen ausführe.

 

Auf die Frage von Günther Heinrich zur Sanierung der Hohenberger Straße und der Franz-Heinrich-Straße erläuterte Oberbürgermeister Pötzsch, dass es sich um Staatsstraßen handle, für die das Straßenbauamt in Bayreuth zuständig sei. Die Stadt könne hier nicht einspringen. „Wir pflegen aber einen konstruktiven und guten Kontakt zu dieser Behörde“. Die Hohenberger Straße zwischen Abzweig Schützenstraße und Schulzentrum sei in oberer Priorität des staatlichen Bauamtes.

 

Geschwindigkeitsbeschränkungen und deren Kontrolle durch die Polizei waren ein weiteres Thema. Oberbürgermeister Pötzsch stellte dazu fest, dass die Stadt keine Radar-Messstellen vorgebe, sondern diese von der Polizei selbst ausgewählt würden. In vielen Tempo-30-Zonen seien diese ausdrücklich von den Anwohnern gefordert worden. Klaus von Stetten ergänzte, dass es sich um Regeln handelt, die man eben wie anderswo auch befolgen müsse. Letztendlich gehe es um die Sicherheit anderer, oft schwächerer Verkehrsteilnehmer.

 

Von Stetten verwies abschließend noch auf den Start der Unterschriftenaktion für das geplante Volksbegehren gegen die Straßenausbaubeitragssatzung. „Am 22. Januar geht es los, wenn bis dahin nicht eine eindeutige Aussage der Staatsregierung aus München kommt“.

 

 

Dr. Klaus von Stetten

Selb, 13.01.2018

 

Pressemitteilung zum Dezember-Stammtisch

„Die Entwicklung der Stadt Selb läuft nach Plan“, stellte der Sprecher der Aktiven Bürger, Dr. Klaus von Stetten, bei deren Dezember-Stammtisch in den Weismainer Stuben zufrieden fest. Er freute sich, neben Oberbürgermeister Uli Pötzsch auch neue junge Gäste begrüßen zu können, die sich für die Stadtpolitik interessieren.

Seit Mitte November liege allen Stadträten ein Plan vor, der die jährlichen Ausgaben für größere Investitionen bis zum Jahr 2022 aufzeige. Über 30 Projekte mit einem Gesamtinvestitionsvolumen von 24 Millionen Euro wolle man verwirklichen. Die Maßnahmen seien mit den vorhandenen Fördermöglichkeiten abgestimmt. Der Eigenanteil der Stadt betrage 6,3 Millionen Euro. „Gleichzeitig werden wir den städtischen Haushalt weiter konsolidieren und Schulden abbauen“, erläuterte von Stetten. In den letzten drei Jahren sei es mit Hilfe einer verantwortungsvollen Finanzpolitik gelungen, die Schulden der Stadt um mehr als 15 Millionen Euro deutlich unter die 30 Millionen-Euro-Grenze zu drücken. Enthalten sei im Investitionsplan die Erschließung von innerstädtischen Baugebieten. Derzeit würde die Stadtverwaltung mit Hochdruck an der Bereitstellung von konkret vier Baugebieten arbeiten, ergänzte Uli Pötzsch.

 

Stadträtin Ramona Jülke-Miedl sprach die Entwicklung der zentralen Innenstadt an. Hier habe man derzeit auch den Gerberplatz im Fokus, berichtete Oberbürgermeister Uli Pötzsch. Es würden bessere Nutzungsmöglichkeiten für den Gerberplatz geprüft. Anwohner, Immobilienbesitzer und Gewerbetreibende seien in den Prozess eingebunden. „Wir wollen mehr Leben auf diesem städtischen Kleinod“, kommentierte Pötzsch das Vorhaben. In diesem Kontext stehe auch die geplante Umgestaltung des Selbbachs im Innenstadtbereich. „Zusammen mit der Kompetenz unserer Abwasserbetriebe und des Wasserwirtschaftsamtes wird der Selbbach mit sanften Maßnahmen zu einem attraktiven Ort inmitten der Stadt entwickelt“, zeigte sich Pötzsch überzeugt. Martin Pape freute sich in diesem Zusammenhang über die kontinuierlich wachsende Nachfrage nach Stadtführungen. Der vom Forum Bremen vorgeschlagene Mobilitätspark beim Bahnhof und die Entwicklung eines grünen „Sportbandes“ von der Pumptrack-Anlage über den Rosenthal-Park bis zum Grafenmühlweiher wurden von den Stammtischlern begrüßt.

 

„Als Ortsverband der Freien Wähler Bayern unterstützen die Aktiven Bürger den Versuch, die leidige Straßenausbaubeitragssatzung notfalls mit Hilfe eines Volksbegehrens abzuschaffen“, stellte Klaus von Stetten fest. Auch in Selb habe man die ungeliebte Satzung unter dem Druck der Aufsichtsbehörden einführen müssen. „Andernfalls wären Stabilisierungshilfen und Bedarfszuweisungen von rund 10 Millionen Euro verwehrt worden“, schilderte Uli Pötzsch die Situation. Klaus von Stetten zeigte auf, dass die Satzung vielerorts nicht angewendet werde und die Straßen nur noch notdürftig geflickt würden. Eine gerechte Beteiligung der Anlieger gebe es nicht. Den Bürgern seien jahrzehntelang Kfz- und Mineralölsteuern abgeknöpft und nur teilweise für den Straßenbau eingesetzt worden. Das ließen sich die Bürger nicht mehr gefallen. „Es gibt nur eine Lösung: Abschaffung der Ausbaubeitragssatzung, wenn es sein muss über ein Volksbegehren“, schloss von Stetten den Abend.

 

 

Dr. Klaus von Stetten

 

Selb, 09.12.2017

 

Brunnenfigur am Gerberplatz (Foto: Miedl)
Brunnenfigur am Gerberplatz (Foto: Miedl)

Pressemitteilung zur Jahreshauptversammlung 2017

„Das zurückliegende Jahr war für die Stadt Selb und die Stadtpolitik erfolgreich“, resümierte der Vorsitzende der Aktiven Bürger, Dr. Klaus von Stetten, bei der Begrüßung. Rund 30 Mitglieder waren zu der diesjährigen Jahreshauptversammlung in die Gaststätte Eisstadion gekommen. Er bedankte sich bei den Mitgliedern für die Unterstützung und das vielfältige Engagement in zahlreichen gesellschaftlichen Organisationen der Stadt. „Die Auftritte der Aktiven Bürger im Internet und den sozialen Medien stoßen auf großes Interesse“, stellte von Stetten fest. Die digitale Kommunikation gehöre heute zu einer modernen Stadtpolitik. Zudem seien die öffentlichen Monats-Stammtische der Gruppierung gut besucht. Bei Jochen Kuhn bedankte sich der Vorsitzende für eine wieder sehr gelungene und informative Wiesenfestbroschüre.

 

In seinem Grußwort ging Oberbürgermeister Uli Pötzsch dann auf einige wichtige Themen aus dem vergangenen Jahr ein. „Selb hat jetzt einen Fahrplan für die Zukunft“. Die Finanzen der Stadt seien geordnet. In den letzten drei Jahren sei es gelungen, die Schulden der Stadt von rund 40 Millionen Euro auf aktuell 27 Millionen Euro zu reduzieren. Und die mittelfristige Tendenz lasse einen weiteren Abbau der Verbindlichkeiten erwarten. Vor vier Jahren sei man noch von einem Anwachsen der Schulden auf 60 Millionen Euro in den nächsten Jahren ausgegangen. Trotz der gelungenen Konsolidierung habe man mit Maß und Ziel investiert. „Wir haben für 2018 einen Haushalt aufgestellt, den Stadtrat und Aufsichtsbehörden mit gutem Gewissen genehmigen können“, so Pötzsch weiter.

 

Mut für Veränderungen – unter diesem Motto stünden die drei Projekte, die unabhängig voneinander vorangetrieben würden: Factory In, Bebauung des Bürgerparks und Neugestaltung von Marienstraße und Storg-Gelände. Gleichzeitig werde mit viel Energie an den Bayerisch-Tschechischen Freundschaftswochen und den damit verbundenen Gestaltungsprojekten gearbeitet. Die Nachbarstadt Asch habe nun das offizielle Signal der tschechischen Regierung zur Teilnahme an den Freundschaftswochen erhalten. Das ehemals als Youth-Hostel geplante FAM und das benachbarte JAM hätten jetzt gute Konzepte und würden hervorragend angenommen. In die städtische Eishalle sei eine Millionensumme verbaut worden. Damit habe man begonnen, den jahrelangen Investitionsstau dort abzubauen. Die Stadt wachse wieder. Immer mehr junge Menschen würden nach Selb ziehen. Auch kleine Dinge seien 2017 gemeinsam gelungen. „Es freut mich einfach, den ersten Porzellanbrunnen der Stadt wieder sprudeln zu sehen“, schloss Pötzsch seine Ausführungen.

 

Klaus von Stetten berichtete anschließend aus der Stadtratsfraktion. Erfreulich seien die sachlichen Diskussionen im Stadtrat, auch wenn die drei Fraktionen manchmal abweichende Meinungen vertreten würden. „Oberbürgermeister Pötzsch polarisiert nicht, sondern integriert und respektiert alle Stadträte“, stellte von Stetten fest. Das gute Klima im Stadtrat sei eine Voraussetzung, die großen Pläne für die Stadtentwicklung in die Tat umzusetzen. 2017 sei es gelungen, die flächendeckende Versorgung der Stadt mit schnellem Internet abzuschließen. „Das ist ein wesentlicher Standortfaktor für die Stadt“, freute sich von Stetten. Damit habe man schneller als in anderen bayerischen Regionen die Basis für eine weitere Verbesserung der Internet-kapazitäten geschaffen.  Die jungen Selberinnen und Selber stünden im Fokus der Aktiven Bürger. Sie seien die Zukunft der Stadt. Nach dem Wave Garden sei es 2017 gelungen mit Hilfe der Wirtschaftsunternehmen den Pumptrack an der Ascher Straße und damit eine weitere Attraktion für die Jungen und Junggebliebenen zu schaffen. In diesem positiven Konsens sähen die aktiven Bürger auch den geplanten Bikepark auf dem Kornberg. „Vor allem junge Menschen mit dem Rad in die Natur bringen“, das sei die Kernidee des Projekts. Ein anderer Schwerpunkt der Stadtpolitik sei die Bereitstellung von Bauplätzen. Hier sei nun der Durchbruch für zwei Gebiete gelungen. Mit dem dort angewendeten „Baulandumlegungsverfahren“ könne man die Grundstückseigentümer fair an der Entwicklung beteiligen. Oberbürgermeister und Bauverwaltung hätten drei Jahre lang intensiv verhandelt und die Versäumnisse der Jahre vorher aufgearbeitet.

 

Bei der anschließenden regen Diskussion wollte Gerd Wolfrum den Stand zum Neubau der Schule für Produktdesign erfahren. Oberbürgermeister schilderte die bisherige Entwicklung und teilte mit, dass der Stadtrat noch dieses Jahr über die Baufläche auf dem ehemaligen Gelände der Hutschenreuther B Beschluss fassen werde. Günter Heinrich regte an, einen der nächsten Stammtische im wieder bewirtschafteten Naturfreundehaus abzuhalten.

 

Dr. Klaus von Stetten

Selb, 10.11.2017

 

Bericht vom Oktober-Stammtisch

 

„Wir Aktiven Bürger machen uns Gedanken, wie wir die Zukunft in Selb positiv mitgestalten können“, kommentierte der Sprecher der Interessengemeinschaft die Entwicklung beim Factory In. Überlegungen, warum ein modernes Factory Outlet nicht funktionieren könne, wolle man anderen überlassen. Dass der Stadtrat einstimmig die Änderung des Bebauungsplans befürwortet habe, zeige, dass man auf dem richtigen Weg sei. Die 25 Besucher des Stammtisches diskutierten dann über die Verkehrsanbindung und die Gestaltung der Parkplätze. Dabei wurde die Frage aufgeworfen, ob die Flächen komplett versiegelt werden müssten. Siegfried Glässel schlug vor, die Parkflächen durch Parkhäuser zu konzentrieren. Einhellig war man der Auffassung, dass die Ampelkreuzung beim Rotkreuzheim durch einen Kreisverkehr ersetzt werden könnte, um einen reibungslosen Verkehrsfluss zwischen Autobahn und dem neugestalteten Einkaufszentrum zu gewährleisten.

Anklang fand auch die Idee, einen behindertengerechten, fahrerlosen Elektro-Mini-Bus wie in  Bad Birnbach als gefördertes Pilotprojekt zwischen dem Rosenthal-Outlet-Center und dem Factory In einzusetzen. Ein weiteres Thema war der öffentliche Personennahverkehr im Landkreis. Dr. Wolfgang Kaiser wies darauf hin, dass eine „Express-Buslinie“ zwischen Selb und Marktredwitz mit einer einzigen zentralen Zwischenhaltestelle zum Beispiel am Thiersheimer Plärrer längst überfällig sei. Klaus von Stetten bemerkte dazu, dass das Pilotprojekt „Baxi“ im Landkreis Tirschenreuth bereits seit März 2014 laufe, während man im Landkreis Wunsiedel noch immer Daten sammeln würde. „Ein öffentlicher Personenverkehr, der auf die Bedürfnisse der Menschen eingeht sollte mit mehr Elan verfolgt werden!“

 

Stadträtin Anneliese Schade erläuterte dann die Pläne für die Erneuerung des „Roten Fadens“. Es seien unter anderem neue Stationen und Granitplatten mit Porzellanintarsien vorgesehen. Man müsse jetzt abwarten, wie das Projekt gefördert werde. Entsprechende Anträge seien bereits gestellt.

 

Abschließend wurde über die Zukunft der Jahnturnhalle intensiv diskutiert. Der Vorsitzende der Turnerschaft Selb habe in der jüngsten Ausgabe der Vereinszeitung zurecht auf die ungewisse Zukunft des stadtbildprägenden Gebäudes mit deutlichen Worten hingewiesen. „Nachdem sich die bayerische Staatsregierung trotz immenser Steuereinnahmen bis heute nicht an ein effektives Förderprogramm für ältere Sporthallen heranwagt, müssen wir vor Ort die Initiative ergreifen“, erklärte Klaus von Stetten. Der Verein habe bereits eine immense Summe in die Innensanierung gesteckt. Stadt und Turnerschaft müssten sich noch dieses Jahr an einen Tisch setzen um Fördermöglichkeiten zu prüfen, die Gesamtkosten für eine Komplettsanierung zu ermitteln und ein Nutzungskonzept für die in die Jahre gekommene Halle zu definieren. Im Landkreis gebe es 15 sanierungsbedürftige Sporthallen mit einem geschätzten Investitionsstau von 6 Millionen Euro.

 

Dr. Klaus von Stetten

 

Selb, 08.10.2017

 

Außenansicht der Jahnturnhalle in der Jahnstraße                              Foto: Florian Miedl
Außenansicht der Jahnturnhalle in der Jahnstraße Foto: Florian Miedl

Bericht vom September-Stammtisch

 

„Das Festival Mediaval wird einmal mehr zeigen, welchen herausragenden Stellenwert Selb als Veranstaltungsort in der Region hat“. Mit dieser Feststellung begrüßte Dr. Klaus von Stetten, der Vorsitzende der Interessengemeinschaft, Oberbürgermeister Uli Pötzsch und rund 25 Besucher des Stammtisches im Restaurant Schützengarten. Der Selber Goldberg sei inzwischen ein Magnet für Gäste aus ganz Europa geworden. Die Stadt weiter zu entwickeln hätten sich die Aktiven Bürger auf die Fahnen geschrieben. Dabei seien Ideen gefragt, die nicht immer den Stadtsäckel belasten müssten. Das hätten die von den Aktiven Bürgern initiierten Projekte Seniorenbus, Wave Garden und Pumptrack gezeigt. Für die Bayerisch-Tschechischen Freundschaftswochen 2023 gehe es jetzt auch darum, rechtzeitig gute Vorschläge zur konkreten Ausgestaltung der genehmigten Projekte einzubringen. Große Zustimmung erhielt der Vorschlag von Stadträtin Anneliese Schade, im Rosenthal-Park Wasserspiele, wie etwa auf dem Place Massena in Nizza mit Lichtgestaltung, und am Grafenmühlweiher oder Selbbach einen Wasserspielplatz für Kinder zu schaffen. Jochen Kuhn schlug vor, den Rosenthal-Park zusätzlich mit einem kleinen Amphitheater mit Bühnen-Pavillon für Open-Air-Veranstaltungen aufzuwerten. Unverzichtbar seien in beiden Parks freie WLAN-Hotspots, ergänzte Stadtrat Michael Sporer. Der Zugang zum Park und eine bessere Verbindung zum Wohngebiet Kappel für Fußgänger waren ebenfalls ein Thema des Stammtisches. Im vorderen Bereich könnte man, so Martin Pape, durch Ausforstung einen besseren Einblick in den Park gewähren und eventuell einige Parkplätze für gehbehinderte Menschen und Mütter mit Kleinkindern schaffen. „Ein Fußweg vom ehemaligen Bahnhofshauptgebäude direkt in die Kappel könnte den Weg durch die Bahnunterführung ersparen“, bemerkte Siegfried Glässel. Auch eine Fußgängerbrücke von der Kappel zum tiefer liegenden Park wäre eine Überlegung wert. Einig waren sich die Stammtischbesucher, dass es mit Hilfe der diskutierten Attraktionen gelingen könnte, mehr Leben in den Park zu bringen.

 

Anneliese Schade stellte anschließend die bereits andernorts umgesetzte Idee einer „Mitfahrbank“ vor. Einfach hinsetzen und mitgenommen werden. So gehe das einfache Prinzip der „Mitfahrbank“. In Sparneck im Nachbarlandkreis Hof werde das seit Herbst 2016 ausprobiert. Solche Bänke böten zum Beispiel in den Ortsteilen von Selb die Möglichkeit, außerhalb des Linienbusverkehrs nach Selb oder die Nachbarorte zu kommen. Wichtig sei dabei die Vernetzung mit den Nachbarorten und eine intensive Bewerbung, zum Beispiel in den sozialen Medien.

 

Günter Heinrich schlug vor, einen öffentlichen Bücherschrank aufzustellen, wie das in Hof praktiziert werde. Man könnte Bücher entleihen, aber auch Bücher, die man selbst nicht mehr brauche, dort hineinstellen.

 

Die Stammtischbesucher interessierten sich auch für den aktuellen Stand der geplanten Investitionen zwischen Storg und Factory In. Oberbürgermeister Pötzsch verwies auf die Sitzung des Stadtrates am Abend des 27. September. Der Vertreter der Investorengruppe Patrick Müller werde den Stadtrat im öffentlichen Teil über die positive Entwicklung des Projekts informieren. 

 

 

Dr. Klaus von Stetten

Selb, 9.9.2017

 

Bericht vom August- Stammtisch

 

Es sind, wie meistens, einige wenige, die ein friedliches Zusammenleben stören. Zu dieser Erkenntnis kamen die Mitglieder der Interessengemeinschaft Aktive Bürger bei ihrem jüngsten Stammtisch in den Weismainer Stuben. Die Störer in Selb, das sind zur Zeit einige wenige Jugendliche, die gerne laut und schnell Auto fahren. Ihr Treiben auf dem Parkplatz beim Hallenbad und auf der Kappel hatte die Fraktion CSU/Freie Wähler veranlasst, das Thema in der jüngsten Sitzung des Stadtrates zu diskutieren. Einen konkreten Vorschlag, was zu tun wäre, hatte die Fraktion der Liste 1 jedoch auch nicht.

 

Die Aktiven Bürger nahmen daraus unter anderem folgende Erkenntnisse mit: Es ist schwer, das Problem endgültig aus der Welt zu schaffen. Es ist aber vor allem wichtig, die Jugendlichen in Selb nicht alle in einen Topf zu werfen und zu verteufeln.

 

Beim Stammtisch erklärte Stadträtin Ramona Jülke-Miedl: Die Polizei, die immer wieder wegen Störer gerufen werde, habe schon vieles getan. So seien in der gesamten Region etwa 40 Anzeigen erstattet und 100 Strafen wegen nicht zugelassener Fahrzeuge erteilt worden. „Wir müssen aber auch sehen, dass die Beamten Wichtigeres zu tun haben, unter anderem für Kriminaldelikte im ganzen Landkreis zuständig sind.“

 

Die Aktiven Bürger setzen deshalb gleichzeitig auch weiter auf den Dialog und fänden den Vorschlag von Oberbürgermeister Pötzsch und der SPD-Fraktion gut, zu einer Versammlung für die Bewohner der Kappel - und auch für Jugendliche - einzuladen. „Die haben sich nämlich vom jüngsten CSU-Stammtisch nicht angesprochen gefühlt“, sagte Stadträtin Anneliese Schade. Und mit vielen von ihnen sei durchaus zu reden, was im übrigen Oberbürgermeister Ulrich Pötzsch auch schon wiederholt getan habe. Aber natürlich komme es auch vor, dass Anwohner beschimpft würden, wenn sie um Ruhe bitten, wandte Heinz Schade ein.

 

Die Mitglieder diskutierten verschiedene weitere Möglichkeiten, die sich der Stadt Selb bieten könnten: Bodenschwellen seien nach Auskunft des Bauamtes sehr laut. Ketten, die den Platz sperren, könnten wohl relativ leicht geknackt werden. „Und wenn wir die wenigen Störer von diesem Platz weg bringen, suchen sie sich einen anderen“, zeigte Ramona Jülke-Miedl die Grenzen auf. Man könne nicht alle freien Plätze in Selb absperren. Auf den ersten Blick erschiene eine Maßnahme, wie sie die Stadt Weiden auf einem Platz ergriffen hat, möglich: eine äußerst strenge Nutzungsordnung. „Aber auch die muss überwacht werden.“ Deshalb habe man in Weiden bereits Abstriche machen müssen und die Bestimmungen wieder „aufgeweicht“.

 

Die Stadtratsmitglieder berichteten dann über die jüngsten Workshops zur Image-Bildung der Stadt im Rahmen der Bayerisch-Tschechischen Freundschaftswochen. Selb stehe für Porzellan, im erweiterten Sinne für Design und damit auch für Kunst. Letztere beschäftigt einige Aktive Bürger. Siegfried Glässel vermisst einen Koordinator, der verhindert, dass Kunstwerke nahezu beliebig in der Stadt verteilt werden. „Manche Kunstwerke, wie die in dem ehemaligen Park zwischen Post und Bahnhof, sind regelrecht verschenkt“, pflichtete ihm Wolfgang Neidhardt bei. Eine der Aufgaben bei den Freundschaftswochen sei es deshalb, große Park- und Freiflächen zu schaffen und gezielt zu bestücken, meinten Anneliese und Heinz Schade.

 

Auf Nachfragen einiger Mitglieder nach Neuigkeiten bei den Plänen für die neue Nutzung von Factory In und Storg bat Ramona Jülke-Miedl um Geduld: „Das Verfahren ist unglaublich aufwändig.“ Investor Müller wolle aber in der September-Sitzung des Stadtrates seine Planungen konkretisieren. Eine Maßnahme im Rahmen des Masterplanes Innenstadt findet laut Anneliese Schade schon demnächst statt: Im September würden die Verkehrsströme gezählt. Das lege dann eine Basis für ein Verkehrs-Gutachten. Dieses wiederum sei eine wichtige Grundlage für die weiteren Planungen.

 

Klaus von Stetten

Selb, den 04.08.2017

 

Kommentar zum "Brennpunkt Kappel" im Stadtrat

„Der Bericht des Oberbürgermeisters und des Chefs der Polizeiinspektion hat gezeigt: Verwaltung und Polizei kümmern sich bereits seit geraumer Zeit um die beiden Brennpunkte auf der Kappel.

 

Wenn die Liste 1 (CSU/FWS) bei der Verwaltung einmal nachgefragt hätte, wäre sie besser informiert gewesen.

 

Die Sorgen der Anwohner sind sowohl im Bereich Schönwalder Weg, als auch am Hallenbadparkplatz berechtigt.

 

Am Schönwalder Weg wurden verschiedene Versuche gemacht den Verkehr zu beruhigen.  Diese wurden von den Anwohnern allerdings unterschiedlich bewertet. Das macht eine Lösung nicht leichter. Die letzte Möglichkeit wäre, die hintere Zufahrt zur Kappel zu sperren. Auch diese Variante wird von den Kappelbewohnern sehr unterschiedlich kommentiert. Ich kann mich dafür nicht begeistern.

 

Beim Hallenbadparkplatz entsteht Unruhe nicht durch junge Menschen im Allgemeinen, sondern durch wenige, scheinbar unbelehrbare Unruhestifter, die eine friedliche Mehrheit dort auf dem Parkplatz in Verruf bringen. Alle jungen Menschen, die sich dort treffen, über einen Kamm zu scheren, wäre ungerecht. Wichtig ist es, die wenigen Unruhestifter zu identifizieren.

 

Die Anwohner zu einem Gespräch in der Hallenbadgaststätte einzuladen war eine gute Idee. Noch besser wäre es gewesen, die jungen Leute, die sich auf dem Parkplatz treffen mit einzuladen und gemeinsam nach Lösungen zu suchen.

 

Der einzige Lösungsansatz, der dem vorliegenden Antrag zu entnehmen ist, ist der vage Verweis auf Bodenschwellen, die zu langsameren Fahren verleiten sollen. Davon kann ich nur abraten. Das Überfahren von Bodenschwellen macht auch bei niedrigen Geschwindigkeiten noch mehr Lärm. Deshalb hat die Stadt ja auf Wunsch der Anwohner die Pflasterschwellen bei der nahen Kappeleinfahrt kürzlich erst entfernt.

 

Miteinander reden, dokumentieren, was passiert und die wirklich Schuldigen für die Ruhestörung einzeln identifizieren wird der richtige Weg sein, den die Verwaltung bereits längst geht.

 

Nicht gut ist, wenn Nöte der Bewohner politisch instrumentalisiert werden, mit einem Antrag wie er uns vorliegt, der aber zur Lösung nichts Konkretes beiträgt. Auf so etwas kann man verzichten. Einmal mehr wird die Verwaltung der Stadt Selb in ein schlechtes Licht gestellt. „Die machen ja nichts“. Das stimmt nicht.

 

Der Antrag heute war völlig überflüssig, wir Aktive Bürger werden ihm nicht zustimmen.

 

Aber wir werden mit allen, die sich ernsthaft und ohne politischen Hintergedanken mit dem Thema befassen wollen, der Stadtverwaltung helfen, einen Weg auf der Kappel zu finden, der nicht noch tiefere Gräben aufreißt.“

 

 

 

Klaus von Stetten, Fraktionsvorsitzender Aktive Bürger in der Stadtratssitzung am 26.07.2017

Bericht vom Juni-Stammtisch

Foto: Florian Miedl
Foto: Florian Miedl

„Wir wollen ein bisschen Ordnung schaffen in der Stadt und den schwächeren Verkehrsteilnehmern helfen.“ Dr. Klaus von Stetten, der Sprecher der Aktive Bürger, nahm den Mitgliedern der Interessengemeinschaft die Sorge, von nun an würden Parküberwacher mit der harten Keule diejenigen bestrafen, die in Selb ihr Fahrzeug nicht ganz exakt innerhalb der eingezeichneten Parkbuchten abstellen. Die Überwacher seien angehalten, unter anderem diejenigen zu verwarnen, die völlig außerhalb der eingezeichneten Parkräume oder in diesen stundenlang das Auto stehen ließen, sagte von Stetten laut einer Pressemitteilung beim jüngsten Stammtisch der Aktiven Bürger in der Gaststätte Eisstadion. Wer sich an die Regeln halte, habe nichts zu befürchten. „Schulbusse kommen teilweise nicht mehr durch, etwa an der Ecke Ludwig-/Bahnhofstraße“, ergänzte Horst-Dieter Menne. Ein weiterer neuralgischer Punkt, an dem die privaten Kontrolleure tätig werden sollen, ist laut von Stetten neben der Ludwigstraße der Bereich rund um das Finanzamt. Er verwies ferner darauf, dass es, etwa hinter dem Brauhaus, genügend und kostenlose Parkplätze gebe. „Von dort aus ist man in höchsten drei Minuten im Stadtzentrum.“

Ein Verkehrsproblem der etwas anderen Art war Thema bei der jüngsten Stadtratssitzung gewesen: Lärmbelästigung, vor allem rund um den Place de Beaucouzé. Bei diesem Thema ging der Sprecher selbstkritisch auf Ursachensuche: Dort fehlt eine Begrünung, und es gibt keine Hindernisse. Vielleicht, so von Stetten, sei es eine Überlegung wert, den Place de Beaucouzé zu verlegen, etwa in den Rosenthal-Park und an dessen derzeitigen Standort Parkplätze anzulegen. Ein Place de Beaucouzé im Grünen würde der Vorliebe der französischen Freunde für das Picknicken Rechnung tragen. Diese Idee müsse aber auch mit der Deutsch-Französischen Gesellschaft abgestimmt werden.

Der Rosenthal-Park soll laut Stadtratsbeschluss als eine der ersten Maßnahmen für die bayerisch-tschechischen Freundschaftswochen verschönert werden. Hier könnte sich Michael Sporer beispielsweise einen Wasserspielplatz für Kinder vorstellen.

Der brachte das Gespräch auf das Thema Eishalle, deren Sanierung bekanntlich keine staatliche Förderung genießt. „Sie hat eine Wirkung weit über die Stadt hinaus, ähnlich wie etwa unser Rosenthal-Theater und die Luisenburg in Wunsiedel“, stellte von Stetten fest. Deshalb hätte auch diese städtische Einrichtung überregionale Unterstützung verdient.

Martin Pape erkundigte sich beim Stammtisch nach der Zukunft des Selber Kinos. „Das wird so, wie es jetzt ist, kaum weiter existieren können“, sagte Klaus von Stetten. Er kann sich stattdessen ein Themenkino mit Gastronomie vorstellen. In den vergangenen Wochen habe Oberbürgermeister Ulrich Pötzsch schon mehrere Gespräche zu diesem Thema geführt.

Abschließend erklärte der Sprecher der Aktiven Bürger, warum der Stadtrat bei der jüngsten Sitzung nichtöffentlich über ein Förderprogramm für innerstädtische Immobilien diskutiert hat: „Wir mussten erst einmal den Rahmen für das Fördergebiet und den Umfang der Förderung festlegen und hoffen jetzt, dass mehr Bürger in den Genuss von Zuschüssen kommen.“ Eine Diskussion in aller Öffentlichkeit hätte dieser Absicht zum jetzigen Zeitpunkt nur schaden können.

Tolle Idee!

„Der Mixer reid me fei scho zan Wegschmeißen, dean howe doch nu gouer njat lang" oder: „Etz ist doch plötzle ma Stöll assn Leim ganger, wou gehe denn da hie?“ Solche oder ähnliche Probleme tun sich für den einen oder anderen Mitbürger schon fast täglich auf, und da ist guter Rat teuer.
Das hat Gerd Bock, der zweite Vorsitzende des Seniorenbeirats der Stadt Selb, erkannt, und es wurde in ihm die Idee geboren, auch in Selb, so wie in vielen anderen Städten geschehen, ein Reparatur-Café einzurichten. Er stellte seine Idee im Seniorenbeirat vor, man fand sie gut und beauftragte ihn, dieses Projekt zu leiten und zu einem Abschluss zu bringen.
Zunächst ging es für ihn darum, eine entsprechende Einrichtung zu finden, wo solche Reparaturen durchgeführt werden können. Fündig wurde er dabei im JAM. Dort hatte er bei einer früheren Besichtigung einen Raum gesehen, in welchem Hobelbänke, Kappsäge, Bohrständer und vieles mehr an Werkzeugen vorhanden war. Seine Nachfrage bei Oberbürgermeister Uli Pötzsch und der Leiterin des JAM, Silke Fischer, fand offene Ohren, und es wurde sofort volle Unterstützung zur Verwirklichung der Idee zugesagt. Silke Fischer: „Eine hervorragende Idee. Endlich findet dieser Raum eine Belebung. Bislang konnten wir darin niemand werkeln lassen, weil keine fachmännische Anleitung und Aufsicht vorhanden war."
Nun mussten entsprechende ehrenamtliche Fachleute gesucht werden. Gefunden wurden sie in dem Schreiner Manfred Pöhlmann und dem Elektriker Dieter Rosenbaum. Beide waren auf Nachfrage von Gerd Bock sofort von der Idee überzeugt und erklärten sich bereit, in dem Reparatur-Café mitzuwirken. Und so traf man sich dieser Tage im JAM gemeinsam mit dem Oberbürgermeister und besprach Einzelheiten. Festgelegt wurde, dass das Café zunächst jeweils am ersten Donnerstag im Monat in der Zeit von 15 bis 17 Uhr geöffnet ist. Sollte sich im Laufe der Zeit eine große Nachfrage zeigen, können eine zeitliche Verlängerung oder ein zweiter Tag ins Auge gefasst werden.

Zu dem Reparatur-Café ist einiges Grundsätzliches festzustellen, so Bock:
* Träger ist der Seniorenbeirat und damit die Stadt Selb
* die Aktivitäten des Reparatur-Cafes finden kostenlos und auf ehrenamtlicher Basis
statt
* Reparaturen werden - unter Anleitung von Reparaturfachleuten - soweit möglich -
von den Besuchern selbst durchgeführt
* die Reparaturen an Gegenständen geschehen auf eigenes Risiko der Besucher
* eine Haftung für Schäden infolge von Reparaturempfehlungen oder Reparatur-
anleitungen, sowie entstandene Schäden an zur Reparatur mitgebrachten
Gegenständen ist ausgeschlossen
* es wird keine Garantie für reparierte Geräte übernommen
* vor der Reparatur ist vom Besitzer eine Haftungsausschlusserklärung zu unter-
schreiben
* repariert werden nur Kleingeräte. Nicht im Programm sind z.B. Waschmaschinen,
Fernsehgeräte, Kraftfahrzeuge und Ähnliches (Entscheidung auf Nachfrage)
* Kosten für Ersatzteile sind vom Besucher zu übernehmen
* die Entscheidung, ob das jeweilige Gerät repariert wird, treffen die Fachleute vor Ort
* für den An- und Abtransport der Gegenstände sind die Besucher verantwortlich
* Reparaturen außer Haus sind nicht möglich
* sollten die Fachleute zu der Überzeugung gelangen, dass eine Reparatur in keinem Verhältnis zu den entstehenden Kosten für Ersatzteile steht, wird dem jeweiligen Besitzer geraten, das Gerät zu entsorgen und sich im Fachgeschäft ein neues anzuschaffen

Die Grundidee für das Reparatur-Café ist, Mitmenschen die Möglichkeit zu geben, Liebgewordenes unter fachmännischer Anleitung selbst wieder funktionsfähig zu machen oder den Gegenstand kostenlos reparieren zu lassen. Dabei steht der zwischenmenschliche Bereich im Vordergrund, man soll miteinander, vielleicht bei einer Tasse Kaffee, ins Gespräch kommen und dem teilweise tristen Alltag für einige Zeit entfliehen können. Das ist älteren Menschen sehr oft ein großes Bedürfnis. Asylsuchenden, handwerklich begabten Mitmenschen wird die Gelegenheit gegeben, sich hier mit einzubringen, womit zur Integration ein großer Schritt getan würde.

Die Nachfragen bei anderen Betreibern von Reparatur-Cafés, so Bock, haben durchwegs ergeben, dass es mit Handwerkern und Geschäften diesbezüglich keine Probleme gibt. Konkurrenzdenken ist nirgendwo bekannt geworden, weil für derartige kleine Aufträge kein Interesse besteht und der Handwerker im Vergleich zu seiner erbrachten Leistung relativ viel verlangen muss. Und ist der Reparaturaufwand durch den ehrenamtlichen Fachmann im Café zu hoch oder sind die Ersatzteile recht teuer, so verweist er zur Neuanschaffung ja sowieso an das Fachgeschäft.

„Nun, die Voraussetzungen sind geschaffen und jetzt gilt es, das Reparatur-Café publik zu machen und auf reges Interesse zu hoffen. Und wenn nach der Reparatur vielleicht der eine oder andere „Zwickl" in die Spendenbox geworfen wird, sind wir natürlich auch nicht böse", so Bock. Schließlich müssten ja immer wieder einmal Kleinteile gekauft werden, und die würden dann von den Spenden bezahlt.
Fragen oder Wünsche zum Reparatur-Café und Anmeldungen von Reparaturen an Gerd Bock, Tel: 09287-1434

Bericht vom Mai-Stammtisch

Foto: Florian Miedl
Foto: Florian Miedl

Der monatliche Stammtisch der Aktiven Bürger fand erstmalig bei Randa und Jam Hamscho in der „Jahnstube“ statt. Im neu gestalteten und gemütlich ausgestatteten Vereinsheim der Turnerschaft Selb kam beim Genuss arabischer Spezialitäten eine rege Diskussion in Gang. Hauptthema des Abends war natürlich der vorgestellte Masterplan zur Umgestaltung der Selber Innenstadt. Nach einhelliger Meinung bietet dieser Konzeptentwurf große Chancen, sukzessive in die Realität umgesetzt zu werden.
Stadträtin Anneliese Schade betonte, dass vor allem die an der Entwicklung des Masterplans beteiligten Bürger die Richtung dafür vorgegeben hätten. Investor Patrick Müller und die Munitor GmbH würden flexibel auf die Vorstellungen der Stadt und ihrer Bürger eingehen. Bei der Vorstellung des Masterplans wurde von allen Beteiligten das überaus große Engagement der Selber mit konstruktiv kritischen Beiträge in den Arbeitsgruppen lobend erwähnt. Für Klaus-Martin Hesse und Martin Karsten – Projektentwickler der beauftragten Firma FORUM-BREMEN – stellte das gar ein Novum unter vergleichbar großen Städten dar. Entsprechend wichtig nehme auch der Investor die Anregungen aus der Bevölkerung und lasse sie in seine Planungen einfließen. So soll unter anderem vor Veröffentlichung weiterer Details zum City-Outlet ein Verkehrskonzept erarbeitet werden, das den innerstädtischen Verkehr sowie die Zu- und Abfahrt zu den Outletbereichen neu ordnen will.
Die sehr gute Zusammenarbeit mit allen Entscheidungsträgern und der Verwaltung sei vom Investor ebenso gelobt worden wie die Bereitschaft von über 40 Eigentümern, ihre Häuser und Wohnungen zugunsten einer positiven Stadtentwicklung aufzugeben. „Der Neubau eines mehrgeschossigen Hauses im jetzigen Bürgerpark, das im Erdgeschoss die Stadtbücherei beherbergen wird, soll vielen Hauseigentümern aus dem Bereich Marienstraße eine neue Heimat in der zentralen Innenstadt schaffen“, erläuterte Anneliese Schade. In Kürze werde ein Antrag für dieses Bauvorhaben gestellt.
Stadtrat Michael Sporer wies auf die äußerst positive Tatsache hin, dass die Entwicklung des Masterplans, die Planungen des STORG- und Factory In-Investors und die Vorbereitungen für die Bayerisch-Tschechischen Freundschaftswochen parallel laufen und somit alle drei Investitionsmaßnahmen sich gegenseitig ergänzen werden.
17 Einzelprojekte in fünf Bereichen umfasse der Masterplan für die zentrale Innenstadt, deren Gesicht dadurch nachhaltig verändert und modernisiert werde. Durch den Abriss des ehemaligen NKD-Marktes in der Ludwigstraße beginne man bereits mit der Umsetzung in ersten Bereichen. In den kommenden Wochen schließt sich sie Gestaltung der neu geschaffenen Freiflächen zwischen Ludwigstraße und Schillerstraße an und mit dem Projekt „Wir2-My2“ des Kunstvereins Hochfranken werde dort ein künstlerischer Schlusspunkt gesetzt.
Die Stammtischbesucher waren sich nach intensiver Diskussion einig, dass die derzeit geplanten Projekte eine mutige Investition in die Zukunft seien.