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Cullmann lobt Storg-Investor
Bei ihrem Stammtisch loben die Aktiven Bürger die Schaufenster-Aktion von Uli Pötzsch. Sie erneuern aber auch ihre Kritik an OB Kreil
Neue Perspektiven für die Innenstadt, eine nahende Entscheidung für die Bahnverbindung nach Tschechien, aber auch Kritik am Oberbürgermeister waren Themen beim jüngsten Stammtisch der Aktiven Bürger. Laut einer Pressemitteilung fanden sich dazu 15 Mitglieder im Brauhaus Ploss ein.
Leben in die Innenstadt bringen will zum einen Stadtratsmitglied Uli Pötzsch. Seine Aktion Schaufenstervermietung laufe glänzend an, berichtete er. Zwischen 20 und 30 Hausbesitzer wollten ihre Schaufenster für Werbung zur Verfügung stellen, und ebenso viele Geschäftsleute wollten sich dort darstellen. Erste Verträge seien bereits abgeschlossen. Pötzsch glaubt, dass innerhalb von vier bis sechs Wochen viele Schaufenster in der Innenstadt schon dekoriert sein könnten. Seine Aktion habe ein großes Echo weit über die Stadtgrenzen hinaus gefunden.
Kaus Cullmann ist als Baureferent des Stadtrates Mitglied in der Kommission, die sich mit der Gestaltung des ehemaligen Kaufhauses Storg befasst. Von deren jüngster Sitzung brachte er durchweg positive Eindrücke mit. Dass der Investor seine Pläne reduziere, sei eher ein Zeichen dafür, dass er die Möglichkeiten in Selb realistisch einschätze. Laufe der Umbau wie geplant, so könne im Laufe des Jahres 2013 wieder Leben rund um den Storg geschaffen werden.
Viele Baustellen hätten die Autofahrer, nicht nur in der Selber Innenstadt behindert. Zwar äußerten die Stadtratsmitglieder der Aktiven Bürger Verständnis dafür, dass diese Maßnahmen erst jetzt alle laufen könnten, nachdem der Haushalt genehmigt sei. „Bei der Aufsicht allerdings liegt vieles im Argen“, kritisierte Dr. Klaus von Stetten, der Sprecher der Aktiven Bürger. Klaus Glinski vermisst auch bessere Informationen durch die Stadt für die Bürger.
Ein Problem der Bauaufsicht ist aus der Sicht von Stettens auch der mehrwöchige Stillstand auf der Baustelle am Jochen-Klepper-Haus in Selb-Plößberg. Reinhard Steeger informierte darüber, dass das zuständige Architekturbüro in der Regel einmal pro Woche nach Selb komme. Treffen in der Stadtverwaltung sollten eigentlich bei jedem Besuch stattfinden, seien jedoch mehrmals ausgefallen.
Der Selber Oberbürgermeister, so von Stetten weiter, versuche weiterhin das Projekt Bahnlinie nach Tschechien zu torpedieren. Auf Einzelheiten wolle er allerdings nicht eingehen. Der Sprecher der Aktiven Bürger versprach nur so viel: Bis November müsse auch eine Entscheidung fallen, wie welche Bahnübergänge gestaltet und erschlossen werden. „Und wenn Kreil weiterhin den Stadtrat nicht ausführlich und korrekt informiert, dann werden wir Mittel und Wege finden, um wie bisher, seine Arbeit zu tun.“ Er würde sich ferner darüber freuen, wenn der städtische Wirtschaftsförderer wieder einmal in Stadtratssitzungen Auskünfte geben könne.
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