Aktion „Rollentausch“: Ein Blick hinter die Kulissen der Heilpädagogischen Tagesstätte

Stadtrat Uli Pötzsch wagt den Rollentausch und erlebt einen Nachmittag lang die Arbeit und Atmosphäre in der Heilpädagogischen Tagesstätte (HPT) in Selb. Genannte Aktion Rollentausch der bayrischen Wohlfahrtsverbände fand im Zeitraum vom 4.10. bis 14.10.2011 statt. Ziel der jährlichen Aktion ist es, Entscheidungsträgern in Politik und Wirtschaft die Möglichkeit zu geben, soziale Arbeit in der Praxis kennen zu lernen, zu erfahren und zu erleben. „Was Menschen sehen, erfahren und erleben, das bleibt ihnen im Gedächtnis, kann sie unmittelbar berühren. Das persönliche Gespräch mit Mitarbeitenden und Klienten schafft Verständnis für die Situation der Menschen mit sozialen Problemen und der sozialen Einrichtungen“, so die Maxime der teilnehmenden Einrichtungen.

Uli Pötzsch wurde als Lokalpolitiker von Seiten der HPT direkt angeschrieben und folgte der Einladung prompt. Die Tagesstätte ist ihm als bestehende Einrichtung über die Homepage der Stadt Selb schon bekannt, nur den genauen Standort wusste er (noch) nicht. Er hat generell Interesse an den Geschehnissen in Selb, speziell an den Angeboten für junge Leute, denn Informationen aus erster Hand über das Bestehen solcher Angebote wirken Vorurteilen der Marke „es wird nix gemacht“ entgegen. Einrichtungen wie die Heilpädagogische Tagesstätte hält er für sehr wichtig, da er sieht, dass die Familien samt Kindern einen Bedarf an Unterstützung haben. Gerade für die jungen Menschen werde durch ein solches Angebot die Möglichkeit einer frühzeitigen Weichenstellung gegeben. Befragt nach seinen Eindrücken nach der Teilnahme an einem „normalen Nachmittag“ berichtet Uli Pötzsch er hatte sich schon von vorherein Gedanken gemacht in der bestehenden Gruppe als Besucher nicht akzeptiert zu werden. Dies stellt sich jedoch als unbegründet heraus, der Stadtrat wird sofort zum Spielen mit herangezogen und spürt auch selbst „ein Bedürfnis nach Nähe“ bei den Kindern. Aufgefallen ist ihm die Arbeitsweise des HPT-Teams, welches im pädagogischen Rahmen die scheinbaren Gegensätze des „Freiraums Kind sein zu dürfen“ und „klare Linien und Regeln bekommen“ vereint. Dies sehen auch die Fachkräfte als wesentlich für ihre Arbeit, da der strukturierte Rahmen im Tagesablauf Absehbarkeit und Sicherheit für die zu betreuenden Kinder biete.

Stadtrat Uli Pötzsch mit Kindern am Kicker
Mit den Kindern im Spiel

In der Heilpädagogischen Tagesstätte werden neun Schulkinder mit besonderem Förderbedarf oder erschwerten familiären Bedingungen betreut und gefördert. Die intensive Zusammenarbeit mit Eltern und Schule, sowie die Koordination externer Hilfsangebote stellen weitere Schwerpunkte des Angebots der HPT dar.

Weitere Informationen zur Heilpädagogischen Tagesstätte und über mögliche Aufnahmemodalitäten erhalten Sie direkt unter der Telefonnummer 09287/87721.

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