Pötzsch erneuert Kritik

Aktive Bürger beziehen bei ihrem Stammtisch Stellung zur Photovoltaikanlage. Sie sprechen von einer "gespenstischen" Entscheidung.

Die Blockadehaltung des Oberbürgermeisters war das beherrschende Thema der AKTIVEN BÜRGER beim gut besuchten Septemberstammtisch der Aktiven Bürger. Wie aus einer Pressemitteilung der Vereinigung hervorgeht, sagte der stellvertretende Sprecher Uli Pötzsch: "Die einsamen Entscheidungen des OB Kreil haben bei der Wiederinbetriebnahme der Bahnlinie nach Eger zu einem Bürgerentscheid mit Kosten von 20.000 Euro geführt. Bei der Photovoltaikentscheidung ist es noch gespenstischer. Auf Drängen von Kreil hat die ESM einige Binsenweisheiten in den Ferienausschuss gebracht, welche die CSU-Vertreter so verunsicherten, dass sie die Photovoltaikanlage auf dem Bauhof in Selb zwar genehmigt haben, aber die Einspeisevergütungen nach Straubing abfließen lassen."

Klaus Cullmann ergänzte: "Die Geschäftsführung der ESM hat uns im Vorfeld der Ferienausschusssitzung versichert, dass sie sich die technische Begleitung einer städtischen Anlage auf dem Bauhof durchaus vorstellen kann"

"Gerade die Photovoltaik auf Gebäuden wird in Langzeitstudien im Vergleich sehr positiv bewertet", argumentierte Pötzsch. Die Technik verbessere sich rasant, die Lebensdauer der Anlagen werde auf 30 bis 40 Jahre geschätzt, die Betriebskosten seien gering. "Die Anlagen werden sich in 20 Jahren mit noch effektiveren Folien nachrüsten lassen, und wir hinterlassen unseren Enkeln auch mal etwas Positives," sagte der Stadtrat.

Weitere Themen waren der Neubau der Firma Andres, der nach Meinung der Aktiven Bürger viel zu weit an der Straße geplant ist und der Fortschritt beim neuen Haus der Jugend und des Hauses für Mutter und Kind sowie die Zukunft der Hutschenreuther-Halle.

Die Änderung des Bebauungsplans zur Errichtung eines Seniorenheimes auf dem Gelände des ehemaligen Sportplatzes auf der Kappel wurde allgemein begrüßt.

Auch Fragen zur Sicherheit des neu anzulegenden Radweges im Bereich der Franz-Heinrich-Straße wurden diskutiert, wobei Gerhard Bock die Meinung vertrat, dass gerade an dieser Stelle durch entsprechende Maßnahmen für die querenden Radfahrer ein Höchstmaß an Sicherheit gesucht werden muss. 

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