Rund 25 interessierte Bürgerinnen und Bürger folgten am vergangenen Mittwochabend der Einladung der Aktiven Bürger Selb zum Mai-Stammtisch in das Café „Schwarzer Peter“.
In lockerer Atmosphäre wurde dabei über aktuelle kommunalpolitische Themen, laufende Projekte und die Entwicklung der Stadt diskutiert.
Zum Auftakt informierten die anwesenden Stadträte umfassend über die konstituierende Sitzung des Selber Stadtrates.
Im Mittelpunkt stand dabei zunächst die Wahl der Bürgermeistervertreter sowie die Besetzung der Ausschüsse und weiteren Gremien, bei denen die Mitglieder des Stadtrats die Stadt Selb vertreten dürfen.
Auch die Fortschreibung des Haushalts-konsolidierungskonzeptes sowie die notwendige Erhöhung des Kassenkreditrahmens wurden erläutert und gemeinsam diskutiert.
Der Vorstandssprecher der Aktiven Bürger Selb, Timo Kluth, der seit kurzem auch den Posten des Fraktionsvorsitzenden bekleidet, betonte dabei die Wichtigkeit eines offenen Austauschs mit der Bürgerschaft: „Gerade bei finanziell anspruchsvollen Themen ist es wichtig, die Hintergründe offen zu erklären und die Menschen mitzunehmen. Genau dafür sind unsere Stammtische da.“
Kluth informierte nicht nur wegen der örtlichen Nähe, sondern auch aufgrund des aktuell guten Baufortschritts über die Entwicklung des Bahnhofsareals. Das letzte verbleibende Teilprojekt der Bayerisch-Tschechischen-Freundschaftswochen steht nun kurz vor der Fertigstellung. Die Aufträge für die beiden kleinen Gebäude rund um den ZOB wurden im März erteilt. Aktuell werden die entsprechenden Bauelemente gefertigt, ehe diese voraussichtlich Mitte Juni aufgestellt werden.
Zudem wurde über die weiteren Arbeiten im Umfeld berichtet. Die Firma Hans Fröber Hoch- und Tiefbau GmbH arbeitet derzeit am sogenannten „Aktiven Band“, der Verbindungsschneise zwischen dem Rosenthal-Park und dem Bahnhofsquartier. Im Anschluss daran wird der Bereich des Birkenhains gestaltet. Besonders anschaulich war dabei der Vergleich mit Bildmaterial aus der Vergangenheit, das zeigte, wie stark sich das Bahnhofsumfeld innerhalb weniger Jahre deutlich zum Positiven verändert hat.
Auch die aktuellen Entwicklungen rund um das Wohnbauprojekt der Firma Kienbaum wurden vorgestellt. Dabei sprach man sowohl über die ursprünglichen Planungen als auch das inzwischen angepasste Konzept. Die Kienbaum GmbH werde in Kürze ein Informationsprospekt dazu verteilen. Außerdem werde ein Büro im Gewerbegebiet „Ludwigsmühle“ eröffnet, um Räumlichkeiten für den direkten Austausch mit Interessenten anbieten zu können.
Positiv fiel ebenfalls der Blick auf die Baustelle der NWS im Bürgerpark aus. Dort schreiten die Arbeiten aktuell zügig voran. Bis zum Sommer sollen noch mehrere Dutzend Betonlieferungen vor Ort verarbeitet werden. Parallel dazu wurden bereits die ersten Erdgeschosselemente, die in Schwarzenbach a. d. Saale vorkonfektioniert werden, aufgestellt.
Ausführlich thematisiert wurde außerdem die kürzlich bekanntgegebene Auszahlung von Fördermitteln für kommunale Hochbauprojekte. Insgesamt fließen rund 21 Millionen Euro in den Landkreis Wunsiedel. Auf Selb entfällt davon derzeit rund eine Million Euro. Um dies nicht falsch zu interpretieren, erläuterte Kluth, dass die Fördermittel entsprechend des jeweiligen Baufortschritts in einzelnen Tranchen beantragt werden. Da die Kindertagesstätte auf der Kappel, deren Bau sich voll im Zeitplan befinde, aktuell noch nicht fertiggestellt wurde, konnte folglich auch noch nicht die Gesamtfördersumme in Höhe von ca. drei Millionen Euro beantragt werden. Dabei gilt es dennoch hinzuzufügen, dass Bundes- und Landesfördermittel trotz der Fertigstellung von Projekten häufig verspätet ausgezahlt werden.
Ein weiteres Thema des Stammtisches war die kürzlich abgehaltene Seniorenbeiratswahl. Stadtrat Gerd Bock, der auch Gründungsmitglied ist und langjähriger 2. Vorsitzender des Seniorenbeirats war, unterstrich die Bedeutung dieses Gremiums für die Stadt: „Der Seniorenbeirat leistet einen wichtigen Beitrag für unsere Senioren. Umso wichtiger ist es, dass sich engagierte Bürgerinnen und Bürger aktiv einbringen und die Interessen der älteren Generation vertreten.“
Einen besonders positiven Austausch gab es zudem rund um das kommunale Kino Spektrum. Die Teilnehmer zeigten sich erfreut über die kreative Entwicklung des Kinos, durch die Schaffung weiterer Zusatzangebote und die starke Resonanz in der Bevölkerung. Dass bereits im Mai der 10.000. Besucher begrüßt werden konnte, wurde dabei als großer Erfolg gewertet.
Zum Abschluss wurde noch auf das 25-jährige Jubiläum der Städtepartnerschaft zwischen Selb und Beaucouzé zurückgeblickt. Stadtrat Michael Sporer, der zusammen mit dem Selber Spielmanns- und Fanfarenzug vor Ort war, berichtete von einem gelungenen Besuch in Frankreich, an dem mehr als 130 Selberinnen und Selber teilnahmen, darunter auch Oberbürgermeister Uli Pötzsch und Stadtrat Dr. Klaus von Stetten. „Solche Partnerschaften leben vom persönlichen Austausch und den Begegnungen zwischen den Menschen. Es war schön zu sehen, wie herzlich die Verbindung auch nach 25 Jahren noch gelebt wird“, so Sporer.
Abschließend zeigte sich Timo Kluth sehr zufrieden mit der regen Beteiligung und dem konstruktiven Austausch. Der nächste Stammtisch findet am Donnerstag, 18. Juni 2026, um 19:00 Uhr im Restaurant "Scherbenhaufen" statt.
Zu ihrem ersten Stammtisch seit der Kommunalwahl trafen sich rund 35 Mitglieder und Gäste der Aktiven Bürger in der „Blockhütte“ am Reuthberg. Vorsitzender Timo Kluth hieß dabei auch Oberbürgermeister Ulrich Pötzsch und die Stadtratsfraktion willkommen.
Mit dem Wahlergebnis zeigte sich Kluth sehr zufrieden: Die Aktiven Bürger stellen erneut die stärkste Fraktion im Selber Stadtrat und Oberbürgermeister Uli Pötzsch konnte sich unter vier Kandidaten klar und ohne Stichwahl durchsetzen.
Gleichzeitig verwies Kluth auf entstandene Defizite: „Es ist bedauerlich, dass wir nun die einzige Gruppierung mit Fraktionsstärke sind, die weibliche Stadtratsmitglieder stellt.“ Zudem sei der aus seiner Sicht notwendige Generationswechsel parteiübergreifend nicht gelungen. Positiv zu bewerten sei, dass die Aktiven Bürger mit Bernd Neupert einen Neuzugang mit vielfältiger Expertise verzeichnen können.
Oberbürgermeister Uli Pötzsch zeigte sich ebenfalls sehr erfreut über das Ergebnis der Kommunalwahlen: „Wir haben dank unserer Wählerinnen und Wähler wirklich gut abgeschnitten!“. Man habe einen sachlichen Wahlkampf geführt, auch schwere Themen gut erklären können und sei den Selberinnen und Selbern gegenüber offen und ehrlich gewesen.
3. Bürgermeister Dr. Klaus von Stetten verdeutlichte, dass die Aktiven Bürger weiter das Ziel verfolgen, eine gute Mischung aus jungen und erfahrenen Stadträten in der Fraktion zu haben. Timo Kluth, der jüngste Stadtrat habe bereits vor vier Jahren den Vorsitz des Ortsverbands der Aktiven Bürger übernommen. „Ich bin sehr froh, dass wir uns in der neuen Fraktion einig sind, dass Timo Kluth nun auch den Fraktionsvorsitz übernehmen wird“, so von Stetten.
Man werde zusätzlich im Laufe des Jahres die Weichen stellen, dass noch mehr junge Aktive Bürger in einem erweiterten Vorstand mitarbeiten und mitgestalten können. Positiv sei zudem, dass sowohl Uli Pötzsch als auch Klaus von Stetten mit einem deutlichen Wählervotum Selb wieder im Wunsiedler Kreistag vertreten werden.
In der anschließenden Diskussion wurde auf die Sanierung der Franz-Heinrich-Straße samt Brückenneubau im anschließenden Teil des Papiermühlweges eingegangen. Uli Pötzsch verdeutlichte, dass es sich bei beiden Straßenabschnitten und bei der Schützenstraße um eine Staatsstraße des Freistaates Bayern handle. Für die Sanierung sei das Straßenbauamt in Bayreuth zuständig. Die Stadt Selb sei lediglich für die Sanierung vorhandener Gehsteige entlang des Straßenzugs verantwortlich.
Wolfgang Achtziger kritisierte als ehemaliger Anwohner der Schützenstraße, dass diese erst vor rund 15 Jahren saniert worden sei. Die Maßnahmen seien damals offensichtlich so oberflächlich erfolgt, dass die Straße bereits wieder in sehr schlechtem Zustand sei.
Uli Pötzsch erläuterte, dass man sich von Seiten der Stadtverwaltung mit dem Straßenbauamt abstimme, um die Terminplanung dem Bedarf aller Beteiligten anzupassen. Schwierig sei das Brückenbauwerk, das eine besondere Konstruktion erforderlich mache, denn hier würden der Selbbach und die Hauptader des Selber Kanalsystems Richtung Kläranlage kreuzen. Man werde aber dafür sorgen, dass auch während der Baumaßnahmen alle Anwohner ihre Häuser und Wohnungen jederzeit erreichen könnten.
Exklusiver Einblick: Vorstand der Aktiven Bürger besucht das neue Burger-Restaurant „Meatery“ im Selber Hallenbad
Die Vorstandschaft der Aktive Bürger Selb hat im Rahmen eines exklusiven Vor-Ort-Termins die Baustelle des neuen Burger-Restaurants „Meatery“ im Selber Hallenbad besucht. Johannes Sandner, der das neue Restaurant zusammen mit seinem Bruder Leopold und einem motivierten Team betreiben wird, gab dabei einen umfassenden Einblick in ihr hochmodernes Gastronomiekonzept. Die Umbauarbeiten sind aktuell in vollem Gange, denn die Eröffnung ist bereits für Anfang April geplant.
Im Mittelpunkt des Besuchs stand das klare Ziel der Sandner Brüder, nämlich das in die Jahre gekommene Hallenbadrestaurant nachhaltig aufzuwerten und einen modernen Gastronomie- und Begegnungsort mit regionaler Identität zu schaffen. Das Fast-Casual-Konzept setzt auf frische Burger, verschiedene Pommes-Variationen und Bowls, kombiniert mit regionalen Zutaten, digitaler Bestellung und einer zeitgemäßen Inszenierung. Damit soll ein echter Mehrwert für Badegäste, Parkbesucher sowie für Familien, junge Menschen und Touristen entstehen.
Industrial Look trifft regionale Handschrift
Besonderes Augenmerk legen die Betreiber auf das Designkonzept: Im Innenraum zieht ein markanter Industrial Look ein. Die Fensterbeklebung hin zum Bad greift bewusst das Kachelmuster des Sprungturms im Hallenbad auf und schafft so eine gestalterische Verbindung zwischen Gastronomie und Bad. Die Sanitäranlagen werden umfassend erneuert, die Türen verbreitert und auf den aktuellen technischen und hygienischen Stand gebracht.
Rosenthal-Park als „Wohnzimmer der Stadt“
Ein zentrales Element des Konzepts ist der Einbezug des angrenzenden Rosenthal-Parks. Dieser soll gemeinsam mit dem Biergarten als „Wohnzimmer der Stadt“ weiterentwickelt werden – als offener Treffpunkt mit Aufenthaltsqualität, Kultur- und Genussangeboten sowie saisonalen Veranstaltungen. Auch das Hallenbad-Bistro wird von Anfang an in das digitale Bestell- und Kassensystem integriert. Timo Kluth, der Vorsitzende der Aktiven Bürger, fügte hinzu, dass er sich sehr darüber freue, dass künftig die beiden im Rahmen der Bayerisch-Tschechischen-Freundschaftswochen neugestalteten, innerstädtischen Parkanlagen, mit jeweils einem eigenen Gastronomiekonzept der Familie Sandner bespielt werden. Dadurch zeige sich, dass die attraktive Gestaltung des öffentlichen Raums ein ausschlaggebender Punkt für Unternehmerinnen und Unternehmer sei, ihre kreativen Ideen in die Tat umzusetzen und somit einen Mehrwert für Selb zu schaffen.
Digital, regional und qualitativ hochwertig
Das Angebot richtet sich bewusst an ein jüngeres Publikum: Bestellungen erfolgen per QR-Code, der Bestellstatus ist über Monitore im Gastraum verfolgbar. Die Küche wird komplett erneuert und modular aufgebaut, Lieferanten werden nach Regionalität sowie nach hoher und gleichbleibender Qualität ausgewählt. Ein weiteres Qualitätsmerkmal ist die Präsentation der Speisen: Serviert wird – in Anlehnung an die fränkische Alm „Zum Sandner“ – auf hochwertigem Porzellan aus dem Hause Rosenthal.
Blick nach außen: Fassade als nächste Entwicklungsstufe
Abschließend thematisierte Johannes Sandner die Außenfassade des Restaurants und des Kabinentrakts des Hallenbads. Er wünsche sich, dass der dort noch vorhandene Waschbeton aus früheren Jahrzehnten perspektivisch durch ein nachhaltiges und zeitgemäßes Gestaltungskonzept ersetzt werden soll. Die Vorstandschaft der Aktiven Bürger, rund um Oberbürgermeister Ulrich Pötzsch, signalisierte ihre volle Unterstützung und werde prüfen, was kurz- und mittelfristig möglich sei, um das Gesamtbild des Gebäudes weiter zu verschönern und langfristig aufzuwerten.
Die Vorstandschaft der Aktiven Bürger zeigte sich beeindruckt vom Engagement der Betreiber sowie vom durchdachten Gesamtkonzept und sprach ihren Dank gegenüber Johannes Sandner aus, diesen exklusiven Besuchstermin möglich gemacht zu haben. „Die Meatery hat das Potenzial, ein echter Frequenzbringer zu werden und das Hallenbad kulinarisch deutlich aufzuwerten, wir wünschen euch viel Erfolg in den nächsten Wochen und freuen uns auf leckere Burger & Fries!“, so das Fazit von Oberbürgermeister Ulrich Pötzsch am Ende des Besuchs.
Wahlinformation in der Kernstadt
„Wir haben das Bild der Innenstadt in den letzten 13 Jahren prägend verändert und werden diese Gestaltung unserer „guten Stube“ konsequent weiterverfolgen“, erinnerte Timo Kluth, der Vorsitzende der Aktiven Bürger bei den Informationsveranstaltungen der Gruppierung im Café „Schwarzer Peter“ und im Gemeinschaftssaal der DITIB Sultan Ahmet Moschee. Bei beiden Veranstaltungen war das Interesse der Selberinnen und Selber so groß, dass die Sitzplätze kaum ausreichten.
Timo Kluth verwies auf die Gestaltung des Goetheplatzes und des Bahnhofsumfeldes, die Verbesserung des Ortseingangs am Marienplatz, die Renaturierung des Selbbachs hinter dem Rosenthal-Theater, das kommunale Kino „Spektrum“, die Fußgängerpassage zwischen Ludwigstraße und Schillerstraße, den ehemaligen Bürgerpark, den Park am Grafenmühlweiher und den Rosenthal-Park.
Es gehe jetzt zunächst mit einer modernen Gestaltung der Ludwigstraße weiter. Er wünsche den Selberinnen und Selbern einen Stadtrat, von dem die wichtigen Themen sachlich diskutiert und die Stadt nach außen gemeinsam positiv beworben werde.
Oberbürgermeister Uli Pötzsch verdeutlichte, dass man auch mit knapperen Mitteln bei nicht genehmigtem Haushalt seriös und überlegt wirtschaften könne, das habe man bereits zwischen 2014 und 2017 bewiesen, als es damals für Selb und viele andere Kommunen im Landkreis bereits keinen genehmigten Haushalt gegeben habe. „Wir werden trotz Einbruch der Gewerbesteuer und Ausfall der eingeplanten Stabilisierungshilfe des Freistaates dafür sorgen, dass die Kinder weiter im Hallenbad und Waldbad das Schwimmen lernen können“, so Pötzsch. Man arbeite gemeinsam mit den Unternehmen der Region daran, dass die Kinder in der Netzsch-Arena weiter ihre Freude am Eis- und Rollkunstlaufen und am Eishockey haben könnten. Man werde es den Kindern auch weiter ermöglichen, in der Musikschule im Rosenthal Theater Instrumente zu erlernen und ihr Können zu beweisen.
Natürlich schmerze es, dass am Krankenhaus keine Notaufnahme mehr gebe, so Pötzsch. Während in anderen Städten der Region das Krankenhaus ersatzlos gestrichen worden sei, habe man sich am Klinikum Fichtelgebirge mit den Häusern Marktredwitz und Selb rechtzeitig auf den Weg gemacht und den Umbau proaktiv eingeleitet. Mit einem zunehmenden ambulanten Facharztangebot und einer Hausarztversorgung sei man in Selb auf einem guten Weg. Das nephrologische Zentrum mit Dialyse biete seine Dienste vor Ort unverändert an. In Zukunft plane man noch einen Tagespflegebereich und eine geriatrische Rehabilitation dort anzusiedeln. Damit möchte man wichtige Angebote für die ältere Bevölkerung installieren, die in dieser Form in der Region noch nicht ausreichend vorhanden seien.
In der DITIB-Moschee konnte Uli Pötzsch auf Nachfrage die Entwicklung des innerstädtischen Einzelhandels und der daraus resultierenden Leerstände erläutern. „Das Einkaufsverhalten der Menschen hat sich verändert“, so Pötzsch. Der kleinteilige Handel in den Innenstädten finde nicht nur in deutschen Kleinstädten nur noch vereinzelt statt. Der Internethandel decke inzwischen die Nachfrage der Menschen mit einem hohen Anteil ab. Die einzige Chance sei, durch großflächige Outlet Center den Wunsch der Kunden nach realem Kauferlebnis vor Ort zu erfüllen. In Selb sei das im Vergleich zu anderen, ähnlich großen Städten auf einem guten Weg. Zur Bekämpfung der Leerstände in der Innenstadt, setzen die Aktiven Bürger, neben der baulichen Neugestaltung der Ludwigstraße, außerdem auf ein dreiteiliges Förderprogramm für die Kernstadt, wodurch private und gewerbliche Projektentwickler finanzielle Unterstützung bei der Sanierung von Immobilien bekämen. Die maximale Fördersumme läge bei 120.000€ je Projekt. Zudem sei man sehr froh darüber und dankbar dafür, dass in den vergangenen Jahren neue Geschäfte und Gastronomiebetriebe eröffneten, die auf die volle Unterstützung der Stadtverwaltung zählen können.
Die Mitglieder der türkischen Gemeinschaft boten an, sich noch mehr bei innerstädtischen Festen einzubringen.
Zur Frage, wie es mit dem knappen Parkplatzangebot für die Bewohner und Dienstleister der Friedrich-Ebert-Straße und der benachbarten Gebiete weitergehen solle, informierte Ulrich Pötzsch, dass man das Problem erkannt habe, die Nöte der Anwohner ernstnehme und bereits Lösungsmöglichkeiten prüfe.
Für die jungen Erstwähler der türkischen Gemeinde hatten die Aktiven Bürger Informationsmaterial mitgebracht, wodurch das richtige Wählen anschaulich erläutert werden konnte. Zudem verwies Kluth auf den, dankenswerterweise von der Stadtverwaltung zur Verfügung gestellten, interaktiven Probestimmzettel auf der Website der Stadt Selb, mit dessen Hilfe alle möglichen Konstellationen auf Gültigkeit geprüft werden können.
Mit einer großzügigen Spende für den weiteren Ausbau des Jugendraums verabschiedete sich Uli Pötzsch mit seinem Team aus der Moschee.
Klare Positionen bei Dorfveranstaltungen
Zentrale Themen bei den letzten Dorfwahl-veranstaltungen waren neben den dörflichen Belangen die Themen Outlet Center, Krankenhaus, Stadtentwicklung, Haushalt und Freizeit-einrichtungen.
„Wir unterstützen jeden Investor, der gute Ideen und viel Geld nach Selb bringt“, stellte Timo Kluth, der Sprecher der Aktiven Bürger klar.
Bei Munitor sei das bisher der Fall gewesen, auch wenn sich die Umsetzung verzögere. Das habe von der Stadt nicht beeinflusst werden können, da es sich um ein privates Investitionsprojekt handle.
„Wichtig ist jetzt Ruhe zu bewahren und nicht durch öffentliche Investorenschelte andere Investoren für Selb abzuschrecken“, so Kluth.
Oberbürgermeister Uli Pötzsch zeigte die Handlungsmöglichkeiten der Stadt- und Kreisräte zum Thema Krankenhaus in der Vergangenheit auf. Auch die Mitglieder der Stadtratsfraktionen von CSU, SPD und Grünen hätten bei den Entscheidungen im Aufsichtsrat mitgewirkt. “Es ist eine mutige, aber vernünftige und zukunftsweisende Weichenstellung gewesen, einen Teil des Klinikums Fichtelgebirge ambulant zu organisieren und damit aus der Krankenhausfinanzierung herauszunehmen“, stellte Uli Pötzsch fest.
Erfolgreich sei man in den letzten 13 Jahren unter anderem mit den Bayerisch-Tschechischen Freundschaftswochen gewesen. „Es ist gelungen, in den letzten 10 Jahren rund 58 Millionen Euro an Fördermitteln nach Selb zu bekommen, so viel wie nie zuvor!“, führte Kluth an. Dazu hätten die Freundschaftswochen natürlich einen beachtlichen Beitrag geleistet. Der Rosenthal-Park und die Grünanlagen am Grafenmühlweiher haben ein neues Gesicht bekommen und würden von der Bevölkerung noch positiver angenommen. „Hinter den Bahnhof hat kaum ein Selber gern geschaut“, so Pötzsch.
Das habe sich geändert und werde sich noch weiterentwickeln. Zusammen mit der Gastronomie entstehe um den Bahnhof ein wertvolles Stadtquartier, was vor 10 Jahren noch nicht vorstellbar gewesen sei.
In Lauterbach war erwartungsgemäß die entstanden Photovoltaikanlage ein Thema. Dabei wurde neben sachlicher Kritik die Frage erörtert, ob ein Batteriespeicher dort entstehen soll. Uli Pötzsch erläuterte, dass dazu aktuell noch keine Entscheidung der privaten Investoren gefallen sei. Der stellenweise schlechte Zustand der Ortsdurchfahrt, die in der Zuständigkeit des Landkreises liegt, wurde angesprochen und die zu hohe Geschwindigkeit der Fahrzeuge im Kurvenbereich der sehr schmalen Kreisstraße zwischen Ortsausgang Erkersreuth und Lauterbach moniert.
In Selb-Plößberg stellt Oberbürgermeister Uli Pötzsch fest, dass das ehemalige Schulhaus und sein Gelände in den letzten Jahren als Lagermöglichkeit gedient habe und der Parkplatz in der jetzigen Form nach einem Abriss des Gebäudes nicht mehr zur Verfügung stehe, aber dringend benötigt werde. Man habe eine Arondierung des Geländes auf dem Schirm, es seien aber keine überstürzten Maßnahmen erforderlich.
In Unterweißenbach ging Timo Kluth auf die Feuerwehrkonzeptionen zu Fahrzeugen und Gebäuden ein, die letztendlich von allen Stadtratsfraktionen gebilligt worden seien. Die jetzt vor den Wahlen immer wieder auftauchenden Forderungen, zum Beispiel das Feuerwehrhauskonzept erneut zu überprüfen zeigten, dass man weiter für die Dorffeuerwehren kämpfen müsse, weil immer wieder Diskussionen zu Verunsicherungen führen würden. „Schlaue haben wir genug, Tüchtige bräuchten wir mehr“, kommentierte Uli Pötzsch schmunzelnd das Thema abschließend.
Auch in Längenau zeigten die Bürgerinnen und Bürger reges Interesse am kommunalpolitischen Geschehen in der Stadt und ihren Ortsteilen. Ein Thema war der Zustand der Straße nach der Sanierung der ehemaligen Hausmülldeponie, die mit erheblichem Schwerlastverkehr verbunden war. Uli Pötzsch zeigte auf, dass das Problem bekannt sei und man sich bemühe, zur Sanierung der Straße, die Verursacher mit heranzuziehen. Zudem sagte er zu, dass für den Rückschnitt der Bäume, die in den Radweg Richtung Selb hineinragen würden und für die regelmäßige Maht des Bolzplatzes in Längenau eine Lösung gefunden werde.
Insgesamt zeigten die sehr gut besuchten Wahlinformationsveranstaltungen, dass die Dorfbewohner wie erwartet ein reges Interesse am Geschehen in der Stadt haben.
Ehrenamt, Infrastruktur & Zukunft:
Aktive Bürger hören hin!
„Wir sind eine von der Landes- und Bundespolitik unabhängige kommunalpolitische Interessen-gemeinschaft, die sich seit 30 Jahren in der Kommunalpolitik in Selb einbringt, sich um die Belange der Selberinnen und Selber kümmert und das Ziel verfolgt, das Beste für Selb zu tun“, so stellte deren Sprecher Stadtrat Timo Kluth die Aktiven Bürger bei den vergangenen Wahlinfor-mationsveranstaltungen in den Selber Ortsteilen vor. Man brauche dabei kein Parteibuch, da Ulrich Pötzsch über ein ausgeprägtes und großes Netzwerk auf Bezirks-, Landes- und Bundesebene verfüge, um eine Stadt wie Selb zukunftsfähig zu entwickeln.
Oberbürgermeister Ulrich Pötzsch machte deutlich, dass aktive Kommunalpolitik zwischen den Wahlen stattfinde. Man könne das zum Beispiel an den im Stadtrat eingebrachten Anträgen der Fraktionen messen. Da könne sich die Stadtratsfraktion der Aktiven Bürger sehen lassen. Doch neben dem Rückblick auf die vergangene Periode und den vorangetriebenen und verwirklichten Vorhaben, standen bei den Ortsteilbesuchen vor allem die Belange der Dorfbewohner im Mittelpunkt.
Beim Gespräch mit den Spielbergern wurde von diesen der staatsstraßenbegleitende Radweg von Selb nach Großwendern angesprochen. Uli Pötzsch machte klar, dass man diesen unverändert verwirklichen wolle. Es scheitere derzeit jedoch am Grunderwerb zu fairen Bedingungen. Man sei aktuell dabei Lösungen zu suchen, um den Radweg im Laufe der nächsten Wahlperiode zu realisieren.
Weitere Themen in Spielberg waren das Feuerwehrhaus und Tempo 30 im gesamten Dorf, die Sanierung der Ludwigstraße, die nicht besonders attraktiven Außenanlagen des Outlet Centers Selb, der Zustand der Staatsstraße Franz-Heinrich-Straße und Lob für die gelungene Gestaltung des Spielberger Ortseingangs. Uli Pötzsch schlug vor, zur Geschwindigkeitsbeschränkung im gesamten Dorf zunächst eine Verkehrsschau durchzuführen.
In Erkersreuth lobte Oberbürgermeister Ulrich Pötzsch die Übernahme des Schloss Erkersreuth durch die Stiftung „Kulturerbe Bayern“ und deren Plan das historische Gebäude komplett zu sanieren, um es schließlich der Öffentlichkeit zugänglich zu machen. Außerdem werde sich der Stadtrat mit dem Wunsch einer Verlegung der Zufahrt beschäftigen. Timo Kluth zeigte sich erfreut über das Engagement des Fördervereins Schloss Erkersreuth. Hier werde das Ehrenamt gelebt.
In Vielitz ging Timo Kluth auf die Dorfthemen während der letzten 13 Jahre ein. Der schon länger gewünschte Neubau der Ortsverbindungsstraße mit Erhalt der ortsbildprägenden Baumallee sei im Jahr 2018 umgesetzt worden, wodurch die ehemalige Verbindungsstraße nun als Geh- und Radweg genutzt werden könne. Bei der BAB-Ausfahrt Selb-Nord in Richtung Vielitz sei die gewünschte Schranke angebracht worden. Das Feuerwehrkonzept habe auch in Vielitz für ein neues Feuerwehrfahrzeug gesorgt. Es sei festgestellt worden, dass hinsichtlich der Erneuerung von Feuerwehrhäusern in Vielitz kein Bedarf bestehe. Auch sei Vielitz dort, wo gewünscht, mit Glasfaser bis vor die Haustüre ausgestattet worden. Von Seiten der Gäste wurde darauf hingewiesen, dass die ehemalige Verbindungsstraße nach Selb, die jetzt als Fuß- und Radweg genutzt werde, einer Sanierung bedürfe.
In Wildenau lobte Timo Kluth eingangs das unvergleichlich große ehrenamtliche Engagement der Selberinnen und Selber in der Stadt und auf den Dörfern. Oberbürgermeister Ulrich Pötzsch stellte fest, dass die Feuerwehrkonzepte nicht nur notwendig, sondern auch eine Investition in die Zukunft seien. Im anschließenden Gespräch mit den Dorfbewohnern wurde gefragt, ob es in der Selber Stadtverwaltung eine höhere Abwanderung junger Menschen gebe. Uli Pötzsch entgegnete, dass die Fluktuation der anderer Städte entspreche. Problematisch sei jedoch die wachsende Kluft zwischen den tariflich bezahlbaren Löhnen in öffentlichen Verwaltungen und den Löhnen in der freien Wirtschaft. Auch die Facharztausstattung am Selber Krankenhaus war von Interesse. Die Fußballer im Dorf diskutierten die Möglichkeit, in Selb einen Kunstrasenplatz anzubieten und die Ausstattung des Dorfs mit Straßenbeleuchtungen wurde angesprochen.
In Steinselb wurde die Notwendigkeit eines Radweges kritisch hinterfragt und die Versiegelung und der Verbrauch weiterer Flächen kontrovers diskutiert. Es wurde auch der Wunsch einer wirksamen Ausschilderung der Straße zur Kompostanlage und von dort zurück thematisiert. Oberbürgermeister Pötzsch stimmte einer sinnvollen Beschilderung zu, um den Verkehr im Dorf zu reduzieren.
Wahlkampfauftakt in Silberbach
Zum Wahlkampfauftakt der Aktiven Bürger in Silberbach begrüßte deren Sprecher Timo Kluth die Gäste mit der Feststellung: „Die Aktiven Bürger übernehmen seit 30 Jahren erfolgreich Verantwortung in der Selber Kommunalpolitik“. Seit 13 Jahren stelle man mit Uli Pötzsch den Oberbürgermeister und die stärkste Stadtrats-fraktion im Selber Rathaus. „Auch 2026 gilt: Es gibt keine Stadt vergleichbarer Größe, die ein so attraktives Freizeitangebot aufweist“. Darauf seien die Aktiven Bürger stolz.
Man habe die Stadt auch in Krisenzeiten erfolgreich weiterentwickelt. In den letzten Jahren habe sich einiges bewegt. Kluth verwies beispielsweise auf die Bayerisch-Tschechischen Freundschafts-wochen mit ihren gut geförderten, millionen-schweren Investitionen in der Stadt. Die ursprüngliche Idee von Uli Pötzsch sei eine grenzüberschreitende Landesgartenschau ge-wesen. Daraus hätten sich die Freundschafts-wochen entwickelt. „In unserem ehemaliger Bürgerpark entsteht moderner Wohnraum und eine neue Stadtbücherei“. Selb sei Hochschulstandort geworden. Jedes Kind bekomme einen KiTa-Platz, was in Deutschland nicht selbstverständlich sei. Selb sei Kreuzungsbereich von drei überregionalen Radwegen geworden, der staatsstraßen-begleitende Radweg nach Silberbach sei fertiggestellt worden. Es seien Konzepte für die Zukunft der Feuerwehren gemeinsam mit den Kommandanten entwickelt worden. Die Silberbacher Feuerwehr bekomme heuer ein modernes neues Fahrzeug mit Allradantrieb für den großen Waldanteil im Zuständigkeitsbereich. Es werde in Silberbach ein neues Feuerwehrhaus gebaut, das die Mindestanforderungen erfülle und keine Luxusausstattung aufweise.
Oberbürgermeister Uli Pötzsch verdeutlichte, dass die politische Arbeit der Aktiven Bürger zwischen den Wahlen und nicht nur unmittelbar vor den Wahlen stattfinde. „Die Stadträte bringen Ideen und Impulse in den Stadtrat ein“, so Pötzsch. Von 9 Anträgen der Aktiven Bürger seit 2020 seien 8 einstimmig beschlossen worden. Jetzt läge ein Antrag der Aktiven Bürger vor, sich an einem bayerischen Pilotprojekt zum Abbau der bürokratischen Hindernisse zu beteiligen. Er freue sich, Rückhalt von einer so engagierten und interessierten Fraktion zu haben. „Es ist wichtig das Positive an Selb nach außen zu tragen und Optimismus zu zeigen“, so Pötzsch. Das mache die Menschen neugierig auf Selb. 300.000 Besucher kämen jährlich nach Selb, um hier einzukaufen. 2025 seien 600 Menschen nach Selb gezogen. Selb sei eine attraktive Stadt mit einem enormen Freizeitwert und einem beachtlichen Bildung- und Betreuungsangebot für Kinder. Die Aktiven Bürger wüssten zudem genau, wo sie hinwollen. Mit der „Neuen Mitte“ habe man eine gute Stadtentwicklungs-Planung, die unabhängig von Investoren sei.
Hervorzuheben seien aus den letzten sechs Jahren die 70-Millionen Investition von Netzsch in einen Campus, der seines gleichen suche, die Standortentscheidung von Rosenthal, die gelungene Akquisition eines neuen Vollsortiment-Baumarktes, die Entwicklung des Kinos „Spektrum“, die aufwändige Sanierung und Erneuerung des Marien- und Goetheplatzes, die Gestaltung des Bahnhofumfeldes und der Umbau des Rosenthal-Parks und des Parks am Grafenmühlweiher. „Wir Selber haben klug gehandelt, als wir die ehemalige Hutschenreuther-B abgerissen haben“, stellte Pötzsch fest. Davon hätten Netzsch und Rosenthal profitiert und jetzt entstehe dort ein Hochschul-Campus für künftig mehr als 200 Studenten.
Eine große Aufgabe sei der Umbau von stationärer in ambulante Versorgung am Selber Krankenhaus. Die Krankenhauspolitik des Bundes habe ein rasches Reagieren notwendig gemacht, da sich die Summen, die jährlich von den Kommunen hätten ausgeglichen werden müssen ins Uferlose gewachsen seien. Die jetzige Entwicklung biete die Chance das Facharztangebot in Selb weiter auszubauen, eine geriatrische Rehabilitation und eine Tagespflege anzubieten. Zudem sei geplant mehr Hausärzte im ehemaligen Krankenhaus anzusiedeln, da aus Altersgründen hier ein Generationenwechsel bevorstehe.
Ihm sei klar, dass die Stadt vor großen finanziellen Herausforderungen stehe, sagte Ulrich Pötzsch. Als er die Führung in Selb übernommen habe, sei die Stadt mit über 40 Millionen Euro verschuldet gewesen mit Tendenz Richtung 60 Millionen Euro. Mit Hilfe des Freistaates Bayern sei es gelungen, die Schuldenlast auf 13 Millionen Euro zu drücken. Man habe bereits von 2014 bis 2017 ohne genehmigte Haushalte arbeiten müssen und komme damit zurecht. Trotzdem habe man in den letzten 10 Jahren 58 Millionen Euro an Fördermitteln nach Selb geholt und in die Entwicklung der Stadt investiert. „Ich bin zuversichtlich. Lassen Sie uns die Probleme gemeinsam lösen. Lassen Sie uns stolz sein auf unser Selb“, schloss Uli Pötzsch seinen Vortrag.
Nach der Vorstellung der Kandidaten schloss sich eine rege Diskussionsrunde an, bei der es um bezahlbare Wohnungen, Firmenansiedlungen, die Darstellung der Stadt nach außen, Bauvorhaben am Zeidlersberg und Sportanlagen ging.
Wirtschaft und Kommunalpolitik im Dialog bei der Firma Linseis
Auf Einladung der Firma Linseis haben die Aktiven Bürger Selb zusammen mit Oberbürgermeister Ulrich Pötzsch dem Selber Unternehmen am 14.01.2026 einen Informationsbesuch abgestattet. Mit launigen Worten wurden die Mitglieder der kommunalpolitischen Interessengemeinschaft von Seniorchef Claus Linseis und den beiden Geschäftsführern Florian und Dr.-Ing. Vincent Linseis begrüßt. Humorvoll und informativ erhielten die Gäste einen Einblick in die Firmengeschichte und das Produkt-Portfolio.
Linseis sei ein sogenannter „Global Hidden Player“. Neben den rund 100 Arbeitsplätzen am Standort Selb beschäftige man weitere hochqualifizierte Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in den USA, in Indien und in China. „Ohne Präsenz an diesen Standorten geht es heute nicht mehr“ erläuterten Florian und Dr.-Ing. Vincent Linseis, die das Unternehmen in dritter Generation in Selb führen.
In den letzten 15 Jahren habe das Unternehmen seine Produktpalette komplett umgestellt. Heute entwickelt und vertreibt es hochpräzise Messgeräte, die untersuchen, wie sich Materialien bei Hitze und Kälte verhalten. Vereinfacht beschrieben messen die Geräte Vorgänge, die viele noch aus dem Physikunterricht kennen: Eis schmilzt, Wasser verdampft. Auf wissenschaftlichem Niveau zeigen sie jedoch deutlich genauer, wann sich ein Material verändert oder zersetzt, wie lange es stabil bleibt und wie es sich unter besonderen Bedingungen verhält, etwa im Vakuum oder unter Atmosphären, wie sie im Weltall vorkommen.
Die Temperaturbereiche, in denen gemessen wird, reichen dabei weit über unsere Vorstellungskraft hinaus, von extremen Minusgraden bis zu Temperaturen von mehreren tausend Grad. Bei Quantencomputern müssen Bauteile nahezu bis zum absoluten Nullpunkt heruntergekühlt werden. In der Raumfahrt hingegen werden Temperaturen von bis zu 2.800 Grad erreicht, etwa bei Anwendungen für Raketenantriebe. Solche Messungen sind für die Entwicklung fast aller modernen Produkte unverzichtbar. Ob Autobremsen, Smartphone-Akkus, Medikamente oder Lebensmittelverpackungen. Bevor diese Produkte in den Verkauf gehen, wurden ihre Materialien mit genau solchen Geräten geprüft. „Man sieht unsere Technik im fertigen Produkt nicht“, erklärt Dr.-Ing. Vincent Linseis. „Aber ohne sie gäbe es viele dieser Produkte in ihrer heutigen Qualität gar nicht.“
Man sei in der Lage kleine Stückzahlen verschiedener Geräte für kundenspezifische Lösungen schnell zu produzieren und just in time zu liefern. Dabei habe man in den letzten Jahren ein sehr erfreuliches Wachstum verzeichnet. Zu den Kunden zählen Materialwissenschaftler und Ingenieurteams aus der ganzen Welt. Sie arbeiten an Universitäten ebenso wie in Unternehmen der Luft- und Raumfahrt, des Stahlbaus, der Computertechnik und anderer Hightech-Branchen.
Ein anschließender, von den Geschäftsführern kurzweilig moderierter Rundgang durch die durch die Entwicklungs- und Produktionsstätten gewährte einen Blick hinter die Kulissen des Familienunternehmens.
Anschließend tauschte man sich zu den Rahmenbedingungen für kleine und mittelständische Unternehmen in Deutschland, aber auch in Selb aus.
Dabei verdeutlichten die beiden Geschäftsführer detailliert die Probleme der Unternehmen. Immer höhere Sozialabgaben minimieren das frei verfügbare Einkommen der Arbeitnehmer, es mangle an einer sachlichen Migrationspolitik mit einem schlüssigen Einwanderungsgesetz, der Staatsdirigismus sei überbordend und die regulatorischen Vorgaben eines zunehmenden Bürokratismus würden den Betrieben das Leben erschweren. „Made in Germany“ sei weltweit ein starkes Qualitätsversprechen und ein wichtiger Bestandteil der Unternehmensidentität von Linseis.
Oberbürgermeister Ulrich Pötzsch stimmte den Ausführungen zu und verwies auf den jüngsten Versuch der Aktiven Bürger sich an einem Entbürokratisierungsprojekt der Bayerischen Staatsregierung zu beteiligen „Auch wir in der Stadtverwaltung leiden unter der Regulierungswut von EU, Bund, und Land und sehen in dem Projekt von Markus Söder einen guten Ansatz die Rahmenbedingungen der Wirtschaftsunternehmen zu verbessern“, so Pötzsch. Für viele angesprochenen Punkte sei die Landes- und Bundespolitik zuständig.
Hier passiere aber derzeit zu wenig. „Was kann eine Stadt der Größe Selbs leisten? Wir bieten zum Beispiel eine sehr große Palette an weichen Standortfaktoren, die den Unternehmen und ihren Mitarbeitern dient“, führte Pötzsch weiter aus. Dazu würden die schulische Bildung, die Erwachsenenbildung, die Kinderbetreuung und das sportliche und kulturelle Angebot gehören.
Die beiden Geschäftsführer stimmten zu, dass die Lebensqualität, die Lebenshaltungskosten und das kommunale Umfeld in Selb für Unternehmen erfreulich seien. Man empfehle, noch mehr gemeinsame Anstrengungen für eine Ansiedlung der zahlreichen Pendler in der Region zu leisten.
Der Sprecher der Aktiven Bürger, Timo Kluth bedankte sich abschließend mit einem Geschenkkorb für den freundlichen Empfang bei den Geschäftsführern.
Einstimmiges Votum für die Kandidatenliste der Aktiven Bürger Selb
Die Aktiven Bürger Selb haben am vergangenen Samstag ihre Nominierungsversammlung zur Stadtratswahl 2026 im großen Saal der Gaststätte „Blockhütte“ durchgeführt. Die gesamte Liste wurde einstimmig von den knapp 50 anwesenden Personen verabschiedet – ein starkes Signal für Geschlossenheit, Vertrauen und gemeinsame Ziele innerhalb der Wählergemeinschaft.
Nur noch 100 Tage bleiben bis zur Kommunalwahl, und die Aktiven Bürger Selb gehen mit klaren Positionen, viel Motivation und großem Stolz auf ihre Stadt in die entscheidende Phase. „Selb ist auf dem richtigen Weg – und wir wollen diesen Weg weitergehen“, betonte Vorsitzender Timo Kluth in seiner Rede. Die letzten Jahre hätten gezeigt, dass verantwortungsvolle Kommunalpolitik, Mut und Gestaltungswille die Stadt sichtbar vorangebracht haben.
„Wir haben modernisiert, stabilisiert und belebt – und das in Krisenzeiten. Wir haben angepackt, während andere gezögert haben. Und wir haben gestaltet, wenn andere nur genörgelt und das Haar in der Suppe gesucht haben“, so Kluth weiter.
Kritik der Opposition an der positiven Außendarstellung der Aktiven Bürger, bezeichnete er als „mehr als lächerlich“, da diese in den vergangenen sechs Jahren selbst kaum Impulse gesetzt habe und die akquirierten Fördergelder von Bund und Land einzig und allein unserer aktiven Stadtverwaltung und dem Oberbürgermeister zu verdanken seien. „Dies liegt auch daran, dass die Aktiven Bürger die gesamte Wahlperiode über Politik für Selb machen und nicht erst, wenn der Wahlkampf vor der Tür steht“, fügte Kluth hinzu.
Trotz aller Erfolge betonten die Aktiven Bürger, dass eine Wahl nie ein Selbstläufer sei. Vielmehr sei sie Auftrag, Herausforderung und Chance zugleich: Ein Auftrag die Stadt weiterhin zukunftssicher zu gestalten, eine Herausforderung dies auch in Krisenzeiten umzusetzen und eine Chance, die erfolgreiche Arbeit fortzuführen und sie weiter mit den Menschen dieser Stadt auszubauen.
Und dafür stellen die Aktiven Bürger Selb ein starkes Team vor, das engagierte Frauen und Männer, unterschiedliche Generationen, zahlreiche Berufsgruppen und beeindruckendes Ehrenamt verbindet und geschlossen hinter Oberbürgermeister Uli Pötzsch steht.
Mit dieser vielfältigen Mannschaft wollen die Aktiven Bürger Selb in den kommenden Monaten deutlich machen, wofür sie stehen: Für Mut, Verantwortung, Zusammenhalt und die konsequente Weiterentwicklung der Stadt. "Wir gehen geschlossen und entschlossen in diesen Wahlkampf - für ein starkes Selb, für 2026 und für unsere Zukunft", so der Vorsitzende abschließend
Zu ihrem Oktober-Stammtisch in der Gaststätte „Blockhütte“ begrüßte der Fraktionsvorsitzende der Stadtratsfraktion, Dr. Klaus von Stetten, Oberbürgermeister Uli Pötzsch und zahlreiche Mitglieder und Gäste. Er zeigte sich erfreut über den großen Zulauf, den die Aktiven Bürger derzeit erfahren würden.
Ein aktuelles Thema war die mediale Behandlung der nach Hof umgesiedelten Agrardieselstelle des Zolls in Selb. Uli Pötzsch erläuterte, dass der Zoll bisher zwei Einheiten in Selb unterhalten habe. Als kleine Einheit die Agrardieselstelle und als weitaus größere eine Kontrolleinheit.
Es sei die Folge einer Entscheidung der Ampelkoalition im Bundestag gewesen, die den stufenweisen Rückbau dieser Unterstützung der Landwirte Anfang 2024 beschlossen hatte. „Jetzt will man in Berlin diesen Beschluss wieder rückgängig machen, der Zoll wird aber die Agrardieselstelle in eigenen Liegenschaften in Hof beibehalten,“ so der Oberbürgermeister. Gleichzeitig werde in Selb ein neues Betriebsgebäude geplant, der Zoll wolle sich in Selb insgesamt vergrößern. „Es handelt sich also um eine interne Umstrukturierung, keinen Verlust einer Behörde.“
Bernd Neupert stellte klar, dass es sich beim Agrardiesel um keine Subvention im klassischen Sinne, sondern um eine Rückerstattung des Dieselanteils für die vergleichsweise sehr geringe Nutzung öffentlicher Verkehrswege handle. Der größte Anteil des Diesels werde von den Landwirten für die Bearbeitung der landwirtschaftlichen Flächen benötigt.
Die Entscheidung, die Rückerstattung des Agrardieselanteils für die Landwirte abzubauen sei eine Fehlentscheidung der Bundespolitik gewesen, ergänzte Klaus von Stetten und verwies auf den Rückgang der landwirtschaftlichen Tierhaltung und der Feldwirtschaft auch im Fichtelgebirge. „Ich hoffe, diese Entscheidung wird zu 100 Prozent revidiert“.
Einig waren sich die Stammtischbesucher, dass Selb mit KiTas und Schulen gut aufgestellt ist. „Der Neubau des Kindergartens auf der Kappel schreitet erfreulich voran“, stellte Uli Pötzsch fest. In der Oktober-Stadtratssitzung würden weitere Details zur Erschließung der Zufahrtsstraße behandelt.
Der Bau der auf dem Jahnplatz geplanten KiTa solle bereits 2026 ausgeschrieben werden. Auf dem ehemaligen Bürgerbräu-Gelände plane man die Errichtung eines Hortes. „Auch in Zukunft können wir in Selb ein hundertprozentiges Angebot an Kindertagesstätten anbieten:“ Das sei nicht selbstverständlich erklärte Pötzsch. Damit hebe sich Selb mit seinen Kindertagesstätten und seinem Bildungsangebot für Kinder, Jugendliche und junge Erwachsene deutlich von anderen Städten in Oberfranken ab.
Aus der Wirtschaft gebe es Erfreuliches zu berichten. Netzsch komme mit ihrem Bauvorhaben im Rahmen der 70-Millionen-Investition gut voran. Es sei geplant das Verwaltungsgebäude im 4. Quartal 2026 und das Application Center 2028 fertigzustellen. „Wir Selber sind der Firma Netzsch für diese Standortentscheidung dankbar“, so Pötzsch.
Gut für Selb sei auch die Zusage von Hagebaumarkt auf dem ehemaligen Toom-Gelände mit einem Vollsortiment-Baumarkt an den Start zu gehen. „Das hat für Erleichterung bei den Dienstleistern, den Handwerksbetrieben und den Privatkunden in der Region gesorgt“, sagte Pötzsch.
Rund 20 Prozent der Kunden komme aus dem benachbarten Tschechien. Deshalb habe das gemeinsame Oberzentrum mit Asch eine Rolle gespielt. Von Bedeutung seien auch die Unterschriften gewesen, die im bisherigen Baumarkt gesammelt worden seien. Die Verwaltung, allen voran der Wirtschaftsförderer im Rathaus habe hier nicht nur eine aufwändige Akquise betrieben, sondern sich zusammen mit dem Bauamt und einer ortsansässigen Spezialfirma um das Thema „Radon-Sanierung“ gekümmert.
Man sei in der Stadtverwaltung zuversichtlich, dass es gelingen werde trotz umfangreicher Baumaßnahmen bereits 2026 an den Start zu gehen.
Die Diskussion der Sicherheitslage in Selb war schließlich noch ein Thema. Auslöser waren die Einbrüche in städtische Gebäude. „Hier waren Profis am Werk“, konnte Pötzsch berichten. Durch die kürzlich abgeschlossenen Sanierungsmaßnahmen sei die Sicherheit im Rathaus verbessert worden. Er gehe von Bandenkriminalität aus, da auch andere Städte in der Region betroffen waren. Auch wenn solche Vorfälle immer wieder einmal vorkämen, sei Selb dennoch eine sichere Stadt. Das sei von der Polizeiführung anlässlich des letzten Sicherheitsgesprächs anhand von Fakten aufgezeigt worden. Es gebe keine Besonderheiten in Selb im Vergleich zu anderen Städten in Oberfranken.
Ulrich Pötzsch, seit 2013 Oberbürgermeister der Stadt Selb, wird bei den Kommunalwahlen am 8. März 2026 erneut für das höchste Amt der Stadt kandidieren.
Bei der Nominierungsversammlung der „Aktiven Bürger Selb“ erhielt er ein einstimmiges Votum:
Alle 44 stimmberechtigten Mitglieder sprachen ihm ihr Vertrauen aus – begleitet von langanhaltendem Applaus und einem Bekenntnis zur weiteren gemeinsamen Arbeit.
Bereits im Frühjahr hatte Pötzsch öffentlich erklärt, dass er für eine dritte Amtszeit zur Verfügung steht. Nun erfolgte die offizielle Bestätigung durch seine Gruppierung.
In ausführlichen Redebeiträgen würdigten sowohl Vorstandssprecher Timo Kluth, Dr. Klaus von Stetten als auch Ulrich Pötzsch selbst die bisherige Arbeit und gaben einen Ausblick auf die kommenden Jahre.
„Uli Pötzsch bringt Selb mit Herzblut voran“
Timo Kluth hob insbesondere die Verdienste des Oberbürgermeisters für die junge Generation hervor. Pötzsch habe es verstanden, Kindern, Jugendlichen und jungen Familien Räume und Perspektiven in der Stadt zu eröffnen. „Das JAM, der Jugendtreff am Vorwerk, neue Sportanlagen, der Skatepark, der Wave Garden und nicht zuletzt die Wiederbelebung des Kinocenters als kommunales Kino SPEKTRUM – all das sind Meilensteine seiner Politik für die Jugend“, betonte Kluth.
Auch digitale Lernchancen seien unter Pötzschs Führung ausgebaut worden. Mit dem Digitalpakt an Grund- und Mittelschulen sei Selb in die digitale Bildungszukunft gestartet.
Darüber hinaus sprach Kluth von einer klaren Stärkung der Perspektiven junger Erwachsener: Selb sei Hochschulstadt geworden und verfüge heute über Studienangebote der Hochschule Hof im Bereich Design und Mobilität. „So entsteht ein Lebensumfeld, in dem junge Menschen nicht nur aufwachsen, sondern auch bleiben können“, so Kluth.
Für junge Familien habe Pötzsch entscheidende Verbesserungen geschaffen: mehr Kita-Plätze, attraktive Spielplätze, ein ausgebautes ÖPNV-Angebot mit innovativen Ideen wie dem Fifty-Fifty-Taxi sowie neue Wohngebiete mit gezielter Förderung für Um- und Ausbaumaßnahmen. „Unter seiner Verantwortung zeigt Selb, dass es familienfreundlich ist“, erklärte Kluth und resümierte: „Viele Projekte sind angestoßen, aber noch nicht abgeschlossen. Wir brauchen jemanden mit Erfahrung, Mut und Tatkraft, um sie fertigzustellen. Das ist Uli Pötzsch.“
„Ein Glücksfall für Selb“
Dr. Klaus von Stetten, Gründungsmitglied der Aktiven Bürger und Fraktionsvorsitzender im Stadtrat, stellte Pötzschs übergreifende Führungsstärke und sein Organisationstalent in den Mittelpunkt. „Unter seiner Leitung hat sich Selb stabilisiert und in vielerlei Hinsicht positiv entwickelt“, erklärte er.
Als Beispiele nannte er die Erneuerung der Stadteingänge am Marienplatz und Goetheplatz sowie die Planungen im Bahnhofsumfeld. Besonders hob er hervor, dass Pötzsch es verstehe, Zustimmung über Fraktionsgrenzen hinweg zu gewinnen.
Von Stetten lobte außerdem Pötzschs Kommunikationsstil: „Er ist glaubwürdig, authentisch und begegnet allen Menschen auf Augenhöhe – auch den kritischen.“
In Krisenzeiten habe er sich als besonnener und schneller Entscheider bewährt – etwa während der Corona-Pandemie oder bei Fragen der Sicherheit. „Es geht nicht darum, was man vor einer Wahl verspricht, sondern was man seit der letzten Wahl geleistet hat. Uli Pötzsch hat in dieser Hinsicht Maßstäbe gesetzt. Er ist ein Glücksfall für Selb“, resümierte von Stetten.
Von Stetten ging zudem auf die betriebswirtschaftliche Seite der Stadtentwicklung ein. Unter Pötzsch sei es gelungen, die kommunalen Finanzen zu stabilisieren und gleichzeitig mutig in Zukunftsprojekte zu investieren. „Uli Pötzsch hat Betriebswirtschaft gelernt und vor seiner ersten Amtszeit als Oberbürgermeister das Unternehmersein geübt. Die Voraussetzung mit Zahlen professionell umgehen zu können, ist für das Amt eines Oberbürgermeisters unabdingbar“, machte er deutlich.
„Gemeinsam haben wir viel erreicht – und noch viel vor“
In seiner eigenen Rede blickte Ulrich Pötzsch auf 13 Jahre Amtszeit zurück und zeigte sich zugleich voller Energie für die Zukunft. Er erinnerte an seine Anfänge, als er ohne Parteibuch ins Rennen gegangen sei: „Wir haben bewiesen, dass erfolgreiche Kommunalpolitik auch ohne Parteistrukturen in München oder Berlin möglich ist – wenn man mit den Menschen und für die Menschen arbeitet.“
Pötzsch betonte die Erfolge der vergangenen Jahre:
Besonders hervor hob er die enge Zusammenarbeit mit Stadtrat, Verwaltung und Bürgerschaft: „Nur gemeinsam konnten wir diese Stadt so weit bringen. Und nur gemeinsam werden wir die nächsten Schritte gehen.“
Mit Blick auf die Zukunft verwies Pötzsch auf weitere Themen, die er anpacken will: die Sicherung der medizinischen Versorgung am Klinikum Fichtelgebirge, die Weiterentwicklung der VHS als Bildungszentrum, die Fertigstellung neuer Wohnprojekte sowie eine konsequente Stärkung von Wirtschaft und Kultur. „Selb ist eine Bildungsstadt, eine Familienstadt und eine Stadt der Chancen – und das soll sie bleiben“, so Pötzsch.
Zum Abschluss bedankte er sich für den Rückhalt in seiner Gruppierung und bei seiner Familie: „Euer Vertrauen ist das Rückgrat meiner Politik. Ich bin überzeugt: Gemeinsam werden wir weiter das Beste für Selb erreichen.“
Die politische Gruppierung „Aktive Bürger Selb“ feiert in diesem Jahr ihr 30-jähriges Bestehen. Zahlreiche Mitglieder waren zu diesem besonderen Anlass in die „Hockey-Hütte“ am Eisstadion gekommen. Das Jubiläum wurde in festlichem Rahmen begangen – mit Rückblicken, Ehrungen und einem optimistischen Blick in die Zukunft.
Feierlicher Auftakt mit Dank an die Gründerväter
Besonderen Applaus erhielten die anwesenden Gründungsmitglieder. Seit den Anfängen im Jahr 1995 sind Dr. Klaus von Stetten, Ulrike Kropf und Brigitte Heinrich bis heute Teil der Gemeinschaft. Große Anerkennung galt zudem Klaus Cullmann, der damals die Idee zur Gründung der „Aktiven Bürger Selb“ hatte und damit den Grundstein für drei Jahrzehnte erfolgreiche politische Arbeit legte.
Vorstandssprecher Timo Kluth eröffnete den Abend mit einer Rede, in der er die Entwicklung und die Leistungen der Gruppierung würdigte. „Wir feiern 30 Jahre Aktive Bürger Selb – drei Jahrzehnte voller Engagement, voller Verantwortung und voller Leidenschaft für unsere Stadt“, betonte Kluth. Ziel sei es von Beginn an gewesen, pragmatische Lösungen für Selb zu finden, unabhängig von Parteipolitik und ohne Vorgaben aus München oder Berlin.
Politische Erfolge und Verantwortung
Heute, so Kluth, könne man mit Stolz auf eine Erfolgsgeschichte blicken. Die Aktiven Bürger hätten zahlreiche Projekte für die Stadt auf den Weg gebracht und die Stadtentwicklung Schritt für Schritt vorangebracht. Besonders hervorgehoben wurde, dass die Gruppierung seit 13 Jahren den Oberbürgermeister stellt und aktuell mit neun von 24 Stadträten die größte Fraktion im Stadtrat bildet.
Mit großem Dank wurden auch Oberbürgermeister Ulrich Pötzsch für seinen langjährigen Einsatz, Dr. Klaus von Stetten für sein unermüdliches Engagement im Stadtrat sowie die Mitglieder und Unterstützer gewürdigt, die durch vielfältige Aufgaben und ehrenamtliches Engagement den Erfolg der Gruppierung mittragen.
Gemeinschaft und Zukunftsziele
Neben offiziellen Worten kam auch die persönliche Wertschätzung nicht zu kurz. Kleine Präsente wie Lebkuchenherzen und eigens gestaltete Jubiläumsmagnete unterstrichen den festlichen Charakter des Abends. „30 Jahre Aktive Bürger ist eine Erfolgsgeschichte. Aber es ist keine Geschichte, die zu Ende ist. Im Gegenteil: Wir haben noch viel vor“, so Kluth in seinem Ausblick.
Die Ziele bleiben klar: Selb soll weiterhin ein attraktiver Wohn- und Wirtschaftsstandort bleiben, die Kultur gestärkt und die Lebensqualität für alle Bürgerinnen und Bürger erhöht werden. „Stolz auf Selb“ lautete das Leitmotiv der Rede – ein Bekenntnis zur Heimatstadt und ein Versprechen für die Zukunft.
Ehrungen und Programm
Im weiteren Verlauf des Abends wurden Gründungsmitglieder und langjährige Unterstützer feierlich geehrt. Bilder und Anekdoten aus drei Jahrzehnten machten den Rückblick lebendig. Den festlichen Höhepunkt bildete die Nominierung des Oberbürgermeisterkandidaten für die Wahl 2026 (selb-live.de berichtete).
Rückblick: Meilensteine der Aktiven Bürger Selb
Gründung: September 1995
Kommunalwahl 1996: Drei Mandate – Klaus Cullmann, Klaus von Stetten, Wolfgang Neidhardt
OB-Wahl 2001: Klaus von Stetten als Kandidat mit 13 Prozent
Kommunalwahl 2002: Fünf Mandate – unter anderem Horst Küspert und Klaus Meier ergänzen die Fraktion
OB-Wahl 2007: Klaus von Stetten erreicht 45,6 Prozent
Kommunalwahl 2008: Sechs Mandate, darunter Ulrich Pötzsch
OB-Wahl 2013: Ulrich Pötzsch wird mit 56,5 Prozent Oberbürgermeister Nachrücker
Kommunalwahl 2014: Acht Mandate
Kommunalwahl 2020: Neun Mandate
OB-Wahl 2020: Ulrich Pötzsch bleibt Oberbürgermeister mit 85,6 Prozent
Zu ihrem September-Stammtisch waren die Aktiven Bürger zu Gast im liebevoll renovierten historischen Bauernhof „Gottlieb“ der Familie Rahm in Oberweißenbach.
Mit einem Präsent bedankte sich Vorsitzender und Sprecher Timo Kluth im Namen der 45 Stammtischbesucher bei Manuela und Martin Rahm für die Einladung und die Bewirtung.
Oberbürgermeister Ulrich Pötzsch ging auf das politische Geschehen in Selb ein.
Mit deutlichen Worten rügte er die immer wieder aufflammende Kritik der Opposition im Selber Stadtrat an den Bemühungen externer Investoren, die aufgrund der wirtschaftlichen Gesamtlage bei der Umsetzung ihrer Vorhaben in Schwierigkeiten geraten seien.
„Das hinterlässt keinen guten Eindruck bei künftigen Investoren, die in unserer Stadt Vorhaben verwirklichen wollen!“ so Pötzsch.
Man müsse alle Investoren gleich & fair behandeln und vor allem Geduld in schwieriger wirtschaftlicher Lage mitbringen. Insbesondere wenn sich der Stadt keine Alternativen böten.
In den letzten 13 Jahren habe sich nicht nur der Schuldenstand der Stadt von über 40 Millionen Euro auf circa 15 Millionen Euro reduziert, es seien gleichzeitig mehr als 50 Millionen Euro in Bau-Investments nach Selb geflossen. „Mit Hilfe der staatlichen Fördermittel hat sich etwas getan in Selb und das in teilweise schwierigen Zeiten“, so Pötzsch weiter. Er verwies beispielsweise auf die Stadteingänge, wie den Marienplatz und den Goetheplatz, auf das Bahnhofsumfeld, die Stadtparks, die Selbbach-Renaturierung, das Spektrum als kommunales Kino und Designcafe und die Hochschule für Produktdesign.
In Entwicklung seien unter anderem die Designstudios für die Schule für Produktdesign, die Gestaltung der Ludwigstraße, die Sanierung der Volkshochschule. „Derzeit entstehen in Selb mehr als 40 neue Wohnungen“, zeigte sich Pötzsch erfreut. Dazu zähle auch das Gebäude im Bürgerpark, das von der Firma NWS engagiert vorangetrieben werde.
Zusammen mit dem bereits bestehenden Spektrum entstehe hier ein lebenswertes neues Stadtquartier. „Wer der Stadt vorrechne, mit wieviel Geld ein Besuch im Spektrum subventioniert werde, der müsse auch Einrichtungen wie das Rosenthal-Theater, das Waldbad, die Eishalle und das Hallenbad in Frage stellen.
Wir Aktiven Bürger wollen das aber nicht und haben in den letzten 13 Jahren bewiesen, dass wir die finanziellen Herausforderungen bewältigen können.“ verdeutlichte Pötzsch.
Erfreulich sei auch, wie sich die Gastronomie in Selb mit Hilfe privater Investoren entwickelt habe. Und gerad die Investoren hätten es verdient, dass man die Stadtentwicklung positiv darstelle. „Mit Gejammer hat noch niemand interessierte und neugierige Menschen nach Selb gelockt“, so der Oberbürgermeister.
Auch das Thema Feuerwehr wurde am Stammtisch behandelt: „Wer mit Hilfe von missverständlich formulierten Umfragen in Ortsteilen die Notwendigkeit eines neuen Feuerwehrhauses in Frage stellt, verunsichert die Dorfbewohner und sorgt für nicht notwendige Unruhe und Zweifel“, kritisierte Pötzsch mit Blick auf die bevorstehende Informationsveranstaltung in Silberbach. Er sei sich sicher, dass die unvollständig platzierten Informationen und die daraus entstandenen Missverständnisse ausgeräumt werden können und Silberbach das zweifelsfrei notwendige neue Feuerwehrhaus erhalten werde. Schließlich habe sich der Stadtrat in öffentlichen Sitzungen ausgiebig mit dem Thema beschäftigt.
Mit der Feststellung "Wir Aktiven Bürger sind angetreten, das Beste für Selb zu machen. Wir werden auch künftig Probleme mutig angehen, Lösungen suchen und finden, denn wir sind stolz auf Selb", schloss Uli Pötzsch seine Ausführungen.
„30 Jahre Aktive Bürger – seit 30 Jahren gibt es konstruktive Stadtpolitik mit den Aktiven Bürgern in Selb,“ so begrüßte Oberbürgermeister Ulrich Pötzsch die 35 Mitglieder, Stadträte und Gäste im Horst-Schaller-Haus, dem ehemaligen Gasthaus Wiesental in Mühlbach zum Mai-Stammtisch. Man werde dieses Jubiläum im Herbst gebührend feiern, versprach Ortsvorsitzender und Stadtrat Timo Kluth.
„Es winkt bereits das nächste Jubiläum mit der 600-Jahrfeier 2026“, fügte Uli Pötzsch augenzwinkernd hinzu. Vertreterinnen und Vertreter der Stadtratsfraktionen hätten zusammen mit Mitarbeiterinnen der Stadtverwaltung bereits erste Vorschläge zum Ablauf und zur Gestaltung besprochen. „Eines kann man jetzt schon sagen: die Selberinnen und Selber werden zu diesem Jubiläum ein großartiges Fest feiern,“ so Pötzsch.
Mit einem weiteren Jubiläum werden sich die Selber in Kürze beschäftigen: 25 Jahre ist es her, dass der Freundschaftsvertrag zwischen Selb und Beaucouzé offiziell unterzeichnet wurde. „Es haben sich Freundschaften entwickelt, die weit über eine Städtepartnerschaft hinausgehen“, sagte Pötzsch, der während seiner bisherigen Amtszeit die französische Partnerstadt schon wiederholt besucht hat. „Ich freue mich auf den diesjährigen Gegenbesuch meines französischen Amtskollegen Yves Colliot.“ An Himmelfahrt werden die französischen Freunde in Selb erwartet. Er sei der Selber Deutsch-Französischen Gesellschaft dankbar, dass sie diese Festtage wieder gut vorbereitet hätten.
Stolz sollten die Selber auch auf das erstmalig völlig neu gestaltete Bürgerfest im Rosenthal-Park sein. Er freue sich darauf und hoffe jetzt auf „Kaiserwetter“ für die Veranstaltung, so Pötzsch.
Sehr am Herzen gelegen seien ihm im Zusammenhang mit den Festivitäten, die viele Gäste in die Stadt bringen würden, die Stadteingänge und deren Erscheinungsbild. „Wenn man den Marienplatz mit der Zeit vor seiner Sanierung vergleicht, weiß, was hier geschaffen wurde“, so Pötzsch. Es sei ein Kraftakt gewesen, die zahlreichen Versorgungsleitungen neu anzulegen. Jetzt werde das Bauwerk von einer schön gestalteten Verkehrsinsel bedeckt.
Mit dem Goetheplatz am Bahnhof verhalte es sich genauso. Probleme seien erst aufgetaucht, als man begonnen habe zu graben. Man habe sich dadurch nicht irritieren lassen und den Goetheplatz und das gesamte Bahnhofsumfeld überplant. „Das bisherige Ergebnis ist schon phantastisch“ freute sich Pötzsch und erläuterte die Endausbaustufe des neuen Stadtquartiers. „Vom Lokschuppen bis zur Bahnbrücke vor der Kappeleinfahrt wird sich dann das gesamte Gelände in einem ganz neuen Licht präsentieren.“ Dass es gelungen sei, auch im Bahnhofgebäude eine beliebte Gastronomie zu etablieren rund das gesamte Projekt, das aus den Bayerisch-Tschechischen Freundschaftswochen entstanden sei, ab.
Auf den Bürgerpark angesprochen stellte Ulrich Pötzsch fest: „Der Ball liegt jetzt im Spielfeld der Bayerischen Staatsregierung“. Aber er sei zuversichtlich, dass es gemeinsam gelingen werde, für das sehr positive Projekt so schnell wie möglich eine Lösung zu finden. Dann habe man zusammen mit dem Spektrum einen weiteren Ort in Selb mit herausragender Aufenthaltsqualität.
Wolfgang Achtziger regte an, im Jahr 2027 eine „Ehrenamtsmesse“ wie es sie schon anderen Städten gebe zu veranstalten. Die zahlreichen Vereine könnten sich dann präsentieren und für Mitglieder werben.
Abschließend erläuterten Timo Kluth und Klaus von Stetten noch grundsätzliche Überlegungen zum bevorstehenden Wahlkampf. Einhellig waren die „Stammtischler“ der Auffassung, dass die Auseinandersetzung mit den Mitbewerbern von Seiten der Aktiven Bürger wie bisher stets fair und nicht polemisch geführt werden solle. Die Selberinnen und Selber würden sich überwiegend für Fakten interessieren.
Mit langanhaltendem Applaus reagierten die 27 Stammtischbesucher im Restaurant
„Madame Nga“ auf die Ansage von Oberbürgermeister Ulrich Pötzsch zur Kommunalwahl
2026. „Selbstverständlich bin ich bereit und bestens motiviert wieder als Oberbürgermeister
von Selb anzutreten, wenn mich die Aktiven Bürger nominieren.“ Es gebe vieles zu
vollenden, was in den letzten zwei Legislaturperioden angestoßen und entwickelt worden sei.
Es sei spannend und herausfordernd, die noch nicht abgeschlossenen Projekte zu begleiten
und wo immer es geht, anzuschieben. „Ich würde mich auf eine dritte Amtsperiode freuen,“
stellte der Oberbürgermeister gut gelaunt fest.
Der Ortsvorsitzende, Stadtrat Timo Kluth ließ keinen Zweifel daran, dass die Aktiven Bürger
Ulrich Pötzsch wieder ins Rennen schicken werden. „Uli Pötzsch ist ein souveräner
Kommunalpolitiker, der es versteht, die Menschen mitzunehmen,“ so Kluth. Zudem habe er
den betriebswirtschaftlichen Background und das unternehmerische Können, das ein
Oberbürgermeister brauche.
„Nur wer zahlreiche Projekte entwickle, müsse auch damit rechnen, dass das ein oder
andere nicht wie geplant oder manchmal gar nicht umsetzbar ist,“ betonte der
Fraktionsvorsitzende im Stadtrat, Dr. Klaus von Stetten. Die Zahl der in den letzten zwölf
Jahren entstandenen Einrichtungen, Neugestaltungen und Infrastrukturmaßnahmen sei
enorm. Die Klarstellung, dass Pötzsch wieder der Kandidat der Aktiven Bürger sein wird,
heiße nicht, dass es jetzt einen einjährigen Wahlkampf geben werde. „Wir wollen die
Selberinnen und Selber nicht nerven,“ so von Stetten. Ab dem Herbst bleibe noch genug
Zeit, die Themen sachlich und informativ aufzubereiten. „Auf jeden Fall werden wir keine
Polemik üben und unsere Meinung immer sachlich rüberbringen.“
Bei seinem Bericht zu den aktuellen Entwicklungen im Stadtgeschehen ging Ulrich Pötzsch
auf das Kommunale Kino „Spektrum“ ein. „Es wird von den Kinofans zunehmend
frequentiert“, so Pötzsch. Im vergangenen Jahr konnten wir mehr als 12000 Besucher
begrüßen. Der hohe Millionenzuschuss des Freistaats Bayern ist also zweckgebunden sehr
gut eingesetzt.
Bei den letzten beiden „After-Work-Partys“ sei es im Designcafé des Spektrums proppenvoll
mit Besuchern aller Altersklassen gewesen. Es freue ihn, dass im Herbst das 19.
oberfränkische Jugendfilmfestival, bekannt unter dem Namen „Jufinale“ im Spektrum
stattfinden werde.
„Gegenüber vom Spektrum wird in wenigen Wochen der Bau des ökologisch nachhaltigen
Gebäudes starten, in dem auch die neue Stadtbücherei einziehen wird“, zeigte sich Pötzsch
zuversichtlich. Dann entstehe in der unteren Poststraße ein innerstädtisches Quartier mit
hohem Freizeitwert, das den Menschen Bildung und Unterhaltung biete.
Auch mit den Planungen zu den Designstudios der Hochschule für Produktdesign gehe es
voran. Von hohem Wert sei es, dass künftig Studiengänge in englischer Sprache dort
angeboten würden. „Das ist ein Türöffner für Studenten aus ganz Europa“, freute sich der
Oberbürgermeister.
Die östliche Ludwigstraße und in einem weiteren Schritt der Marktplatz würden eine
gestalterische Verbesserung erfahren. Ihn habe es gefreut, dass bei der
Informationsveranstaltung dazu im Rosenthal Theater sich so viele Selberinnen und Selber
mit konstruktiven Vorschlägen eingebracht hätten. Bereits jetzt biete die Stadt
Förderprogramme in der Innenstadt, die nicht nur die Gastronomiegebäude erreichen
würden. „Der Marktplatz 1, das Haus der Hebammen, das ehemalige Farben-Bauer-
Gebäude hinter der Cortina-Bar haben beispielsweise bereits davon profitiert“, berichtete
Pötzsch. Die Konzentration der Förderung auf nur ein Thema wäre für die Entwicklung der
Innenstadt nicht ausreichend. Durch die weiter gesteckte Förderkulisse könne man die
Gastronomie, den Einzelhandel, Dienstleistungsunternehmen und private Hausbesitzer
innerhalb des ausgewiesenen Fördergebiets unterstützen.
Mit der „Neuen Mitte Selb“ habe der Stadtrat einstimmig eine Plankulisse geschaffen, die
aufzeige, wie sich die Stadt in den nächsten Jahrzehnten entwickeln will. Bereits vorhandene
Handelsflächen auf dem innerstädtischen Gebiet seien wertvoll und die derzeitigen
Eigentümer wollen diese nicht verkaufen, sondern selbst im Rahmen des Stadtumbaus
nutzen.
Mit einem umfangreichen Überblick über die anstehenden Neubauten von Kindergärten und
Horteinrichtungen, schloss Ulrich Pötzsch seine Ausführungen.
„Selb ist mit dem kommunalen Energieversorger ESM gut aufgestellt,“ das sagte Oberbürgermeister
Ulrich Pötzsch beim gut besuchten Februarstammtisch in der Gaststätte „Blockhütte“ am Reuthberg.
Man sei dem scheidenden Geschäftsführer Klaus Burckhardt dankbar und freue sich jetzt auf die
Zusammenarbeit mit dem Nachfolger Matthias Jakob. „Wir haben als Stadt und über deren Grenzen
hinaus ein breitgefächertes Portfolio aus Windkraft, Photovoltaik, Energie aus Wasserkraft und aus
Biogasanlagen,“ so Pötzsch weiter. Die Aktiven Bürger würden zu einer durchdachten und sinnvollen
Energiewende stehen. „Atomenergie ist keine Alternative, eine Rückkehr dorthin undenkbar,“ zeigte
sich der Fraktionsvorsitzende der Aktiven Bürger im Stadtrat, Klaus von Stetten überzeugt. Die Angst
der Bevölkerung vor einem Endlager in der Region sei nachvollziehbar und berechtigt.
Es gelte jetzt bei der Nahwärmversorgung voranzukommen und den Selberinnen und Selbern mittel-
bis langfristig so die Heizung der Wohnungen erschwinglich zu machen und gleichzeitig bei der
Energieversorgung weitgehend autark zu werden.
Erleichtert zeigten sich die Stammtischbesucher über die Entscheidung von Rosenthal, in der
Porzellanstadt zu bleiben und auch energetisch in die Zukunft zu investieren. „Ich bin allen dankbar,
die bei Rosenthal Verantwortung tragen,“ so Pötzsch. Es gelte jetzt, die besten Fördermöglichkeiten
präzise auszuloten. Er ziehe den Hut vor den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern, die durch
persönlichen Verzicht zu der für Selb positiven Entscheidung wesentlich beigetragen hätten.
Martin Pape fügte hinzu, dass Rosenthal als Marke mit seiner weltweiten Ausstrahlung für das Image
von Selb enorm wichtig sei.
Die Diskussion um die medizinische Versorgung in Selb war ein weiteres Thema des Stammtisches.
Dr. Klaus von Stetten, der als Mitglied im Kreistag Wunsiedel und Referent für gesundheitspolitische
Fragen im Selber Stadtrat, unter anderem den Oberbürgermeister berate, zeigte sich überzeugt, dass
man mit dem Umbau des Selber Hauses in eine ambulante Versorgungsstätte frühzeitig den richtigen
Schritt getan habe. Ohne diese Entscheidung wäre die Existenz des gesamten Klinikums Fichtelgebirge
auf dem Spiel gestanden. „Ob die Bundesgesundheitspolitik eine flächendeckende Versorgung mit
kleinen Krankenhäusern zulässt, werden die nächsten 25 Jahre zeigen“, so der Mediziner von Stetten
weiter. Die Landkreise und Städte in Deutschland seien nicht in der Lage, die stationäre
Gesundheitsversorgung auch nur teilweise zu finanzieren. Das würde zu Lasten der
Freizeiteinrichtungen und des ehrenamtlichen Engagements gehen.
„Selb mit seinen 15500 Einwohnern weist ein unglaubliches Angebot an Freizeiteinrichtungen auf,“
sagte Michelle Röder. Es gebe in Deutschland keine Stadt dieser Größe, die ein Theater, eine
Eissporthalle, ein Naturbad, ein Hallenbad, ein kommunales Kino und alle Schulen von der
Grundschule bis zur Hochschule bieten könne. Das sei ein Grund, stolz auf unsere Stadt zu sein.
Stadträtin Anneliese Schade fügte hinzu, dass sie sicher sei, dass der Bikepark am Kornberg und die
lang erwartete Bebauung des Bürgerparks mit der neuen Stadtbücherei trotz der schwierigen
Bausituation bald Gestalt annehmen werde. „Ein Grund mehr zu sagen: Selb bietet den jungen
Menschen ein sehr gutes Spektrum an Freizeitbeschäftigung und Bildung“.
22.02.2025
Dr. Klaus von Stetten

Mit dem Dank von Uli Pötzsch an alle, die in den vergangenen zwei Jahren wieder Verantwortung getragen hätten, starteten die Aktiven Bürger in ihre Jahreshauptversammlung 2024.
32 Mitglieder und Gäste waren
dazu in die Gaststätte Blockhütte gekommen, auch um turnusgemäß denVorstand der kommunalpolitischen Interessengemeinschaft zu wählen. Oberbürgermeister Pötzsch, der gleichzeitig stellvertretender
Vorsitzender der Aktiven Bürger ist, legte bei seiner Begrüßung Wert darauf, dass die Aktiven Bürger überparteilich seien. „Bei uns geht es ausschließlich um Selb und die Menschen, die hier
leben“. Die Aktiven Bürger würden mit bestem Wissen und Gewissen überwiegend ehrenamtlich für Selb arbeiten.
Auf das Grußwort folgte ein Rückblick auf die wichtigen Themen des
vergangenen Jahres durch den Vorsitzenden, Stadtrat Timo Kluth. „Der Haushalt 2024 wurde von der Verwaltung wie immer rechtzeitig und als realistisches Zahlenwerk aufgestellt“. Das sei wichtig,
um alle Vorhaben bereits früh im Jahr starten zu können. Der neue Kämmerer und seine Stellvertreterin haben sich
aus Sicht der Aktiven Bürger bestens eingearbeitet und können dem Stadtrat die teils schwierige Thematik auch sehr gut vermitteln. „Das hat sich auch beidem in Kürze zu verabschiedenden,
genehmigungsfähigen Haushaltsplan für 2025 wieder gezeigt“, blickt Kluth voraus. Das Bahnhofsumfeld habe sich gut entwickelt und werde im Jahr 2025 fertig werden. Auch im Bürgerpark gehe es
voran. Die Firma NWS aus Schwarzenbach a. d. Saale habe diese Aufgabe übernommen, die Planungen und Abstimmungen mit der Stadt und der Regierung von Oberfranken würden gut vorankommen.
Das Kulturgeschehen in Selb sei für eine Stadt der Größe von Selb unvergleichlich. Bei vielen Projekten würden sich die Aktiven Bürger in ihrer Freizeit stark engagieren. Als Beispiele nannte
Kluth den Selber Spielmanns- und Fanfarenzug, den Verein „SelbKultur“ und die Selber Musik- und Kneipennacht.
Wie bei der Bürgerversammlung im November deutlich wurde, kümmere sich eine rührige Wirtschaftsförderungsabteilung im Rathaus zum Beispiel um die Leerstandbekämpfung in der Kernstadt und
unterstütze die Unternehmen beispielsweise bei Förderanträgen und der Suche nach Räumlichkeiten.
Kluth erinnerte auch an die stets gut besuchten Stammtische. Als Highlights erwiesen sich der Besuch bei Professor Fügener und den Hochschulstudenten des Selber Design-Studiengangs und die
Besichtigung des Erweiterungsbaus des Nikolaus-Kindergartens. Auf Vorschlag der Aktiven Bürger werde in Kürze eine weitere Städtepartnerschaft mit der Nachbarstadt Asch geschlossen. Eine
Herausforderung stelle die laufende Planung für ein Nahwärmekonzept in Selb dar. „Ziel sei es, den Selberinnen und Selbern auch in Zukunft noch eine erschwingliche und vor allem umweltfreundliche
Wärmeversorgung für ihrer Häuser oder Wohnungen zu ermöglichen“, erläuterte Kluth.
Dr. Klaus von Stetten berichtete aus der Stadtratsfraktion, deren Fraktionsvorsitzender er ist. Auch im Kreistag würden Uli Pötzsch und er sich für wichtige Themen einsetzen. „Dazu zählen unter
anderem die medizinische Versorgung im Landkreis, die Energieversorgung, die Bildung der Kinder und Erwachsenen und die Entwicklung des Einzelhandels“, erläuterte von Stetten. Sorgen würden den
verantwortlichen Kommunalpolitikern der zunehmende Internet-Handel und die teilweise unsachlichen Diskussionen in den sozialen Medien bereiten.
In dem darauffolgenden Kassenbericht konnte die Kassiererin Michelle Röder von guten Rücklagen berichten. Kassiererin und Vorstand wurden schließlich einstimmig entlastet, bevor es zu den Wahlen
ging.
Hier wurde Timo Kluth als Vorsitzender, Ramona Jülke-Miedl und Uli Pötzsch als stellvertretende Vorsitzende, Michelle Röder als Kassiererin und Klaus Meier als Kassenprüfer bestätigt. Zum neuen
zweiten Kassenprüfer wurde Heinz Schade gewählt.
Anschließend erläuterte Uli Pötzsch den Anwesenden einmal mehr die Bedeutung der Planung „Neue Mitte“ für Selb. Es gebe keine zweite Stadt in Deutschland, die fertige Einzelhandelsflächen in der
Größenordnung wie in Selb und Baugenehmigungen für Outlet-Projekte auf dem Tisch liegen habe. „Beim ehemaligen Kaufhaus Storg ist es nicht das Gebäude, sondern die damit verbundenen, genehmigten
Handelsflächen, die wertvoll sind“, stellte Pötzsch fest. Ein Wert und eine Chance für die ganze Region. Deshalb werde es sich ein Investor gut überlegen, ob er das Storg-Areal verkaufe. „Nicht
nachvollziehbar sind Anstrengungen, für das Storg-Gelände neue, andere Nutzungspläne zu entwickeln“, ergänzte Dr. von Stetten. Schließlich handele es sich um Privatbesitz des Investors.
Brigitte Heinrich erkundigte sich zur Verkehrssituation in Selb. Insbesondere die Hohenberger Straße sei ein andauernder Brennpunkt. Uli Pötzsch erklärte, dass es ich hier um eine Staatsstraße
handle, die durch Selb führe. Die Stadt sei nur für die Gehsteige zuständig. Die Sanierungsmaßnahmen wurden von der Stadt und dem staatlichen Bauamt mit den Anliegern abgestimmt. „Ohne
vorübergehende Behinderungen geht eine Straßensanierung leider nicht ab“, bedauerte Pötzsch. Unter anderem sei durch die Arbeiten der AWS ein
Eindringen von Wasser aus dem alten Kanal in manche der anliegenden Häuser beseitigt worden. Die Straßen in der Porzellanstadt seien erheblich belastet. Derzeit habe man täglich rund 4000
Einpendler, die ihren Arbeitsplatz erreichen wollten.
Für 10 Jahre Zugehörigkeit wurde schließlich Stefan Badusche mit einem
Präsent ausgezeichnet.
Selb, 28.11.2024
Timo Kluth, Vorsitzender
„Wir fühlen uns bei Rosenthal, im Landkreis Wunsiedel und in der Stadt Selb sehr gut aufgehoben“, mit diesen Worten begrüßte Professor Lutz Fügener, der Lehrstuhlinhaber des neuen Hochschulstudiengangs in Selb die zwanzig Personen starke Abordnung der Aktiven Bürger im Spiegelhaus.
Oberbürgermeister Uli Pötzsch und der Ortsvorsitzende der Selber Interessensgemeinschaft Timo Kluth erläuterten ihrerseits das große Interesse der Aktiven Bürger an der Kooperation mit der Hochschule Hof. Seit nunmehr neun Jahren sei man mit Vertretern der Fachschule für Produktdesign im Gespräch, um ausreichend große Designstudios, Werkstätten, Büros und Hörsäle in Selb zu etablieren. Auch die Einrichtung eines Studienganges „Design und Mobilität“ war Teil der Pläne, um die hochwertigen Qualifikationsmöglichkeiten in Selb mit dem richtigen Abschluss ausstatten zu können. „Mich freut es besonders, dass der Lernort Selb zum Wintersemester nun bereits in sein viertes Jahr startet.“ so Timo Kluth.
In einem mitreißenden und spannenden Vortrag stellte Professor Fügener den Studiengang vor. „Wir bilden für Mobilitätslösungen der Zukunft aus, vom motorisierten Skateboard bis zum Raumschiff“ fasste der, als einer der führenden Köpfe für Transportation Design und 3D-Gestaltung von Pforzheim nach Selb gewechselte renommierte Forscher und Hochschullehrer zusammen. Mit Prof. Alexander Forst habe man für das Lehrgebiet „Advanced Mobility Design“ eine weitere Kapazität für den Studiengang gewinnen können.
Professor Fügener ließ auch in das Innere des Studienganges blicken. „Wir bilden mit großer Interstützung von künstlicher Intelligenz aus, wobei die Kreativität natürlich immer vom Menschen kommt“, so Fügener. Auf Frage aus dem Besucherkreis zeigte er auf, dass die Hochschule Hof mit ihrem Lernort Selb derzeit zu den drei führenden Designhochschulen in Deutschland zähle. Um diese Stellung künftig weiter auszubauen, soll das Studienangebot am Lernort Selb komplett in Englischer Sprache angeboten werden, wodurch weitere internationale Bewerber angelockt werden sollen. Man arbeite aktuell zudem an einem auf dem Bachelorstudiengang „Design und Mobilität“ aufbauenden Masterstudiengang. Ziel sei es, mit einem innovativen Konzept, Designer mit technischer Erfahrung und Ingenieure mit Designerfahrung zusammenzubringen.
Es sei sehr positiv, dass die Studierenden auch bei Firmen aus der Region, wie beispielsweise der Firma CUBE, ihre für den erfolgreichen Studienabschluss notwendigen Pflichtpraktika absolvieren können.
Die Besucher wollten darüber hinaus wissen, was ihn dazu bewegt habe, nach Selb zu kommen. „Für mich war und ist es eine spannende Herausforderung und eine sich wohl letztmalig in meiner Karriere bietende Möglichkeit, etwas wie den Studiengang „Design und Mobilität“ von Anbeginn zu gestalten und zu begleiten. Ein grandioses Projekt in einer Stadt, in der der Stellenwert von Design niemandem mehr erklärt werden muss.“, geriet Fügener ins Schwärmen. Pötzsch und Kluth sagten abschließend eine bestmögliche Unterstützung von Seiten der Porzellan- und Designstadt Selb für den Studiengang und seine Weiterentwicklung zu.
Selb, 08.07.2024
Timo Kluth
Zu Beginn des Mai-Stammtisches der Aktiven Bürger Selb berichteten Oberbürgermeister Uli Pötzsch sowie der Vorsitzende der Aktiven Bürger und Stadtrat Timo Kluth von der kurz zuvor abgehaltenen
Informationsveranstaltung der ESM zu dem Projekt „Nahwärmenetz für das Jahn-Areal“.
Aufgrund des Wärmeplanungsgesetzes müssen Kommunen mit einer Einwohnerzahl unter 100.000 Personen bis Mitte 2028 Konzepte für die Dekarbonisierung der Wärmeversorgung erarbeiten, leitete Kluth
ein. Die Stadt Selb ist in diesem Fall in der glücklichen Lage, die Mehrheitsbeteiligung an dem kommunalen Energieversorgungsunternehmen, der ESM, zu halten und somit direkt Einfluss auf die
Fokusthemen der Gesellschaft nehmen zu können.
Die ESM arbeite bereits seit etwa einem Jahr an einem Konzept für ausgewählte Bereiche innerhalb des Selber Stadtgebietes. Der Fokus fiel dabei schnell auf das Gebiet um das Selber
Schulzentrum, dem sog. Jahn-Areal. Dort könne man sich eine dezentrale Wärmeversorgung auf Basis von Hackschnitzeln sowie einer zusätzlichen Photovoltaikanlage vorstellen, wodurch sowohl die
Schulen als auch das angrenzende Wohngebiet mit grüner Wärme versorgt werden könnten, erläuterte Pötzsch. Dieses Grobkonzept wurde den Anwohnern und Schulvertretern nun im Rahmen einer
Informationsveranstaltung im VORIUM vorgestellt, sodass die Bürger bereits in einem frühen Planungsstadium mit einbezogen werden können. Der zeitliche Horizont bis zur letztendlichen Umsetzung
des Konzeptes mit all den notwendigen Schritten, wie der Änderung des Flächennutzungsplanes oder einer speziellen artenschutzrechtlichen Prüfung, bemisst in etwa sechs Jahre, fügte Timo Kluth
hinzu. Dr. Klaus von Stetten, der gleichzeitig im Aufsichtsrat der ESM vertreten ist, merkte an, dass im gesamten Versorgungsgebiet der Energieversorgung Selb-Marktredwitz in den nächsten zwei
Jahrzehnten in etwa eine Milliarde Euro investiert werden müsse, um eine grüne Wärmeversorgung flächendeckend gewährleisten zu können.
Ein weiteres zentrales Thema des Stammtisches war der von der Fraktion der Aktiven Bürger in der Mai-Sitzung des Selber Stadtrats gestellte Antrag, mit der tschechischen Nachbarstadt Asch in
Verhandlungen bezüglich einer weiteren Städtepartnerschaft einzutreten. Stadträtin Anneliese Schade erklärte dabei, dass eine offizielle Städtepartnerschaft dabei helfen würde, die seit dem Jahr
2013 bestehende durchwegs sehr gute Zusammenarbeit mit der Stadt Asch, die schließlich im letzten Jahr in den Bayerisch-Tschechischen-Freundschaftswochen gipfelte, weiter zu intensiveren.
Dabei soll der Fokus vor allem darauf liegen, Kooperationen zwischen den beiden Städten aus der Bevölkerung heraus auszubauen. Vorstellen könne man sich gemeinsame Aktionen und Veranstaltungen,
die schließlich einen stärkeren Kulturaustausch und die Überwindung der Sprachbarriere mit sich brächten. Pötzsch fügte hinzu, dass von Seiten der Stadt Asch bereits Interesse an der
Städtepartnerschaft signalisiert wurde.
Abschließend kam Timo Kluth auf die in Kürze bevorstehende Europawahl zu sprechen. Um auch zukünftig in einem souveränen Europa ohne Grenzen leben zu können, sei es wichtig, vom Wahlrecht
Gebrauch zu machen und demokratische Parteien mit seiner Stimme zu unterstützen, bekräftigte er. Michelle Röder zeigte sich in diesem Kontext sehr erfreut darüber, wie einfach es die Stadt Selb
den Bürgern mittlerweile mache, wenn es darum gehe, Briefwahlunterlagen mittels eines QR-Codes in wenigen Sekunden anzufordern.
Selb, 31.05.2024
gez. Timo Kluth
Den April-Stammtisch haben die Aktiven Bürger mit einem Besuch des Nikolauskindergartens begonnen. Sie wollten sich über den Stand der baulichen Erweiterung und Sanierung der Bäder und Toiletten
informieren. Die Erzieherin Anna Werschky führte die Gäste durch die KiTa. „Ab September werden wir mit zwei Gruppen für die größeren Kinder und zwei Krippengruppen mit insgesamt rund 70 Kindern
in die Zukunft starten“, zeigte sich Kindergärtnerin zufrieden. Nach einer baulich bedingten Verzögerung von neun Monaten präsentiert sich der fast fertiggestellte Kindergarten mit mehr Platz und
hellen, lichten Räumen. Die Außenanlagen würden erst etwas später zur Verfügung stehen, da der frisch angesäte Rasen noch nicht genutzt werden könne. „Die Spielgeräte im Außenbereich sollten
wieder die Qualität der, im Rahmen des Umbaus entfernten Geräte erhalten,“ stellte Stadträtin Ramona Jülke-Miedl fest. Dafür würden sich die Aktiven Bürger einsetzen und sich auch für Vorschläge
zu einem zusätzlichen Spielgerät interessieren. Wie der Sprecher der Aktiven Bürger, Stadtrat Timo Kluth erläuterte, würde sich die Stadtratsfraktion stets für ein gutes Auskommen mit den vier
Trägern der KiTas in Selb einsetzen und im Stadtrat viel Überzeugungsarbeit dafür leisten, dass genug Kindergartenplätze angeboten werden könnten und diese Pflichtaufgabe der Stadt auch künftig
von den beiden Kirchen, der AWO und der EJF übernommen werde. Kinder seien gut aufgehoben in Selb, das zeige auch die Einweihung neuer Räumlichkeiten für die Frühförderstelle der Lebenshilfe im
Gebäude der Sparkasse.
Bei der Fortsetzung des Stammtisches in der Gaststätte „Blockhütte“ ging Stadtrat Dr. Klaus von Stetten auf die aktuelle Entwicklung im Thema „Bürgerpark“ ein. Auch hier sei es gelungen, die
Stadträte der anderen Fraktionen zu überzeugen, dass der neue Investor aus der Region mit einem guten und vertrauenswürdigen Konzept sein Vorhaben umsetzen wird. „Wir sind überzeugt davon, dass
die Firma NWS aus Schwarzenbach/Saale hier in angemessenem Zeitraum nicht nur attraktive Wohnungen im Rahmen des sozialen Wohnungsbaus, sondern auch eine Gewerbefläche schaffen wird, die später
von der Stadt zu einer modernen Stadtbibliothek ausgebaut werden soll“, so von Stetten.
Stadträtin Anneliese Schade zeigte sich begeistert von den Plänen des Modell- und Eisenbahnclubs Selb-Rehau (MuEC) zur Errichtung einer Depot- und Präsentationshalle auf ihrem Gelände unmittelbar
neben dem neuen Stadtquartier „Bahnhof“. „Mein Respekt vor dem, was vom MuEC ehrenamtlich geleistet wird, das ist großartig“, lobte die Stadträtin, die erst vor wenigen Tagen mit Vertretern der
Stadtratsfraktion den neugebackenen Lokführern des Vereins zur bestandenen Prüfung gratulieren konnte.
Auch im Spektrum, dem neu konzipierten Kino in städtischer Hand laufe es gut. Besucher aus der weiteren Region seien neugierig und würden regelmäßig ins Spektrum kommen. Das Angebot aus einem
ausgewogenen Filmangebot als Ergänzung zu den rein kommerziellen Kinos in größeren Städten wecke das Interesse der Kinofans. „Es war eine sehr gute und vorausschauende Entscheidung der Stadt, das
Kino am Leben zu erhalten“, kommentierte Klaus von Stetten die neue Attraktion im Kulturleben der Stadt.
Er verwies auch auf die Kletteranlage der Sektion Selb des Deutschen Alpenvereins. Der Verein habe kürzlich sein hundertjähriges Bestehen gefeiert. Mit der Anlage habe man die Mitgliederzahl fast
verdoppeln können. „Die Boulderanlage und die Kletterwand sind vor allem ein Magnet für Kinder und Jugendliche“, zeigte sich von Stetten erfreut.
Eine sinnvolle und zeitnahe Lösung für die Amphibienwanderung zwischen Schreinersteich und dem Sumpfgebiet im sogenannten „Hexenkeller“ mahnte Günther Heinrich an. Hier seien insbesondere neue
Leitsysteme erforderlich.
Die Besucher des Stammtisches freuten sich auf die baldige Eröffnung des neuen Spielplatzes in Längenau, der mit viel Bürgerengagement entstanden sei.
Viel Lob gab es für die Mitarbeiter der Stadtverwaltung. Zahlreiche neue, junge Mitarbeiter hätten sich sehr gut in ihre Bereiche eingearbeitet. Man höre immer wieder Lob aus der Bevölkerung über
die rasche und flexible Bearbeitung von Bürgerwünschen. Das sei berechtigt.
„Auch derzeit entwickelt sich Selb insgesamt positiv, auch wenn einzelne Projekte etwas mehr Zeit bei der Umsetzung brauchen. Das liegt in der Natur der Dinge und ist nicht nur im Bereich der
Stadtentwicklung so. Wir brauchen einfach Geduld,“ stellte Timo Kluth zum Schluss der regen Diskussionen fest.
Selb, 28.04.2024
gez. Timo Kluth
Wohnen in der Innenstadt ist gefragt. Das vor allem auch bei jungen Leuten. Das ist eine von vielen Erkenntnissen aus dem Masterplanprozess. Umso mehr erfreut es, dass im stadtbildprägenden
Gebäude Marktplatz 1 elf moderne Wohnungen entstehen. Die Stadtratsfraktion der Aktiven Bürger zeigte sich bei einem Vor-Ort-Besuch von den Umbauplänen des Hausbesitzers Julian Graf
beeindruckt.
Liebevoll als „Wiesenfesthaus“ bezeichnet, kennt das Gebäude in Selb jeder. Zum Abschluss des Heimatfestes kommt dem Haus schließlich eine wichtige Rolle zu. Vielmehr natürlich der Balkon. So
klein dieser auch ist und nur wenigen Personen Platz lässt, die Bedeutung ist umso größer. Das, wenn am Montagabend die Bürgermeister samt dem Fahnenträger und seinen Ehrenjungfern von dort aus
auf viele fröhliche Kinder und Erwachsene blicken können, der Oberbürgermeister seine Abschlussrede zum Wiesenfest hält, gemeinsam gesungen wird und am Ende viele aufsteigende bunte Luftballons
zum Himmel steigen. „Das sind sehr emotionale Momente“, spürt Oberbürgermeister Ulrich Pötzsch da durchaus eine gewisse Aufregung, aber das natürlich im positiven Sinne.
Weniger positiv erscheint dagegen, wenn es durch das Haus selbst über eine alte Treppe und durch ebenso altehrwürdige Räume geht, um überhaupt auf den Balkon zu gelangen. Lange Zeit wurde hier
nicht mehr investiert. Die Wohnräume stehen leer. Nur zwei Ladenräume im Erdgeschoss sind vermietet (Lieblingsplatz 1 und 24/7-Automatenladen). Ein durch einen Rohrbruch bedingter Wasserschaden
lässt die Nutzung der anderen Gewerbeeinheiten, die zuletzt von SelbKultur und Künstlern genutzt wurden, im derzeitigen Zustand nicht mehr zu. Und Gerhard Bock, mit der Stadtgeschichte bestens
vertraut, lässt bei seinen Erzählungen auch in die längere Vergangenheit blicken: Einst lud die Gaststätte „Lipperts“ in seine Räumlichkeiten. Später hatten von Uhren und Schmuck über Textil bis
hin zu Elektroartikeln verschiedene Ladengeschäfte hier ihr Domizil.
Zurück zur Gegenwart. Da ist es nun umso erfreulicher, dass das Haus nun einer Komplettsanierung unterzogen wird. Dafür sorgt Besitzer Julian Graf. Er selbst ist Geschäftsführer der GRE Group,
einem Unternehmen, das sich auf die Entwicklung ausgewählter Immobilien spezialisiert hat. Vor zwei Jahren hat er das Gebäude im Privatbesitz von seinem Vater übernommen, der dieses vor elf
Jahren gekauft hatte.
Den Stadträten der Aktiven Bürger gab er bei einer Besichtigung Einblick in die Planungen. Die Ladeneinheiten sollen weiter erhalten bleiben, soweit notwendig werden diese saniert. Beeindruckend
werden vor allem aber die großen Sanierungsarbeiten im Obergeschoss und im Dachgeschoss sein. Die Grundrisse der Wohnungen werden sich ändern, erweisen sich diese laut Julian Graf doch in der
Aufteilung meist als schwierig. Insgesamt rund 650 Quadratmeter Wohnfläche gilt es aufzuteilen. Entstehen sollen elf Wohnungen. „Diese sind zwischen 50 und 60 Quadratmeter groß“, verrät der
Hauseigentümer, eine größere Wohnung soll in etwa 75 Quadratmeter Wohnfläche haben. Graf zielt in Sachen zukünftiger Mieter auf Singles und Paare ab. Damit geht er konform mit den Ergebnissen aus
dem Masterplanprozess, dass gerade jüngere Menschen in Zwei-Zimmer-Wohnungen direkt in der Innenstadt leben möchten. „Dass das der Fall ist, zeigt sich allein am Interesse an den Wohnungen der
SelbWERK im Wohnquartier zwischen Ludwigstraße und Obere Bergstraße“, bestätigt Pötzsch.
Bei der Vor-Ort-Besichtigung imponierte die Stadträte vor allem der Dachboden. Allein hier sollen vier der geplanten Wohneinheiten entstehen. Natürlich bedarf es für manch geplante Umbauten noch
Genehmigungen. Große Rolle spiele schließlich der Denkmalschutz, auf den Rücksicht genommen werden muss. So möchte Julian Graf für die Wohnungen im Dachgeschoss Dachgauben einbauen. Diese müssen
natürlich aber zur Gesamtoptik des Hauses stimmen. Bei historischen Türen müssen dazu Türstöcke und Scheiben erhalten bleiben. Themen, die von außen nicht ins Sichtfeld geraten, „aber klar wird
auch die Fassade neu verputzt und gestrichen“, erklärt der Gebäudeeigentümer.
Das Gesamtinvestment für den Kauf der Immobilie sowie die Sanierungs- und Umbaumaßnahmen wird voraussichtlich rund 1,6 Millionen Euro betragen. Abgeschlossen werden sollen die Arbeiten noch in
diesem Jahr. Ein Zeitfenster, das angesichts der Maßnahmen durchaus sportlich erscheint. „Seitens der Stadt Selb helfen wir aber gerne im Rahmen unserer Möglichkeiten“, sagen Rathauschef Ulrich
Pötzsch sowie die Aktiven Bürger um ihren Vorstandsprecher Timo Kluth beeindruckt vom Engagement des Hausbesitzers ihr volle Unterstützung zu. Und eins bleibt bei all den Baumaßnahmen wie es
immer war: Der Balkon wird auch weiterhin für das Finale des Wiesenfestes zur Verfügung stehen.
Selb, 28.03.2024
gez. Timo Kluth
Der Januar-Stammtisch der Aktiven Bürger Selb fand, wie auch im vergangenen Jahr, in den Räumlichkeiten des Schwarzen Peters im Selber Bahnhofsgebäude statt. Die beiden Vorstandsmitglieder Timo
Kluth und Oberbürgermeister Uli Pötzsch freuten sich darüber, dass einige Mitglieder der politischen Interessensgemeinschaft ihrer Einladung gefolgt waren.
Ein im wahrsten Sinne des Wortes naheliegendes Thema, zu dem Pötzsch die Mitglieder auf den neusten Stand brachte, war das neue Bahnhofsquartier. Dort entstehe in den nächsten Wochen der neue
Bahnhofsvorplatz, der an dieser Stelle für mehr Aufenthaltsqualität sorgen werde, merkte er an.
Neben dem Vorplatz werden im Laufe der nächsten Monate Selbs größter Omnibusbahnhof, die Mobilitätsstation, die dafür notwendige Erschließungsstraße sowie der sog. Birkenhain erstellt. Ein
Highlight des neuen Stadtquartiers wird der Vaclav-Havel-Platz, der mit einer lebensgroßen Statue des ehemaligen tschechischen Präsidenten und Menschenrechtler ausgestattet wird und als
Veranstaltungsplatz genutzt werden soll. Zusätzlich dazu wird neuer Wohnraum in diesem Viertel geschaffen.
Als nächstes erkundigte sich Günther Heinrich, wie die ersten zwei Monate im SPEKTRUM Selb verlaufen seien. Nach einigen Jahren Umbauzeit wurde das SPEKTRUM Selb Ende November des vergangenen
Jahres wiedereröffnet. Uli Pötzsch führte an, dass der Anlauf bisher sehr positiv gewesen sei. Selbstverständlich gäbe es noch Abläufe, die sich erst eine Zeit lang einspielen müssten sowie die
ein oder andere technische Herausforderung, der man noch Herr werden müsse, alles in allem, waren die Gäste bisher jedoch sehr zufrieden.
Mittlerweile könne auch das gesamte kulinarische Angebot zubereitet werden und Gutscheine, die bisher nur online gekauft werden konnten, können nun ebenfalls direkt vor Ort im SPEKTRUM erworben
werden. Nur durch die finanzielle Unterstützung des Freistaats Bayern sowie die mehrheitliche Entscheidung des Stadtrates für das Selber Kino, war es möglich einen wichtigen Baustein innerhalb
der kulturellen Einrichtungen, die als weiche Standortfaktoren gelten, zu reaktivieren.
Timo Kluth fügte hinzu, dass in Kürze bereits sowohl französische, spanische als auch tschechische Kinoabende stattfinden werden, an denen Filme in Originalfassung mit deutschen Untertiteln
gezeigt werden. Weitere Sonderformate seien bereits in Planung, ergänzte Pötzsch.
Daraufhin merkte Dr. Wolfgang Kaiser an, dass die Europawahl, die am 09. Juni 2024 stattfinden wird, bereits ihre Schatten vorauswerfe und bat alle Anwesenden, in ihrem persönlichen Umfeld die
Werbetrommel dafür zu rühren, sodass die Demokratie in Europa weiterhin stark bleibe.
Darüber hinaus fassten die Anwesenden den Beitritt des Landkreises Wunsiedel zum VGN (Verkehrsverbund Großraum Nürnberg GmbH) als sehr positiv auf. Die Bürger der Stadt Selb profitieren bereits
jetzt durch eine neue Bushaltestellenbeschilderung aber vor allem auch durch günstigere Preise im Vergleich zu üblichen Deutsche Bahn Tickets. Zudem sind die Fichtelverkehr-Mobilitätsangebote bei
VGN-Tickets inklusive.
Was durch den von den Aktiven Bürgern Selb entwickelten und umgesetzten Seniorenbus und unserer Idee des Fifty-Fifty-Taxis von Selb ausgehend begonnen hat, zeigt jetzt mit der Schnellbuslinie
Selb-Marktredwitz-Mitterteich, dem Modellprojekt Fichtelflexi zwischen Selb und Schönwald mit Anschlussmöglichkeiten an den Hofer Landbus und dem Fichtelbaxi eine erfreuliche Weiterentwicklung –
wir sind alle mobiler und gleichzeitig klimafreundlicher geworden, so Pötzsch.
Dafür haben wir uns im Kreistag Wunsiedel eingesetzt. Das ist der Weg, den wir Aktiven Bürger weiter gehen wollen, fügt er abschließend hinzu.
Zu guter Letzt bedankte sich Timo Kluth für die rege Teilnahme und die interessanten Themen, die von Seiten der Besucher angesprochen wurden.
Selb, 07.02.2024
gez. Timo Kluth
„Alle, die in der Innenstadt Leerstand verhindern oder Ladengeschäfte wieder mit Leben füllen, sind uns herzlich willkommen“, stellte der Fraktionsvorsitzende der Stadtratsfraktion Aktive Bürger
beim September-Stammtisch der Interessengemeinschaft fest. Dass der kleinteilige Einzelhandel rückläufig sei, könne im gesamten deutschsprachigen Raum beobachtet werden. „Gastronomen, Bäcker,
Vereine, Dienstleister aus den Bereichen Kosmetik und Wellness, Ärzte und Versicherungen sind für uns genauso wertvoll wie kleine Einzelhandelsgeschäfte,“ so von Stetten weiter. Es sei nicht gut,
wenn die Nutzung der Ladengeschäfte durch andere Dienstleister als minderwertig für die Attraktivität der Innenstadt eingestuft werde.
Die weitere Entwicklung des Outlets war für die Stammtischbesucher von Interesse. Der Anblick der Baustelle würde mitunter kritisiert. Wolfgang Achtziger erinnerte in diesem Zusammenhang an die
Entwicklung der Outletcity Metzingen. Auch diese habe sich langsam aus einer Industrieruine entwickelt und es habe jahrelang gedauert, bis der derzeitige Zustand erreicht gewesen sei.
Die Investitionen der Firmen Kyocera und Dressel wurden von den Stammtischbesuchern begrüßt. Erfreulich sei, dass innerstädtische Flächen für Industriebauten erworben worden seien. Das sei eine
Entwicklung, die dem Flächenverbrauch entgegenwirke. Als positiv wurde auch die Installation von Photovoltaikanlagen auf dem Gelände der Kläranlage gewertet. Hier entstehe nachhaltige
Energiegewinnung eines städtischen Dienstleisters.
In einem kurzen Rückblick ging Klaus von Stetten auf die Bayerisch-Tschechischen Freundschaftswochen ein. „Wir freuen uns, dass dieses großartige Projekt auch von den Zweiflern in der
Anfangsphase schließlich gelobt wurde“. Man habe von Seiten der Stadt geplant, die Idee zusammen mit den tschechischen Nachbarn weiter leben zu lassen, ohne ein starres Regelwerk zugrunde zu
legen. Günter Heinrich lobte das Leben, dass durch die Neugestaltung in den Rosenthal-Park eingekehrt sei. Stadträtin Anneliese Schade fügte an, dass verschiedene Vereine planen würden, bei
künftigen Veranstaltungen den Grafenmühlweiher einzubinden.
Wolfgang Achtziger kritisierte, dass heuer bedeutende Firmen der Ausstellung „Weißes Gold – Porzellan erleben“ im Rosenthal-Theater ferngeblieben seien. Die Präsentation komme mit ihren vielen
Besuchern schließlich auch den Firmen selbst und deren Mitarbeiter zugute. Klaus von Stetten informierte, dass man von Seiten der Stadt bei den Herstellern noch einmal intensiv für eine Teilnahme
an der Ausstellung werben werde.
Das Angebot des neuen, flexiblen öffentlichen Personennahverkehrs im Fichtelgebirge wurde von den Stammtischbesuchern einhellig gelobt. Heiner Dobler schlug vor, die Fahrpläne und die
Buchungsmöglichkeiten noch übersichtlicher und damit nutzerfreundlicher zu gestalten.
Selb, den 18.09.2023
gez. Dr. Klaus von Stetten
„Ein Juwel im grünen Band Europas!“, so beschreibt Fred Terporten-Löhner, Kreisvorsitzender des Bund Naturschutz, den Breiten Teich bei der Exkursion der Aktiven Bürger Selb.
Der August-Stammtisch der Aktiven Bürger fand diesmal ganz im Zeichen des Naturschutzes statt. Interessierte Mitglieder wurden bei einem Treffen mit Vertretern der Kreisgruppe Wunsiedel des BUND
Naturschutz in Bayern e.V. über die vorgenommenen Maßnahmen, die Gründe dafür und die zu erwartenden Resultate am Breiten Teich umfassend informiert.
Fred Terporten-Löhner referierte eingangs über die Geschichte des Breiten Teichs, der, wie auch der Lange Teich, ursprünglich ein künstlich angelegter Teich aus der Zeit der Markgrafen war und im
Laufe der Jahrhunderte mehrfach seinen Besitzer wechselte. Schließlich gelang es der Kreisgruppe Wunsiedel des BUND Naturschutz in Bayern e.V., das fast 17 Hektar große Areal mit dem Breiten
Teich als Herzstück im Jahr 2021 zu erwerben. Um dieses Vorhaben zu verwirklichen, bemühte sich die BN-Kreisgruppe Wunsiedel um Fördergelder im höheren 6-stelligen Bereich aus den
Schutzprogrammen für Moore und Moorfrösche. Diese wurden schließlich unter der Auflage, dass die dort geplanten Projekte dem regionalen Artenschutz und der Erhaltung der angrenzenden Moore
zugutekommen, bewilligt.
„Der Breite Teich, der das zweitgrößte Gewässer des Landkreises nach dem Weißenstädter See ist, sei ökologisch extrem wertvoll!“, so Terporten-Löhner. In und um ihn herum kommen mehrere Tier- und
Pflanzenarten vor, die auf der Roten Liste 1 des Bundesministerium für Umwelt stehen. Darunter fällt zum Beispiel der Moorfrosch, der vom Aussterben bedroht ist, aber auch weitere Amphibien,
Insekten und Libellen. Um die Artenvielfalt zu stärken, gilt es Strukturvielfalt herzustellen. Deshalb wurden einige Baumaßnahmen unternommen, die auf den ersten Blick destruktiv wirken, jedoch
einen wichtigen Zweck verfolgen.
Nachdem der defekte Mönch verschlossen und durch eine neue Rohrkonstruktion durch den Damm ersetzt wurde, hat man den starken Wildwuchs am Südufer weggenommen, einen künstlichen Horst zur
Ansiedlung des Fischadlers sowie Brutplätze für Schellenten installiert. Weiterhin wurden Verlandungs- bzw. Flachwasserzonen auf 900 Metern Länge, als Kinderstube für Fische, Amphibien und
Libellen geschaffen und Steiluferpassagen als Lebensraum für Insekten hergestellt. Günther Heinrich, der ein aktives Mitglied beider Interessensgemeinschaften ist und den Ortsbesuch organisierte,
merkte an: „Hervorzuheben ist, dass all diese Maßnahmen nur durch sehr großes ehrenamtliches Engagement möglich gemacht wurden.“
Erste Erfolge sind bereits nach einem knappen Jahr zu verzeichnen. Die Natur hat nicht nur die durch Menschenhand und Maschine veränderten Bereiche weitestgehend wieder vereinnahmt, ebenso sind
bereits Ansiedlungen weiterer Tierarten und die Steigerung von Brutaktivitäten ersichtlich. All diese Maßnahmen wurden zudem wissenschaftlich durch Experten aus den eigenen Reihen
begleitet.
Aus Sicht der Kreisgruppe sei Selb Naturschutzvorreiter im Landkreis, was nicht zuletzt auch an der guten Zusammenarbeit zwischen der Stadtverwaltung und dem BUND Naturschutz liege.
Terporten-Löhner betonte darüber hinaus ausdrücklich, dass der Breite Teich, trotz der Maßnahmen zur Förderung der Artenvielfalt, der Bürgerschaft jederzeit zur Nutzung zur Verfügung stehe. Ein
harmonisches Miteinander sei dabei das A und O.
Zum Abschluss der Exkursion bedankte sich Timo Kluth im Namen der Aktiven Bürger Selb bei Fred Terporten-Löhner und Günther Heinrich für die aufschlussreichen Erläuterungen und machte dabei
deutlich, dass Naturschutz in den Reihen der Aktiven Bürger Selb als äußerst wichtig angesehen werde.
Selb, 08.08.2023
gez. Timo Kluth
„Die Bayerisch-Tschechischen Freundschaftswochen sind ein Erfolgsprojekt beim Ausbau der guten nachbarschaftlichen Beziehungen zwischen Asch und Selb“, stellte der Vorsitzende der Aktiven
Bürger Selb, Timo Kluth beim Juni-Stammtisch im Rosenthal Casino erfreut fest. Er erinnerte daran, dass aus der ursprünglichen Idee der Aktiven Bürger, eine grenzüberschreitende Landesgartenschau
durchzuführen in enger Abstimmung mit der bayerischen Staatsregierung schließlich die sehr gut geförderten Freundschaftswochen entstanden seien. Besonders erfreulich sei die aktive Teilnahme
vieler Selber Institutionen, darunter der Stadtverband der Selber Sportvereine, der Jugendbeirat und SelbKultur. Und überall seien Mitglieder der Aktiven Bürger beteiligt. Ein schönes Ereignis
sei auch das gemeinsame Projekt zwischen Bund Naturschutz und der benachbarten Naturschutzvereinigung CSOP, am Karrenbühl eine Streuobstwiese zu schaffen. Am 6. Juli werde dort der letzte Baum
gepflanzt und das Projekt offiziell eingeweiht. Auch am Selbbach auf Höhe der „Alten Mühle“ sei einem Beschluss des Stadtrats folgend eine Streuobstwiese entstanden. Diese würde in den nächsten
Jahren um die von Kindern gepflanzten Bäume anlässlich des Wiesenfestes erweitert. „Die Neugestaltung der beiden innerstädtischen Parks ist vor allem eine Bereicherung für die Kinder und
Jugendlichen“, stellte Stadtrat Michael Sporer fest. Das zeige schon jetzt die rege Nutzung durch diese Bevölkerungsgruppe. Positiv bewertete Stadtrat Dr. Klaus von Stetten, dass der anfängliche
Zweifel der anderen Stadtratsfraktionen sich mittlerweile in begeisterte Zustimmung und rege Teilnahme gewandelt habe. „Wenn es um wichtige Projekte geht, ist sich der Selber Stadtrat über die
Parteigrenzen hinweg immer wieder einig“, so von Stetten erleichtert.
Nicht ganz einig sei sich der Stadtrat zu dem künftigen Kindertagesstätten-Standort auf der Kappel gewesen. „Wir wollten auf jeden Fall dort eine solche Einrichtung haben“, erinnerte Timo Kluth
und das sei auch gelungen. Diejenigen, die im Stadtrat gegen das Projekt gestimmt haben, hätten schon einen Alternativvorschlag unterbreiten müssen.
Ein weiteres Thema war auch das derzeit entstehende Konzept zur Zukunft der Feuerwehrhäuser auf den Selber Dörfern. Wenig Verständnis äußerte Klaus von Stetten für die ablehnende Haltung einer
ganzen Stadtratsfraktion, die Voraussetzung für eine Sanierung und Erweiterung des Feuerwehrhauses Längenau zu schaffen. Die Mehrheit im Stadtrat habe sich erfreulicherweise den Empfehlungen der
Stadtverwaltung angeschlossen.
Es schloss sich eine Diskussion über eine Baumschutzverordnung in Selb an. Hintergrund war die Kritik einzelner Anwohner an dem Rückschnitt der Bäume entlang des Christian-Höfer-Rings und der
Lorenz-Hutschenreuther-Straße. Klaus von Stetten stellte fest, dass die Firma, auf deren Grund die Bäume stehen, eine Fachfirma mit dem professionellen Rückschnitt der Bäume alle drei bis vier
Jahre beauftrage. Das sei auch im Interesse der Stadt, die für die Sicherheit auf den städtischen Straßen zuständig sei. Zudem könne jeder sehen, dass sich die Bäume gut entwickeln würden.
Baumschutz bedeute nicht, dass man Bäume ungebremst wachsen lassen könne, Baumpflege sei wichtig. „Wir brauchen in Selb keine Verordnung zur Regelung des Baumschutzes, weil die allermeisten
Selber verantwortungsbewusst mit ihren Bäumen umgehen“ so von Stetten abschließend.
Selb, 08.06.2022
Timo Kluth
Vorsitzender
Der Mai-Stammtisch der Aktiven Bürger Selb fand erstmalig in den Räumen des Boutique Cafés in der Selber Innenstadt statt.
Zu Beginn berichteten Oberbürgermeister Uli Pötzsch und Timo Kluth von einem Besuch im SPEKTRUM, dem kommunalen Kino, zu dem die zukünftige Leiterin des Kinos, Jennifer Ruckdeschel, geladen hatte. „Im Kino habe sich einiges getan“, so Kluth, „neben dem nun barrierefrei gestalteten Eingangsbereich und der modernen Theke, wurde das Gebäude energetisch saniert, die Kino-Technik auf den aktuellen Stand gebracht, eine neue Lüftungsanlage installiert und der Bereich, in dem zukünftig ein Design-Café eingerichtet werden soll, renoviert.“ Die Kinosäle behalten dabei ihren traditionellen Charme. Pötzsch merkt an; „Besonders herauszuheben ist der ehemalige Kinosaal 4 im Obergeschoss, der durch großzügige Spenden der Helmut und Käthe Drexler Stiftung in neuem Glanz erstrahlt.“ Bevor das SPEKTRUM, wie das kommunale Kino aufgrund des vielseitigen Angebots heißen wird, im Herbst des Jahres 2023 eröffnet werden kann, gilt es noch einige Arbeiten abzuschließen.
Als nächstes informierte Timo Kluth die Anwesenden des Stammtischs über den am 19. Mai stattfindenden Staatsakt zur Eröffnung der Bayerisch-Tschechischen Freundschaftswochen, bei dem neben dem tschechischen Staatspräsidenten Petr Pavel, der bayerische Ministerpräsident Dr. Markus Söder auch weitere Minister und Vertreter der Politik im Rosenthal-Theater Selb zu Gast sein werden. Daraufhin werde die dazugehörige 12-wöchige Veranstaltungsreihe auf dem Selber Bürgerfest offiziell eingeläutet, so Pötzsch. Die nächsten Veranstaltungen in Selb sind, die Illumination durch künstlerische Licht- und Videoinstallation am Grafenmühlweiher am 26.05.2023, der Freundschaftslauf von Selb nach Asch am 02.06.2023, sowie die darauffolgende Veranstaltung „Sport ohne Grenzen“, im neu gestalteten Rosenthal-Park am 03.06.2023. Dabei werden jeweils Mitwirkende und Gäste aus Tschechien erwartet, sodass die grenzüberschreitenden Begegnungen klar im Vordergrund stehen.
Um die Verbindungen zu unserer Nachbarstadt Asch weiter zu stärken, wurde zudem in der April-Sitzung des Selber Stadtrates, die Fortschreibung des strategischen Plans für das gemeinsame Oberzentrum Selb-Asch beschlossen. Dabei galt es, den bereits seit zehn Jahren bestehenden gemeinsamen Plan, der das grundlegende Dokument für die langfristige Entwicklung und Kooperation der beiden Städte Selb und Asch ist, zu aktualisieren und zu ergänzen. Timo Kluth nennt stellvertretend nur einige Beispielthemen, die in den nächsten Jahren zusammen mit Asch fokussiert und bearbeitet werden sollen. Diese sind bspw. die Stärkung des gemeinsamen Auftritts als Oberzentrum Selb-Asch, eine grenzüberschreitende Gesundheitsversorgung, eine gemeinsame touristische Karte sowie grenzübergreifende Rad- und Wanderwege. Weiterhin könne man sich, unter Voraussetzung der Unterstützung durch die Europäische Union, vorstellen ein gemeinsames Gewerbegebiet in Grenznähe auszuweisen oder ein jährliches Freundschaftsfest zu etablieren. Auch die Verbesserung des ÖPNV zwischen den Nachbarländern ist ein integraler Baustein des strategischen Plans.
Zum Abschluss ließen Pötzsch und Kluth zwei erfolgreiche Veranstaltungen des Frühjahrs 2023 Revue passieren. Uli Pötzsch bedankte sich bei Michael Sporer für die Organisation und Durchführung der grandiosen Musik- und Kneipennacht 2023, die am 18. März diesen Jahres veranstaltet wurde. Dieses Veranstaltungsformat brachte viele Menschen auf die Straßen und in die teilnehmenden Lokalitäten in Selb und versprühte eine tolle Atmosphäre. In diesem Zug lobte Michael Sporer die teilnehmenden Gastronomiebetriebe und auch die mitwirkenden Musiker, ohne die eine solches Event nicht möglich gewesen wäre.
Die zweite Veranstaltung, die binnen kürzester Zeit aus dem Boden gestampft wurde und bei der Bürgerschaft äußerst positiven Anklang fand, waren die „KunsTräume“. Anneliese Schade, die selbst durch den Verein SelbKultur maßgeblich beteiligt war, lobte die ausgezeichnete Zusammenarbeit und gegenseitige Unterstützung aller Akteure. Besonders hervorzuheben seien aus ihrer Sicht die Mitarbeiter des Outlet Centers Selb Levi Dick und Stefanie Schmidt sowie Milena und Stefan Wegner von Wegner Media Sports & Kids bzw. dem „Lieblingsplatz Eins“ für die Erstellung der Veranstaltungswebsite.
Abschließend bedankte sich Timo Kluth für die rege Teilnahme und erinnerte an den nächsten Aktive Bürger Stammtisch, der am Dienstag, den 06.06.2023 im Rosenthal Casino stattfinden werde.
Selb, 22.05.2023
gez. Timo Kluth
Der März-Stammtisch der Aktiven Bürger Selb stand vor allem im Zeichen der Bayerisch-Tschechischen Freundschaftswochen, deren Beginn in Kürze bevor steht. Dr. Klaus von Stetten erinnerte dabei an die Anfänge dieses einzigartigen Formats, das aus der Idee der Aktiven Bürger Selb entstand, eine zweite grenzüberschreitende Landesgartenschau im Landkreis zu veranstalten: „Die Planungen der Bayerisch-Tschechischen Freundschaftswochen begannen bereits weit vor dem Beschluss des bayerischen Ministerrats im Jahr 2017, Selb mit einem Paket auszustatten, das aus elf investiven, städtebaulichen Maßnahmen und einer gemeinnützigen Gesellschaft besteht, die sich um die Planung und Ausgestaltung des Veranstaltungsformats im Jahr 2023 kümmert.“
Die Freundschaftswochen stehen dabei für gelebte, grenzübergreifende Zusammenarbeit und sollen die Beziehungen zwischen Bayern und Tschechien kontinuierlich verbessern. Aus diesem Grund finden zwischen Mai und August diesen Jahres eine Vielzahl von Veranstaltungen, dies- und jenseits der Grenze statt. Das erklärte Ziel ist es, Menschen innerhalb der Grenzregion in zwölf Themenwochen, aber auch darüber hinaus, zusammenzubringen.
Eines der vielen Highlights der Freundschaftswochen, wird ein großes Open-Air-Konzert auf dem Goldberg sein, bei dem neben top-aktuellen Künstlern aus Bayern und Tschechien auch die international bekannte Sängerin „Leony“ auftreten wird. Die Freundschaftswochen leben aber auch davon, dass sich örtliche Vereine engagieren. So findet zum Beispiel ein Sportwochenende Anfang Juni im Rosenthal-Park statt, bei dem Sportvereine die Möglichkeit haben sich bei einem breiten Publikum vorzustellen. Der Förderverein des Langen Teich spielt zudem eine wichtige Rolle beim 100-jährigen Jubiläum des Langen Teichs am 1. Juli 2023. „Auch der Jugendbeirat der Stadt Selb bringt sich bei der für den 29. Juli geplanten ´Freundschaftstafel´ mit ein“, merkte Timo Kluth an. Weiterhin erläuterte er, dass dabei die Schlemmernacht, die bereits seit einigen Jahren von der Stadt Selb ausgerichtet wird, durch eine lange Tafel mit breitem Rahmenprogramm und einer anschließenden Party im Bereich der Selber Fußgängerzone, aufgepeppt werden soll. Informationen zu allen geplanten Veranstaltungen finden sich auf einer eigens für die Bayerisch-Tschechischen Freundschaftswochen eingerichteten Website.
„Wir freuen uns sehr auf die bevorstehende Veranstaltungsreihe und sind guter Dinge, die investiven Maßnahmen zur Verschönerung unserer Stadt, die zu 90% durch den Bayerischen Freistaat gefördert werden, zeitnah fertigzustellen. Außerdem sind wir sehr dankbar dafür, die bereits umgesetzten Veränderungen verwirklichen zu können“, verdeutlichte Uli Pötzsch abschließend.
Zusätzlich zu den Freundschaftswochen informierten von Stetten und Pötzsch über die kürzlich im Kreistag beschlossene Expressbus-Linie, als wichtige Verbindung innerhalb des Mobilitätskonzepts des Landkreises Wunsiedel. Die Busse rollen ab Mai 2023 13 mal täglich von Selb über Marktredwitz nach Tirschenreuth bzw. Mitterteich und zurück. „Die Fahrtdauer zwischen den Bahnhöfen in Selb und Marktredwitz beträgt dabei lediglich 28 Minuten. Die kurze Fahrtzeit in Verbindung mit der hohen Frequenz, macht das Angebot für Schüler, Arbeitnehmer und Reisende sehr attraktiv“, führte Klaus von Stetten an. Weiterhin erklärte er, dass den Aktiven Bürgern die Mobilität im Landkreis sehr am Herzen liege. Man habe mit der Etablierung des Fifty-Fifty-Taxis schon frühzeitig Impulse für eine Verbesserung der Mobilitätssituation junger Menschen gesetzt. Nachdem das Jugendtaxi anfangs ausschließlich von der Selber Jugend genutzt werden konnte, wurde dieses Konzept kurz darauf im gesamten Landkreis ausgerollt.
Selb, 03.04.2023
gez. Timo Kluth
Beim Neujahrsstammtisch beim Schwarzen Peter im alten Bahnhofsgebäude freute sich Vorsitzender Timo Kluth sehr darüber, 25 Mitglieder mit guten Wünschen für das neue Jahr 2023 begrüßen zu dürfen.
Da sich der Beginn der Versammlung mit der kombinierten Haupt-, Finanz- & Bauausschusssitzung überschnitt, in der über den Haushalt der Stadt Selb für das laufende Jahr beraten wurde, berichteten Pötzsch, von Stetten und Kluth von den Ergebnissen jener Sitzung. Oberbürgermeister Pötzsch stellte klar und deutlich heraus, dass es der Kämmerei in Zusammenarbeit mit allen Ämtern zwar gelungen sei, einen genehmigungsfähigen Haushaltsplan aufzustellen, jedoch mussten erhebliche Abstriche gegenüber des ursprünglichen Plans gemacht werden. Diese waren die Folge der nachträglich gestellten Auflagen zu den bereits zur Verfügung gestellten Stabilisierungshilfen des Freistaats in Höhe von 3,4 Mio.€. „Es war nicht leicht, fest eingeplante Projekte, die sich im Übrigen lediglich auf unsere Pflichtaufgaben als Kommune beschränkten, ins zeitlich Ungewisse zu verschieben.“, so Pötzsch. „Nichtsdestotrotz sind wir positiv gestimmt und freuen uns darauf, die für dieses Jahr geplanten Maßnahmen erfolgreich umzusetzen.“, fügte von Stetten hinzu.
Nachdem nun die Bayerisch-Tschechischen Freundschaftswochen unmittelbar bevorstehen, interessierte die Besucher des Stammtisches, ob es Neuigkeiten zum Kreisverkehr am Goetheplatz und zum Bahnhofsumfeld gebe. Hierzu konnten gleich zwei gute Nachrichten überbracht werden. Einerseits hätte man nun, nach monatelangen Verhandlungen, eine Einigung mit dem Grundstückseigentümer des angrenzenden Supermarktes erzielen können, die es der Stadt letztendlich erlaubt, das Bahnhofsumfeld so umzusetzen, wie die Planungen es vorsehen. Die Ausschreibungen werden bald versendet, sodass mit dem Baubeginn des Zentralen Omnibusbahnhofs, der Mobilitätsstation und des Václav-Havel-Platzes in absehbarer Zeit gerechnet werden könne. Zudem gäbe es auch Neuigkeiten bezüglich des Stollens unterhalb der Bahnhofsstraße. Die Untergrunduntersuchungen seien abgeschlossen. Nun folge die Auswertung der Ergebnisse, durch die das weitere Vorgehen bestimmt werde.
Michelle Thyroff sprach ein großes Lob für den Förderverein Kino und den insgesamten Fortschritt im Kommunalen Kino namens Spektrum aus. Von Blockbuster-Filmen über Firmenveranstaltungen bis hin zu Workshops wird im Spektrum alles möglich sein.
Weiterhin interessierte sich Wolfgang Achtziger für den aktuellen Sachstand bei der Sanierung der Realschulturnhalle. Hier teilte Uli Pötzsch mit, dass die Selber wohl noch etwas Geduld haben müssen. Man könne dem Landkreis Wunsiedel, der der Eigentümer der Dreifachturnhalle ist, jedoch sehr dankbar für seine Investitionsbereitschaft trotz der schwierigen Finanzlage sein. Sobald die Halle wieder für den Sportbetrieb freigegeben werde, wird vor allem der Selber Handballsport davon profitieren und dazu in der Lage sein, seine Trainings und Spiele in einer modernen und zukunftsfähigen Sportstätte auszutragen.
Zu einem weiteren Thema konnte Pötzsch brandaktuelle Neuigkeiten liefern. Er erläuterte, dass der neuen Führungsriege der Stadt Aš das Oberzentrum Selb/Aš sehr am Herzen liege. Einer intensiven, grenzübergreifenden Zusammenarbeit stünde somit nichts im Wege.
Abschließend bedankte sich Timo Kluth für die rege Teilnahme und die interessanten Themen, die von den Besuchern angesprochen wurden.
Selb, 17.01.2023
Timo Kluth

Eine positive Zwischenbilanz zu vielen Projekten der letzten Jahre zog Oberbürgermeister Uli Pötzsch beim Oktober-Stammtisch der Aktiven Bürger in der Gaststätte „Blockhütte“. „Trotz aller negativen Einflüsse wie Pandemie oder Energie- und Materialkostensteigerungen konnten wir unsere Freizeiteinrichtungen erhalten und auch noch größtenteils sanieren“, stellte Pötzsch erleichtert fest. Rosenthal-Theater, Eishalle, Hallenbad und Waldbad seien Einrichtungen, die der Daseinsfürsorge für die Selberinnen und Selber dienen würden und nirgends mit Gewinn betrieben werden könnten. Man werde die Freizeiteinrichtungen auch durch die aktuelle Krise bringen. Natürlich gebe es auch Verzögerungen wie beim Bauvorhaben im Bürgerpark. Diese könne man aber fairerweise dem Investor nicht anlasten. Das sei dem Stadtrat bekannt. „Ich bin aber überzeugt davon, dass es auch im Bürgerpark, nach Überwinden der aktuellen Schwierigkeiten, weiter gehen wird“, so Pötzsch.
Über die allgemeine Entwicklung in Selb erhalte er durchwegs positive Rückmeldungen aus der Bevölkerung. So sei Selb ein Schulstandort, der von der Grundschule bis zur Hochschule alle Bildungsarten biete. Die Bayerisch-Tschechischen Freundschaftswochen seien schon zum jetzigen Zeitpunkt ein Gewinn für die Stadt, wie die Infrastrukturprojekte des Programms erkennen lassen. Der Rosenthal-Park und das Gelände um den Grafenmühlweiher und den Bahnhof in Selb-Plößberg seien Attraktivitätssteigerungen, die vom Freistaat hoch gefördert worden seien. Gelungen sei auch die Geländegestaltung entlang des Selbbachs. Man könne feststellen, dass sich in der Stadt vielerorts etwas zum Positiven verändert habe und verändere.
Die Besucher des Stammtisches schlugen vor, zu prüfen, ob man am Grafenmühlweiher eine weitere Schaukel für die kleineren Kinder und Sitzbänke entlang der Geschwister-Scholl-Straße aufstellen könne.
Stadträtin Anneliese Schade wies in diesem Zusammenhang auch auf die Anstrengungen des neuen Betreibers am Campingplatz Heidelheim hin. Auch hier habe man einen mutigen Investor, der allen Problemen trotze und Stück für Stück in die Infrastruktur des Platzes investiere. „Das ist eine gute Ergänzung zum geplanten Bikepark am Kornberg“, zeigte sich Schade überzeugt.
Ein weiteres Thema waren mögliche Energiesparmaßnahmen in der Stadt. Zum Vorschlag, die Straßenbeleuchtung nachts ab 24:00 Uhr auszuschalten, erläuterte Uli Pötzsch, dass hier Grenzen gesetzt seien wenn es um die Sicherheit der Bevölkerung gehe. Zudem erinnerte er daran, dass auch auf Vorschlag der Stadtratsfraktion der Aktiven Bürger inzwischen fast alle Straßenbeleuchtungen mit LED-Sparlicht ausgestattet seien. Hier sei man weiter als viele andere Städte und Gemeinden.
Gelobt wurde von den Stammtischbesuchern der neue Flyer der Stadt Selb. Es wurde vorgeschlagen, auch die Fans der Gastmannschaften der Selber Wölfe mit Prospektmaterial der Stadt Selb auszustatten.
Dr. Gaby Kaiser schlug vor, Selberinnen und Selber, die Selb aus beruflichen und sonstigen Gründen verlassen hätten, eine Rückkehr in die Heimat schmackhaft zu machen. Schließlich biete Selb hohe Lebensqualität mit einem sehr guten kulturellen Angebot in herrlicher Landschaft.
Selb, 15.10.2022
Dr. Klaus von Stetten

„Das Bahnhofsareal wird ein Schmuckstück von Selb“, stellte Stadtrat Dr. Klaus von Stetten fest, als er die Mitglieder der Aktiven Bürger im Cafe „Schwarzer Peter“ im ehemaligen Bahnhofsgebäude begrüßte. Das für den Umbau geplante Gelände erstrecke sich vom Kreisverkehr Goetheplatz über den Bahnhofsvorplatz, über eine Mobilitätsstation und die Promenade „Birkenhain“ bis zum Wohngebiet Kappel. Auf dem Gelände soll unter anderem moderne Wohnbebauung und ein Kindergarten entstehen. „Möglich gemacht hat das in erster Linie das Projekt Bayerisch-Tschechische Freundschaftswochen“, berichtete Oberbürgermeister Uli Pötzsch. Rund drei Millionen Euro kämen aus diesem Fördertopf. Nach der Fertigstellung würden das Areal Werke der Künstler Marcello Morandini und Wolfgang Stefan zieren. Die Selberinnen und Selber könnten sich auf eine gelungene Gestaltung des lange Jahre schlummernden Bahnhofsgeländes freuen.
Peter Liebscher erzählte den interessierten Zuhörern von der Entwicklung der Kaffeerösterei im Bahnhofsgebäude. 2016 habe er sich entschlossen, zusammen mit seiner Frau das Projekt umzusetzen. Kontakte zu einer kleinen Kaffeerösterei in Regensburg, wo er nach seiner schulischen Ausbildung in Selb dreizehn Jahre gelebt und gearbeitet hat, hätten in ihm die Idee dazu reifen lassen. Rösterei, Cafe und Kleinkunst seien aus seiner Sicht die richtige Mischung zum Lebensgenuss. „Wir bieten unseren Gästen urbane Kultur und Vielfalt in homöopathischer Dosis“, schmunzelte der gelernte Röstmeister. Am Anfang stand jedoch zuerst einmal viel Fantasie und harte Arbeit, um den inzwischen ziemlich verkommenen Bahnhof in eine Rösterei und ein schmuckes Cafe zu verwandeln. Seine Kaffeebohnen kaufe er vorwiegend aus Südamerika und Afrika. Zum Röstvorgang bedürfe es Erfahrung, Kreativität und vor allem Ruhe. Deshalb ziehe er sich gerne alleine nachts zum Rösten der verschiedenen Bohnen zurück. „Ich und die Bohne – eine meditative Erfahrung“, schilderte Liebscher seine nächtlichen Stunden in der Rösterei.
„Das Ergebnis kann sich nicht nur sehen, sondern auch schmecken lassen“, lobte Timo Kluth das Engagement des Unternehmers. Mit seinem Wirken im Selber Bahnhof habe er Selb um eine Spezialität bereichert. Und das in nicht ganz einfachen Zeiten. Pandemie, Wirtschaftskrise und die Baustellen rund um den Bahnhof würden dem neuen Unternehmen alles abverlangen. Er habe deshalb großen Respekt vor der unternehmerischen Leistung, so Kluth.
Selb, 22.09.2022
Dr. Klaus von Stetten
„Wir haben uns von der Pandemie nicht unterkriegen lassen!“ So begrüßte der Sprecher der Aktiven Bürger Dr. Klaus von Stetten die 33 Mitglieder, die zur Jahreshauptversammlung der kommunalen Interessengemeinschaft in die Gaststätte Blockhütte gekommen waren.
Die Stadt habe sich auch in den letzten zwei Jahren kontinuierlich weiterentwickelt, wenn auch nicht mit der Geschwindigkeit, die man ursprünglich geplant habe, so von Stetten in seinem Bericht. Der Kreisverkehr am Marienplatz sei fertig gestellt, rund um den Bahnhof werde eifrig gebaut, Rosenthal-Park und Grafenmühlweiher verwandeln sich zu modernen Stadtparks, ein kommunales Kino entstehe, am Selbbach, für den man sich vor 30 Jahren eher noch geschämt habe, sei Aufenthaltsqualität entstanden, die Ludwigspassage sei fertiggestellt, an der Hartmannstraße entstehe gerade das zweite moderne, barrierefreie Mehrfamilienhaus, das EZD vor den Toren der Stadt erweitere, im Outlet Center gehe es voran, die Krautheimstraße sei für wenig eigene Mittel komplett saniert worden, das Klinikum Fichtelgebirge sei auf einem sehr guten Weg und das Eisstadion werde gerade zu einem Eissportzentrum aufgewertet. „Es freut mich besonders, dass in Kürze auf Vorschlag der Aktiven Bürger die Helferinnen und Helfer in der Corona-Pandemie als kleines Dankeschön ins Rosenthal-Theater eingeladen werden, um mit Radspitz und SelbControl einen wunderbaren Abend zu erleben“, schloss von Stetten.
Oberbürgermeister Uli Pötzsch, der stellvertretender Sprecher der Aktiven Bürger ist, berichtete über die positive Entwicklung des Klinikums Fichtelgebirge. „Die beiden Oberbürgermeister aus Marktredwitz und Selb tauschen sich regelmäßig mit Landrat Berek aus und stellen gemeinsam die Weichen für das Klinikum“, so Pötzsch. Auch fachlich habe das Haus unter der neuen Führung dazugewonnen. „Selb ist Hochschulstadt“, stellte Uli Pötzsch nicht ohne Stolz fest. Hinter den Kulissen würden jetzt alle mit Begeisterung an der Entwicklung der jetzigen Fachschule für Produktdesign arbeiten. Es mache Freude, das zu beobachten. Die Idee, das Stadtquartier Goetheplatz am Bahnhof zu einem Schmuckstück in der Stadt zu machen, sei ein Gewinn für Selb. Es sei die richtige Entscheidung gewesen, das Bahnhofsgelände aus seinem Dornröschenschlaf zu erwecken. Die Bayerisch-tschechischen Freundschaftswochen seien in diesem Zusammenhang ein Glücksfall für Selb. Beide Seiten würden auch nach den Freundschaftwochen von diesen profitieren. Es gebe viele Ideen, die man gemeinsam voranbringen wolle. Dazu gehöre auch ein gemeinsamer Gewerbepark. „Wir werden Selb und Asch trotz aller Herausforderungen positiv weiterentwickeln“, stellte Pötzsch klar.
Bei der anschließenden Wahl kam es dann zu einem Paukenschlag: Der langjährige Sprecher der Aktiven Bürger informierte die Mitglieder, dass er nicht mehr als Vorsitzender und Sprecher kandidieren werde. Er schlug den jüngsten Stadtrat Timo Kluth für dieses Amt vor. Es sei Zeit, am Generationswechsel bei den Aktiven Bürgern zu arbeiten und junge Leute für die Führungsspitze zu gewinnen. Timo Kluth sei aus seiner Sicht der ideale Mann für diese Führungsposition. Er bringe alle Voraussetzungen mit, die man für diese Position brauche. Dem Vorschlag schlossen sich die Mitglieder dann auch einstimmig an. Timo Kluth zeigte sich hocherfreut über das Vertrauen, das ihm die Mitglieder bewiesen hätten. „Gemeinsam werden wir den erfolgreichen Weg weiter gehen, für positive Schlagzeilen in unserer Stadt sorgen und alle mitnehmen, denen Selb genauso am Herzen liegt wie uns.“ Uli Pötzsch und Timo Kluth bedankten sich bei Klaus von Stetten für dessen jahrelangen und unermüdlichen Einsatz für Selb und die Aktiven Bürger.
Sabine Tröger sorgte sich um die Zukunft der Kinderbetreuung in Selb. Uli Pötzsch erläuterte die breit gefächerten Planungen der Stadt von der Krippe bis zum Hort. Unter anderem verwies er auf den Vorschlag der Aktiven Bürger, auf dem Gelände hinter der ehemaligen Sparkassenzweigstelle am Vorwerk einen Kinderhort und ein neues Jugendzentrum einzuplanen. Problematisch sei, dass die derzeitig beauftragten Träger keine weiteren Plätze übernehmen könnten. „Ich bin aber fest davon überzeugt, dass wir für die neu enstehenden Kindertagesstätten auch neue Träger finden werden“, so Pötzsch abschließend.
Selb, den 05.08.2022
Timo Kluth
„Wir planen den Wald der Zukunft“, erklärte der Leiter des Selber Forstamtes, Michael Grosch den Besuchern des Juni-Stammtisches der Aktiven Bürger. Der hat die Mitglieder dieses Mal in die freie Natur, nämlich in den Selber Hammerwald geführt.
Die Zukunft sei ein Mischwald, widerstandsfähig gegen die Bedingungen des Klimawandels, in dem keine Baumart die andere verdränge, so Grosch. Im Idealfall müsse man Bäume pflanzen, die andernorts schon heute den schwierigen Bedingungen des Klimawandels ausgesetzt sind und damit zurecht kommen. Es gebe in Deutschland heute Regionen, in denen der Wald bereits tot sei. Die Aktiven Bürger erfuhren, wie moderne Forstwirtschaft in Bayern praktiziert wird. „Der Wald muss heute viele Bedürfnisse befriedigen“, schickte Michael Grosch voraus. Neben den Freizeitbeschäftigungen biete er Raum für die Naherholung, sei aber auch Lieferant für Bauholz, Holz für die Möbelindustrie und für Feststoffheizungen. Der Förster aus Leidenschaft berichtete auch, dass die beauftragten Holzerntemaschinen der zumeist privaten Betriebe nicht mehr wegzudenken seien. Die Holzarbeit mit der Kettensäge könne man heute keinem Menschen mehr zumuten. Zu groß sei die Unfallgefahr, zu schwer die körperliche Arbeit, die man ohne Gesundheitsschäden bis zum Rentenalter nicht ausüben könne. Zudem würden durch die modernen Maschinen beim Ernten weniger Schäden an gesunden Bäumen und durch den Einschlag in größeren Abständen letztendlich auch weniger Verletzungen am Waldboden entstehen. Forstwirtschaft sei heute natürlich immer ein Kompromiss, wenn man den Anforderungen an den Wald gerecht werden wolle.
Anhand verschiedener Beispiele zeigte Grosch den interessierten Gästen, dass es Lichtbaumarten wie die Selber Höhenkiefer, aber auch Schattenbaumarten wie die Buche gebe. Danach richte sich auch der notwendige Einschlag. Bäume wie die Tanne seien mit der Luftverschmutzung durch die Braunkohleverbrennung bis vor 30 Jahren in der Region fast völlig verschwunden. Jetzt würde sie als gegen die Trockenheit resistenterer Pfahlwurzler wieder Einzug in die heimischen Wälder halten. Ein Problem sei die durch den Klimawandel verursachte Trockenheit, welche zum Beispiel die Fichte empflindlich für den Borkenkäferbefall mache. „Auch dieses Jahr sind wir dem durchschnittlichen Niederschlag, den die Vegetation eigentlich braucht weit hinterher“, so Michael Grosch.
Abschließend zeigte er den Gästen noch ein mehrere Hektar großes Areal, das als Versuchswald für die universitäre Forschung mit verschiedenen Baumartkombinationen bepflanzt worden ist und Erkenntnisse zum Wald der nächsten Jahrhunderte liefern soll. Die Aktiven Bürger bedankten sich bei Michael Grosch für die interessante Exkursion in den Hammerwald. „Wer sich für die moderne Forstwirtschaft interessiert, der kann sich überzeugen, dass hier mit Augenmaß und Blick auf die Zukunft gewirtschaftet wird, auch wenn einmal ein Forstweg nach einem Einschlag vorübergehend etwas ramponiert ist“, stellte Klaus von Stetten abschließend fest.

„Die Verkehrswege in und um Selb werden fit für die Zukunft gemacht“, stellte der Sprecher der Aktiven Bürger, Dr. Klaus von Stetten beim Mai-Stammtisch in der Gaststätte Blockhütte fest. Für die vorübergehenden Beeinträchtigungen während der Bauphasen bat von Stetten um Verständnis. Die Ergebnisse seien umso erfreulicher, meinte von Stetten mit Verweis auf den Kreisverkehr am Marienplatz.
„Im Umfeld des Bahnhofgeländes entsteht ein städtebauliches Juwel“, ist Stadträtin Anneliese Schade überzeugt. Auch wenn viele Projekte der Bayerisch-tschechischen Freundschaftswochen zeitlich auf Kante genäht seien, würden diese alle fertiggestellt und Zeitzeugen der Freundschaft zwischen Asch und Selb bleiben. Alle Maßnahmen seien mit Augenmaß geplant und umsetzbar. Respekt zollte von Stetten dem gemeinsamen Vorhaben von Carsten Hentschel, Rainer König und Timo Kluth, tschechische Sprachkurse anzubieten und damit die Sprachbarriere abzubauen. „Wir brauchen solche Initiativen, die uns noch enger mit unseren Nachbarn verbinden“, so von Stetten. In Kürze werde die Geschäftführung der Selb 2023 gGmbH den Stadtrat über den aktuellen Stand der Planungen informieren. Federführend sei bei dem Projekt der Freistaat Bayern, vertreten durch mehrere Ministerien.
Dr. Wolfgang Kaiser sprach die Beeinträchtigung des fließenden Verkehrs durch Ampeln an. Als Beispiel nannte er die Kreuzung Christian-Höfer-Ring/Stopfersfurther Straße. Natürlich wünsche man sich an vielen Kreuzungen Kreisverkehrslösungen erläuterte Klaus von Stetten. Wegen der Kosten könne man das aber nur nach und nach umsetzen. Und solange gelte es die Sicherheit der Verkehrsteilnehmer zu garantieren. Die angesprochene Kreuzung erfahre durch das Neubaugebiet in Stopfersfurth ein steigendes Verkehrsaufkommen. Deshalb ende die Ampelschaltung erst um 21:00 Uhr.
Ein weiteres Thema waren die Baumfällarbeiten im Hammerwald. Wolfgang Neidhardt erinnerte in diesem Zusammenhang an einen Medienbericht vom Februar 2021. Es würden derzeit wissenschaftlich begleitete Maßnahmen im Selber Forst umgesetzt. Ziel sei es, die für Borkenkäfer, Stürme und trockene Witterung anfällige Fichtenmonokultur durch einen widerstandsfähigen Mischwald zu ersetzen. Klaus von Stetten ergänzte, dass der Juni-Stammtisch vor Ort im Hammerwald in Form einer Exkursion mit dem Selber Forstamtsleiter Michael Grosch stattfinden werde.
Sofia Bungart erinnerte an die geplanten verkehrsberuhigenden Maßnahmen im Dorf Spielberg. Bereits im März habe die Stadt in Aussicht gestellt, dort auf dem Asphalt entsprechende Warnhinweise aufzubringen. Zudem sei eine Geschwindigkeitsmessung mit Verkehrszählung in der Dorfmitte zugesagt worden. Klaus von Stetten bat um Verständnis, dass die Kennzeichnung auf der Straße witterungsbedingt noch nicht habe umgesetzt werden können. Natürlich bleibe auch ein offizieller Radweg entlang der Staatsstraße nach Spielberg ein Wunsch der Stadträte, der jedoch nur gemeinsam mit dem staatlichen Bauamt realisiert werden könne.
Thema des Stammtischs war auch die Überwachung der Parkzeiten in der Innenstadt. In Kürze werde sich der Stadtrat erneut mit diesem Thema befassen, teilte Klaus von Stetten mit. Sein Herzblut hänge nicht an einer Weiterführung der Verkehrsüberwachung durch ein privates Unternehmen. Nicht wenige Stadträte würden sich an dem jährlichen Defizit des beauftragten Unternehmens stören. Er verstehe aber auch die Befürworter, habe die Maßnahme doch für mehr Ordnung im Innenstadtbereich geführt. Da die Polizeiinspektion Marktredwitz gezeigt habe, dass sie wieder mehr Ressourcen für die Überwachung des ruhenden Verkehrs in Selb habe, könne man die die Kontrollen in der Innenstadt auf den Prüfstand stellen. Von Teilnehmern des Stammtisches wurde darauf hingewiesen, dass sich die Überwachung des ruhenden Verkehrs durch die Polizei auf die Nachtstunden reduziere.
Selb, den 6.05.2022
Dr. Klaus von Stetten

„In der Innenstadt tut sich was“, stellte Dr. Klaus von Stetten beim April-Stammtisch der Aktiven Bürger in der Gaststätte Blockhütte fest. Er konnte neben 20 Stammtischlern Oberbürgermeister Uli Pötzsch und die Stadträte Anneliese Schade, Gerhard Bock und Michael Sporer begrüßen.
Das Cafe Hatzel sei wieder an den Start gegangen, das Boutique-Hotel wolle ebenfalls ein Cafe eröffnen und das ehemalige Irish Pub werde unter neuem Betreiber künftig eine gastrnomische Attraktion für die Innenstadt bieten. Zudem könne man jetzt regionale Produkte im Ladengeschäft „Heimateck“ am Lutherplatz erwerben. Trotz Pandemie stemme sich die Stadt gegen den Leerstand in der Innenstadt.
„Jetzt im Frühling gehen wieder alle städtischen Baustellen weiter, trotz Materialknappheit und Verzögerungen durch die Pandemie“, teilte Uli Pötzsch mit Blick auf die zahlreichen Vorhaben der Stadt mit.
Die Kreisverkehre und der Radverkehr waren weitere Themen des Stammtisches. „In den letzten zehn Jahren sind in und um Selb mehr Radwege entstanden als in den 40 Jahren zuvor“, verdeutlichte der Oberbürgermeister. Auf Nachfrage erläuterte er, dass Radfahrstreifen und Schutzstreifen in den Kreisverkehren aus Sicherheitsgründen nicht angelegt werden dürften.
Auch in der Fussgängerpassage zwischen Ludwigstraße und Schillerstraße sei man jetzt kurz vor dem Abschluss. Man warte nur noch den Beginn der Vegetationsperiode ab. In der Pfaffenleithe werde gerade das Spielschiff „Santa Maria“ fertiggestellt. „Das sind Bausteine innerstädtischer Aufenthaltsqualität,“ zeigte sich Stadträtin Anneliese Schade erfreut.
Auch mit der Entscheidung, das Wiesenfest, das Bürgerfest und den Porzellinermarkt wieder stattfinden zu lassen haben man im Stadtrat ein wegweisendes Zeichen in der Region gesetzt.“Man muss auch einmal Mut haben und etwas Risikofreude zeigen“, sagte Klaus von Stetten. Man hoffe, dass die Pandemie den Vorhaben keinen Strich durch die Rechnung machen werde.
Erleichtert zeigte sich Uli Pötzsch, dass es bei der Erweiterung des Europäischen Zentrums für Dispersionstechnologien (EZD) im Industriegebiet West jetzt deutlich voran gehe. Auch hinter den Kulissen habe man fünf Jahre lang darum gekämpft, dass entsprechende Fördermittel schließlich im Staatshaushalt eingestellt wurden.
Dankbar seien die Aktiven Bürger allen, die den ukrainischen Flüchtlingen im Landkreis Unterkuft und Hilfe zukommen lassen. Das zeige, dass die Demokratie und der Respekt vor der Menschenwürde vor Ort in der Gesellschaft gut verankert seien.
Selb, den 09.04.2022,
Dr. Klaus von Stetten
„Auch wenn es bei einigen Projekten länger dauert als geplant, gibt es doch Erfreuliches von der Stadtentwicklung zu berichten“. Mit diesen Worten begrüßte der Sprecher der Interessengemeinschaft Aktive Bürger, Dr. Klaus von Stetten, die zahlreichen Besucher des Oktober-Stammtisches in der Blockhütte. Der Pendlerparkplatz beim Kreisverkehr Kappel sei jetzt mit Solarleuchten ausgestattet. „Das bedeutet auch mehr Sicherheit“, ergänzte Stadtrat Gerhard Bock.
In Kürze würden im Rahmen des Feuerwehrkonzepts neue Feuerwehrautos an die Wehren in Spielberg, Heidelheim und Oberweißenbach übergeben. „Eine moderne Ausstattung der Feuerwehren liegt uns am Herzen“, betonte Stadträtin Anneliese Schade. Das helfe, Nachwuchs für die Arbeit der Feuerwehr zu begeistern.
Die Gestaltung des Rosenthalparks und der Parkanlage am Grafenmühlweiher nehme Gestalt an. Das Ergebnis stelle eine deutliche Aufwertung dieser grünen Oasen im Rahmen der Bayerisch-Tschechischen Freundschaftswochen dar.
Fortschritte mache auch der Anbau an die Netzsch-Arena. Hier enstünden moderne Räume für die aktiven Mannschaften und den Nachwuchs, unter anderem für das Kraftsport-Training. Auch ein lichter Raum für Schulungen, Hausaufgaben der Kids und Seminare würde dort entstehen. „Wir sind der Wolfsbau GmbH für ihr Engagement beim Selber Eishockey dankbar. Es ist ein Glücksfall für den Selber Sport“, freute sich Dr. Klaus von Stetten.
Erfreulich sei auch, dass die alteingesessene Firma Elektro Kästner am Standort Selb die Weichen für die Zukunft mit einer 1,2 Millionen-Investition stellt. „Ein solcher Schritt ist keine Selbstverständlichkeit“, betonte von Stetten. Er zeige, dass die Selber Unternehmer Vertrauen in den Investitionsstandort Selb hätten. Die permanente Schwarzmalerei in Anbetracht von Verzögerungen bei Firmen-Investitionen, wie sie von einigen Stadträten betrieben werde, trage nicht gerade dazu bei, Selb als Investitionsstandort hochzuhalten.
Eine positive Meldung sei, dass die Helmut-und-Käthe-Drexler-Stiftung 50.000 Euro für die Innengestaltung des Selber Spektrums gespendet hätten. Das ehemalige Kino werde ein Schmuckstück mitten in der Stadt und das Leben in der Innenstadt bereichern.
Aus der Überzeugung heraus, dass positive Anregungen mehr bewirken würden als Verbote, hätten die Aktiven Bürger im Stadtrat den Antrag zum Bundesförderprojekt „Tausende Gärten – tausende Arten“ eingebracht. Dieser sei einstimmig angenommen worden, berichtete Anneliese Schade. Man wolle so das Thema der Gartengestaltung behutsam angehen und die Menschen in der Stadt mitnehmen. Verschiedene Unternehmen hätten ihre Beteiligung schon signalisiert.
Im Rahmen des Mobilitätsinitiative des Landkreises Wunsiedel würden in Selb unter anderem verschiedene Fahradabstellanlagen entland des Brückenradwegs entstehen, mit der Möglichkeit, E-Bikes aufzuladen. Wolfgang Achtziger erkundigte sich in diesem Zusammenhang zur Zukunft der Gastronomie am Papiermühlweg, da auch dort eine E-Bike-Ladestation errichtet worden sei.
Günther Heinrich und Heiner Dobler schlugen vor, die Broschüren zum "Roten Faden" und zur Gastronomie in Selb zu aktualisieren.
Wolfgang Achtziger mahnte an, beim Landkreis dafür zu sorgen, dass die Sanierung der Realschulturnhalle dieses Mal nachhaltig und schnell, also mit höchster Priorität durchgeführt werde. Unter einer langwierigen Maßnahme würden insbesondere die Schulkinder, aber auch die Kinder in den Selber Sportvereinen leiden.
Selb, den 16.10.2021
Dr. Klaus von Stetten

„Es ist beeindruckend, was hier an modernen, barrierefreien Wohnmöglichkeiten entsteht!“ Dr. Klaus von Stetten war schwer beeindruckt beim Infotermin der Aktiven Bürger im Neubau des Mehrfamilienhauses an der Hartmannstraße. Michael Drehobel von der Firma Probau Massivhaus GmbH führte die Stadtratsfraktion durch den fast fertiggestellten Bau. „Alle Wohnungen sind bereits verkauft“, zeigte sich Drehobel von der Nachfrage in Selb erfreut. Der Neubau eines weiteren Mehrfamilienhauses direkt neben dem aktuellen Bauvorhaben sei bereits angelaufen. Auch von den dort geplanten 11 Wohnungen seien bereits drei verkauft. Die Stadtratsfraktion der Aktiven Bürger war beeindruckt von der Qualität der allesamt barrierefrei ausgeführten Wohneinheiten. Auf Nachfrage erläuterte Drehobel, dass Probau derzeit auch verschiedene Einfamilienhäuser in Selb errichte. In den letzten 10 Jahren habe man 25 Einfamilienhäuser in Selb gebaut.
„In Selb tut sich auch auf dem Wohnungsbausektor einiges“, stellte Stadträtin Ramona Jülke-Miedl nach der Begehung erfreut fest. Jetzt wünsche man sich, dass die Bundesregierung endlich die Weichen für die Belebung des sozialen Wohnungsbaus stellt. Das würde es ermöglichen, auch sehr kostengünstige Wohnungen neu zu bauen.

„Wir sind erleichtert, dass das Klinikum Fichtelgebirge sich nun auf dem richtigen Weg befindet“, stellte der Fraktionssprecher der Aktiven Bürger Selb, Dr. Klaus von Stetten bei einer Sitzung der Stadtratsfraktion fest. Es sei fünf Minuten vor 12 gewesen, als sich die Aktiven Bürger an die Öffentlichkeit gewandt hätten um eine fatale Entwicklung für das Haus Selb und damit für das gesamte Klinikum abzuwenden. Dankbar sei man Oberbürgermeister Uli Pötzsch, der das Thema mit einer Sondersitzung des Selber Stadtrats in den Fokus gerückt habe. Seit dieser Sitzung habe es Proteste aus dem gesamten Landkreis gegeben. Wie groß das Interesse der Bevölkerung an einer erfolgreichen Ausrichtung des Selber Hauses sei, habe die Online-Petition des Aktiven Bürger-Stadtrates Christian Pich gezeigt. „7200 Bürgerinnen und Bürger haben für ein gut ausgestattetes Selber Krankenhaus gestimmt“, blickt Christian Pich begeistert zurück. Dankbar sei man auch den Selber Unternehmern, die deutlich Flagge gezeigt hätten und auf die Bedeutung eines fachlich breit aufgestellten Krankenhauses am Investitionsstandort Selb hingewiesen haben. Mit der neuen Geschäftsführung sei nun ein Weg eingeschlagen worden, der nach der Pandemie wieder ein Haus mit operativen Fächern, D-Arzt, Notfallversorgung und Innerer Medizin vorsehe. Dafür sei man dem neuen Geschäftsführer Alexander Meyer dankbar. Besonders erfreulich sei, dass es einen Neustart für eine gute Zusammenarbeit mit den niedergelassenen Ärzten in der Region geben werde. Die gute Zusammenarbeit mit anderen Häusern der Region sei künftig wichtig für die Auslastung des Hauses. „Wir Aktive Bürger werden die Entwicklung am Selber Krankenhaus weiter sehr aufmerksam beobachten und handeln, falls das notwendig wird“, versprach Dr. von Stetten.
Selb, 21.06.2021
Dr. Klaus von Stetten
Pandemiebedingt fand der erste Stammtisch der Aktiven Bürger im Jahr 2021 nicht als Präsenzveranstaltung, sondern über das Internet statt. Dennoch waren 35 Mitglieder der Einladung gefolgt, galt es doch zahlreiche Entwicklungen in der Selber Stadtpolitik zu diskutieren.
Lob gab es gleich zu Beginn für den Wasserspielplatz in der Pfaffenleithe, der dieser Tage an den Start gehen soll. „Mit guten Ideen bringen sich die Aktiven Bürger in die Gestaltung der Stadt ein“, freute sich Oberbürgermeister Uli Pötzsch über die Aktivitäten der Interessengemeinschaft. Herausragende Beispiele seien der Wasserspielplatz, der Pumptrack, das kommunale Kino und die Bayerisch-Tschechischen Freundschaftswochen. Letztere seien als grenzüberschreitende Landesgartenschau angedacht gewesen und würden nun als sehr gut geförderte Projektwochen des Landes Bayern positive Auswirkungen auf die nachbarschaftlichen Beziehungen zu Tschechien haben. „Die elf Großprojekte mit bis zu 90-prozentiger Förderung des Freistaates wären ohne diese Idee nicht finanzierbar gewesen“, stellte Uli Pötzsch fest. Beim Outletcenter und der damit zusammenhängenden Verwirklichung der Wohnbebauung mit einer aufwändig gestalteten Stadtbücherei gehe es weiter, auch wenn die Pandemie zu Verzögerungen führt. Der Investor kämpfe mit den Folgen der Entschleunigung im Handel und komme deshalb nicht so schnell voran wie geplant. Erfreulich sei aus seiner Sicht deshalb, dass der Stadtrat trotz Diskussionen zu einzelnen Projekten hinter der Stadtentwicklung stehe, wenn es darum gehe über die Ausführung abzustimmen, so Pötzsch weiter. Er erwarte dann allerdings auch, dass sich das Abstimmungsverhalten im Stadtrat in der öffentlichen Diskussion widerspiegele. Die drei neuen Stadträte der Aktiven Bürger hätten sich sehr gut eingearbeitet und würden mit den bereits erfahrenen Statdräten ein gutes Team bilden. Gerhard Bock ergänzte, dass es der Überzeugung der Aktiven Bürger entspräche, mit den anderen Stadtratsfraktionen konstruktiv zusammenzuarbeiten um die Stadt voranzubringen. Streit im Stadtrat würde die Entwicklung der Stadt nur behindern und sei nicht Sache der Aktiven Bürger.
Kontrovers diskutiert wurde die Ausführung der Ludwigpassage. Ausführlich erläuterte Uli Pötzsch die Ausgangssituation und die bisherige Entwicklung: „Wir kommen von einem maroden, leerstehenden Gebäude und haben jetzt eine lichte, freundliche Durchgangssituation geschaffen. Gestaltung stoße immer wieder auf verschiedene Geschmäcker und es werde nie gelingen es jedem recht zu machen. Man solle jetzt das Ergebnis abwarten und sich dann ein Bild machen. Bisher habe die Mehrheit des Stadtrates das Projekt stets sachlich mit Zustimmung begleitet. Das gleiche gelte für den Kreisverkehr am Marienplatz. In den letzten Jahrzehnten habe sich niemand an die Sanierung herangetraut. Zwar verlange die damit verbundene Verkehrsführung derzeit den Selbern und ihren Gästen Geduld ab, das Ergebnis werde aber für alle Schwierigkeiten während der Bauphase entschädigen und auch die Radfahrer und Fußgänger mitnehmen.
Erfreut zeigte sich Uli Pötzsch auch darüber, dass sich Selb als umweltfreundliche Stadt kontinuierlich weiterentwickle. Das jetzt beschlossene Pfandsystem, die Ausstattung des städtischen Fuhrparks mit den ersten Elektrofahrzeugen und die Idee der Aktiven Bürger, positiv für die private Grünflächengestaltung zu werben, zeige die Aufgeschlossenheit für nachhaltige Ressourcenwirtschaft in der Stadt.
Dr. Klaus von Stetten
Selb, 09.05.2021

Mit Unverständnis nimmt die Selber Stadtratsfraktion Aktive Bürger die Ausführungen von Frau Wuttke-Gilch zur Kenntnis. Zahlreiche Institutionen, Bürgerinnen und Bürger aus dem gesamten Landkreis haben sich für eine zukunftsorientierte Ausrichtung des Hauses Selb der Klinikum Fichtelgebirge gGmbH eingesetzt. Es geht um die Grundversorgung und ein gutes Angebot in beiden Häusern, da nur so der Bestand des gesamten Klinikums gesichert werden kann. Wenn man nur etwas über den Tellerrand hinausblickt, stößt man auf die nahen Hochfrankenkliniken, die als Häuser der niedrigeren Versorgungsstufe 1 ein solches Angebot an beiden Betriebstätten in Naila und Münchberg geschafft haben und dabei mit einem deutlich niedrigerem Jahresdefizit als das Klinikum Fichtelgebirge arbeiten. Unter den aktuellen Rahmenbedingungen können Krankenhäuser von der Größe des Klinikums Fichtelgebirge nicht mehr kostendeckend wirtschaften. Frau Wuttke-Gilch hat auch noch nie gefordert, dass zum Beispiel ein kommunales Schwimmbad kostendeckend betrieben werden soll. Auch Krankenhäuser sind Einrichtungen der Daseinsfürsorge, gleichwohl mit größerer Bedeutung als Freizeiteinrichtungen. Den Hinweis von Selber Wirtschaftsunternehmen, dass die Wirtschaftlichkeit von stationären Gesundheitseinrichtungen nicht an erster Stelle stehen dürfe, als „Farce“ zu bezeichnen, hat wohl andere Hintergründe. Wenn Selber Unternehmer eine Grundversorgung des Selber Krankenhauses mit Innerer Medizin, Chirurgie, Notfallversorgung und Durchgangsarzt fordern, tun sie das nicht zum Selbstzweck, sondern für ihre Mitarbeiter. Aber hier scheint die SPD-Politikerin Wuttke-Gilch ein ideologisch geprägtes, politisches Problem zu haben. Ihre Ausführungen zum Engagement der Selber Unternehmer offenbart Kirchturmdenken auf unterstem Niveau. Zudem lässt es sich auf das vermeintliche Feindbild „Unternehmer“ halt immer schön einprügeln. Dass die selbsternannte Krankenhaus-Expertin immer noch auf einem angeblichen Konzept des ehemaligen Geschäftsführers herumreitet, lässt erahnen, dass es mit ihrer Kompetenz zum Thema Krankenhaus nicht weit her ist. Ein Neustart des Klinikum-Managements war notwendig, davon waren auch Aufsichtsratsvorsitzender Landrat Peter Berek und seine beiden Vertreter Oberbürgermeister Oliver Weigel und Oberbürgermeister Ulrich Pötzsch überzeugt. Die Marktredwitzer und Selber sind daran interessiert, einen gemeinsamen Neustart für das gesamte Klinikum auf den Weg zu bringen. Das einzige, was hier kontraproduktiv ist, sind die einsamen Äußerungen der „Expertin“ Wuttke-Gilch, der man Solidarität mit ihrem verabschiedeten ehemaligen Chef menschlich betrachtet ja nachsehen kann. Der Aufsichtsrat wird sich nicht mit den Vorstellungen des ehemaligen Geschäftsführers, sondern mit den Vorschlägen des jetzigen Geschäftsführers Meier beschäftigen. Der Landkreis wird sich durch völlig überflüssige Vorstöße nicht auseinander dividieren lassen. Bereits bei der Erweiterung des Selber Outlet-Centers Factory In im Jahr 2009 hat Frau Wuttke-Gilch als Vorsitzende der SPD-Fraktion im Marktredwitzer Stadtrat erfolglos Stimmung gegen dieses erfolgreiche Selber Projekt gemacht. Aber die Zeiten der Grabenkämpfe innerhalb des Landkreises sind längst vorbei. Die überwiegende Zahl der verantwortungsbewussten Kommunalpolitiker hat längst erkannt, dass es nur gemeinsam vorangeht – auch beim Thema Klinikum.
Selb, den 31.12.2020
Dr. Klaus von Stetten
Fraktionsvorsitzender der Stadtratsfraktion Aktive Bürger Selb
Vorsitzender der Interessengemeinschaft Aktive Bürger Selb.
Ganz im Zeichen des 25-jährigen Jubiläums der kommunalpolitischen Interessengemeinschaft stand die diesjährige Jahreshauptversammlung im Saal der Blockhütte.
Neben Oberbürgermeister Uli Pötzsch begrüßte der Sprecher Dr. Klaus von Stetten viele Mitglieder, unter ihnen diejenigen, die seit dem Gründungsjahr 1995 dabei sind.
In seiner Begrüßung erinnerte Klaus von Stetten daran, dass Klaus Cullmann damals die Interessengemeinschaft in Cullmanns Keller gegründet hat. Es sei ihm gelungen gestandene Selber Bürgerinnen und Bürger um sich zu versammeln, die alle aufrichtige Demokraten mit einer humanistisch geprägten Haltung gewesen seien. „Von diesem Weg sind die Aktiven Bürger seitdem nicht abgewichen“, so von Stetten. Man habe den Rückhalt in der Bevölkerung kontinuierlich ausgebaut und bei allen Wahlen Sitze im Stadtrat dazugewonnen. „Dass wir seit 2013 mit Uli Pötzsch einen Oberbürgermeister stellen können, der die Stadt auch in schwierigen Zeiten mit viel Geschick und Fingerspitzengefühl führt, darauf sind wir stolz“, betonte von Stetten.
Oberbürgermeister Uli Pötzsch stellte anschließend fest, dass es das gemeinsame große Ziel sei, Selb weiterzuentwickeln und dabei die Selberinnen und Selber zu beteiligen. „Wir haben noch nie die Parteifahne vor uns hergetragen“, so Pötzsch. Deshalb liege es ihm auch am Herzen, im Stadtrat einen Konsens für alle wichtigen Projekte zu erreichen. „Wir sind alle angetreten um unser Bestes für die Stadt zu geben.“
Bei großen Projekten, die meist von Investoren oder der Stadt Selb getragen würden, sei ein großer Zeitaufwand nichts Ungewöhnliches. Immer wieder müsse mit übergeordneten Behörden verhandelt werden, können Planungen, Abstimmungen bis hin zu Bauausführungen ein großes Zeitfenster einnehmen. „Ich bitte die Selberinnen und Selber deshalb um Geduld und Verständnis“, so der Oberbürgermeister. Bei der spannenden und positiven Entwicklung der Stadt müsse man vorübergehend Einschränkungen des gewohnten Ablaufs in Kauf nehmen.
Im Bericht des Sprechers zum zurückliegenden Jahr stand die Diskussion um das Selber Krankenhaus im Vordergrund. „Wir können es schaffen, beide Häuser mindestens mit einer Unfallchirurgie, einer Notaufnahme, einem Durchgangsarzt und einer internistischen Abteilung auszustatten und wirtschaftlich zufriedenstellend zu betreiben“, stellte von Stetten fest, der auch Gesundheitsreferent des Stadtrats ist. In den Hochfranken-Kliniken Münchbeg und Naila, die beide nur eine Versorgungsstufe 1 aufwiesen, werde das auch erfolgreich demonstriert. Auch dort gebe es ein jährliches Defizit. Das würde sich aber im Rahmen halten.
„Ich arbeite intensiv mit den wichtigen Entscheidungsträgern zusammen um eine einvernehmliche Lösung für die Zukunft beider Standorte zu erreichen“, ergänzte Oberbürgermeister Uli Pötzsch, der Mitglied des Aufsichtrates der Klinikum Fichtelgebirge GmbH ist.
Beeindruckt zeigte sich Klaus von Stetten von der eigeninitiierten Online-Petition des neuen Stadtrats der Aktiven Bürger, Christian Pich. Rund 7.000 Unterschriften aus Selb, aus dem gesamten Landkreis, aus dem benachbarten Landkreis Hof und aus Tschechien zeigten, wie sehr die Bevölkerung hinter einem breit aufgestellten Haus in Selb stünde. Dass die Selber Unternehmen in dieser Angelegenheit so deutlich Flagge gezeigt hätten, sei beeindruckend. „Ich bin zuversichtlich, dass Landrat Peter Berek zusammen mit dem Aufsichtsrat die Versorgung an beiden Standorten konstruktiv angehen wird“, so von Stetten. Das habe seine positive Reaktion auf die Petition gezeigt.
Schließlich arbeite man beständig an einem positiven Image der Stadt Selb. Damit wolle man wenigstens einen Teil der zahlreichen Pendler für eine Wohnortwechsel nach Selb motivieren. Auch für die inzwischen vermehrt zuziehenden Familien mit Kindern sei ein Krankenhaus und Grundversorung vor Ort ein wichtiger Standortfaktor. „Während wir gleichzeitig versuchen, die steigende Nachfrage nach Kindertagesstätten-Plätzen zu befriedigen, werden wir nicht tatenlos zusehen, wie das Angebot im Selber Krankenhaus reduziert wird“, drückte sich von Stetten deutlich aus.
Bei der anschließenden Ehrung der langjährigen Mitglieder hob Klaus von Stetten das kluge und unermüdliche Engagement des „aufrichtigen Demokraten“ Klaus Cullmann hervor. Der erhielt lang anhaltenden, stehenden Beifall von den Versammlungsteilnehmern. „Ich hatte das Glück, zum richtigen Zeitpunkt die richtigen Leute für meine Idee begeistern zu können“, kommentierte Klaus Cullmann mit Rückblick auf das Gründungsjahr 1995.
Geehrt wurden für 20 Jahre: Siegfried Bauer. Für 25 Jahre: Klaus Cullmann, Brigitte Heinrich, Ulrike Kropf, Hans Rummel, Wolfgang Neidhardt, Dr. Klaus von Stetten, Siegfried Gläßel und Uwe Partenfelder.
Dr. Klaus von Stetten
Selb, 18.10.2020
"Die AKTIVEN BÜRGER in Selb zeigen, wie es gehen kann: Mit mutigen Projekten wird in Selb an der Stadtentwicklung gearbeitet. Dabei spielt das gemeinsame Leben in der Innenstadt eine große Rolle."